
Man kann es auch positiv sehen: Der FC Forstern sorgt weiter für Spannung. Allerdings nur im Abstiegskampf, denn der Tabellenzweite hat nach der Niederlage gegen Schlusslicht Schwaben Augsburg nun auch gegen den Vorletzten TuS Bad Aibling verloren. Nach einem unglücklichen Gegentor hieß es am Ende 0:1.
Dabei machten sich am Wochenende erneut die schwierigen Rahmenbedingungen bemerkbar. So standen Trainer Jan Strehlow lediglich zwölf Akteurinnen zur Verfügung, weshalb er nicht nur auf die Unterstützung aus der Zweiten angewiesen war, sondern in der Defensive einige taktische Anpassungen vornehmen musste. Dennoch sah er eine „vernünftige erste Hälfte“. Der FCF erarbeitete sich eine Vielzahl an gefährlichen Eckbällen. „Nur uns fehlt aktuell ein Kopfballmonster vorne drin“, bedauerte Strehlow,der zumindest von mehreren schönen Spielzügen berichten konnte.
Aber man habe auch dem TuS angesehen, dass er sich mitten im Kampf um den Klassenerhalt befindet. Aibling habe ausschließlich mit langen Bällen agiert und auf längere Passstafetten verzichtet. Allerdings war dies für das Tor des Tages auch nicht nötig. Nach einem missglückten Forsterner Spielaufbau landete das Leder im Lauf von Gäste-Kickerin Theresa Eder, die aus 25 Metern zum 1:0 traf (45.).
Mit gesenkten Köpfen ging es für die Strehlow-Elf in die Pause. „Aber die zweite Hälfte war dann in unserer Hand“, erklärte der Coach. Es folgten einzelne Schüsse aus der zweiten Reihe durch Veronika Auer sowie viele Flanken aus dem Halbfeld. Gefährlich wurde es bei Standards, aber Lisa Dimpflmaier konnte bei ihrem Abschluss nach einer Ecke noch gestört werden.
„Die Chancen waren also definitiv da“, betonte Strehlow hinterher. Spielerisch gebe es allerdings weiterhin Verbesserungspotenzial. Insgesamt habe das Mittelfeld einfach „zu wenig performt“, wodurch die Partie zeitweise chaotischer wurde. Trotz der Heimniederlage möchte sich Strehlow an den positiven Dingen festhalten. „Wir müssen die Situation einfach so annehmen, wie sie gerade ist.“