
Die meisten Tore, die wenigsten Gegentreffer und die beste Punktausbeute – der FC Denzlingen ist Meister in der Fußball-Verbandsliga. Gegen den SV Bühlertal gewinnt der FCD am letzten Spieltag 4:0.
Die Vorgabe war klar: Dem VfR Hausen fehlte nur ein Punkt, um für eine weitere Spielzeit in der Verbandsliga planen zu können. Im Fernduell mit dem SV Bühlertal, der mit der besseren Tordifferenz ausgestattet war, wollte sich niemand auf Denzlinger Schützenhilfe verlassen. VfR-Trainer Florian Baur machte deutlich: "Wir brauchen nur einen Punkt, aber mit dem Ziel geht man in kein Spiel – man will jedes Spiel gewinnen." Mehr dazu im BZ-Plus-Artikel.
Hausen: Ablaß – Faller, Becher, Schellbach, Gutgsell (86. Bacelic) – Thoma (76. Gomez), Jogerst (86. Gladrow), Bayram, Tekbas (61. Riechert) – Haselbacher (61. Einecker), Suwareh. Tore: 1:0 Mouckagni Mouckagni (10./Eigentor), 2:0 Faller (16.), 2:1 Awell (49.). Schiedsrichter: Walter (Ottenheim). Zuschauer: 140. Gelb-Rote Karte: Kummer (90.+4/Offenburg). Rote Karte: Leberer (66./Offenburg – Beleidigung).
Der FC Teningen und der SV Kuppenheim lieferten sich einen spektakulären Ausstand aus der Verbandsligasaison. Durch den Sieg im Duell der beiden Tabellennachbarn verbesserte sich der FC Teningen auf Rang vier. "Die Mannschaft hat sich noch einmal toll präsentiert. Der Sieg in einem offenen Spiel war letztlich verdient. Der vierte Platz in der Endabrechnung ist ganz toll für uns", sagte Teningens Vorstand Thomas Hodel. Nach gut zehn Minuten nahm das Spiel in Kuppenheim so richtig Fahrt auf und Michael Hoelle brachte die Gäste per Doppelpack auf die Siegerstraße (11./14.). Bei hochsommerlichen Temperaturen wechselte anschließend das Momentum munter hin und her – mit dem besseren Ende für den FC Teningen.
Der FC Waldkirch hatte in den vergangenen Wochen durchaus noch die eine oder andere Überraschung landen können. Beim 1. FC Rielasingen-Arlen stand der Tabellenletzte, der seit Wochen als Absteiger feststeht, aber von Beginn an auf verlorenem Posten. Die Gäste, die mit einem ganz kleinen Kader angereist waren, kassierten bereits in der ersten Minute das 0:1 und waren in der Folge in allen Belangen unterlegen. Bereits zur Halbzeit war das Spiel entschieden. So beendet der FC Waldkirch die Saison als Ligaschlusslicht.
Es dauerte etwas, bis sich beide Mannschaften an die hochsommerlichen Temperaturen gewöhnt hatten. In der 25. Minute kam der FC Auggen dann zur ersten Gelegenheit. Nach einer Kopfballverlängerung von Moritz Walther brachte Jonathan Dischinger den Ball aus kurzer Distanz aber nicht im Tor unter. In der 39. Minute nickte dann Tim Tiedemann eine Flanke von Louis Spindler zum 1:0 ein. "Vor der Pause waren wir die bessere Mannschaft. Nach dem Seitenwechsel war es dann ein typischer Sommerkick", sagte Björn Giesel, der sportliche Leiter des FC Auggen. Der SC Pfullendorf kam in der 58. Minute durch Jan Babic zum Ausgleichstreffer und spielte die letzte knappe Viertelstunde nach einem Platzverweis gegen Auggens Akteur Moritz Walther (Notbremse) in Überzahl. Es blieb jedoch beim 1:1. Für zwei der stärksten Mannschaften aus dem letzten Saisondrittel zählt am Ende der Spielzeit vor allem der souveräne Ligaerhalt. Beim SC Pfullendorf ist die Trainerfrage für die kommende Saison noch offen. Helgi Kolvidsson, der die Mannschaft nach seiner Übernahme aus der Abstiegszone geführt hat, wäre aus Sicht der Linzgauer dabei die Wunschlösung. Noch zögert der ehemalige isländische Nationalspieler aber.
Liebend gerne hätten sich die Elztäler mit einem Sieg in die Sommerpause verabschiedet. Nach einem Hattrick von Janis Meier wähnte sich das Team von Trainer Kevin Maier bereits in der ersten Halbzeit auf einem guten Weg, um dies zu schaffen. Doch hatte es letztlich die Rechnung ohne den bereits als Absteiger feststehenden FFC gemacht. Beflügelt von Mehmet Kayas Treffer zum 1:3 noch vor der Pause, blies dieser nach dem Seitenwechsel erfolgreich zur Aufholjagd. Während die Elzacher ihre Kräfte offenbar aufgebraucht hatten, konnten die Freiburger noch einmal zulegen. Innerhalb von zwei Minuten egalisierten Lukas Dämpfle und Julde Riggenmann den Rückstand, ehe dem drei Minuten zuvor eingewechselten Colin Kanwischer kurz vor dem Ende per Kopf das 4:3 für den FFC gelang und damit trotz des bitteren Abstiegs wenigstens noch ein einigermaßen versöhnlicher Saisonausklang. " In der ersten Halbzeit haben wir sehr diszipliniert gegen den Ball gearbeitet und uns tolle Torchancen erspielt. In der zweiten Halbzeit waren unsere Abstände zu groß und dann fehlten wieder mal die Alternativen von der Bank", so Elzachs Trainer Maier.
Tore: 1:0, 2:0, 3:0 alle Meier (21./31./ 37.), 3:1 Keita (40.), 3:2 Dämpfle (56.), 3:3 Riggenmann (58.), 3:4 Kanwischer (89.). Schiedsrichter: Schwendemann (Hohberg). Zuschauer: 200.
Das Einbollenstadion in Denzlingen ist sehr weitläufig und doch hat man bereits am Eingang, bevor es die Treppen hinunter in Richtung Spielfeld geht, einen guten Überblick. So war am Samstag wenige Minuten vor dem Anpfiff direkt unschwer zu erkennen, dass kein gewöhnliches Verbandsligaspiel ansteht: Der FC Denzlingen konnte sich mit einem Heimsieg am letzten Spieltag aus eigener Kraft direkt in die Oberliga hieven und Meister werden. Mehr als 600 Zuschauer wollten sich das vor Ort anschauen und wurden Augenzeugen, wie die Gastgeber ihre Trikots gegen 17.35 Uhr in weiße Meistershirts tauschten. Mehr dazu im BZ-Plus-Artikel.
Denzlingen: Gümpel, Amrhein, Garcia Stein, Lawson (85. Leopold), Cernenchi (76. Berger), Boye, Gehring, Eggert (83. Redzic), Echner (83. Vanci), Vrazalica, Ebel (83. Bernauer). Tore: 1:0, 2:0 beide Ebel (34./55.), 3:0 Gehring (59.), 4:0 Echner (83./FE). Schiedsrichter: Schätzle (Schönwald). Zuschauer: 650.
In Durbachtal trat der SC Lahr in Bestbesetzung an, lediglich Adriano Spoth hatte sich krankgemeldet. Nur bis zur ersten Trinkpause konnten die Gastgeber mithalten, dann gelang Jannis Kalt per Kopf die Führung für die Lahrer. „Das war der Dosenöffnet“, sagt Lahrs Co-Trainer Dino Piraneo. „Danach merkte man, wie der Widerstand nachließ.“ Die Durbachtaler hatten bei sommerlicher Temperaturen unermüdlich gegen den Ball gearbeitet, was viel Kraft gekostet hatte. Nach einem Durbachtaler Eckball ließen die Lahrer ihre Stürmer vorne, der Ball wurde abgefangen und SC-Torwart Daniel Herr verschätzte sich bei dem langen Ball nach vorne, so dass Dominik Kaufmann ohne Mühe zum 2:0 einschieben konnte. „Es hätten auch noch drei, vier Tore mehr fallen können“, sagt Piraneo. Lars Birkle lief dreimal allein auf Herr zu und blieb jedes Mal hängen, auch seine Kameraden ließen beste Chancen liegen. Dennoch reichte es zu einem deutlichen Erfolg.
Tore: 0:1 Kalt (27.), 0:2 Kaufmann (38.), 0:3 Keita (58.), 0:4 Allgaier (86.), 0:5 Fries (88.). Schiedsrichter: Mourad (Freiburg).