
Vor dem Heimspiel gegen den TuS Geretsried muss der FC Deisenhofen eine Steigerung zeigen. Die Mischung aus Jung und Alt stimmt derzeit nicht.
Da der FC Deisenhofen keinen Antrag für die Regionalliga gestellt hat, geht es nicht um den Aufstieg. Der Anspruch ist es aber, Spitzenmannschaft der Bayernliga zu sein. Vor dem Heimspiel gegen den TuS Geretsried (Donnerstag, 18 Uhr) geht es darum, wieder dieses Niveau auf den Platz zu bringen.
Die letzten drei Spiele steckte wenig bis gar keine Spitzenmannschaft in dem FC Deisenhofen. Erst wurde 0:1 in Nördlingen verloren und die zweite Halbzeit beim 2:1-Duselsieg gegen Ismaning war schlecht. „1860 war dann ein Klassenunterschied“, sagt Trainer Andreas Pummer. Mit dieser Form kann man nicht zufrieden sein. „Wir können die Ausfälle von sechs bis sieben Stammspielern derzeit eben nicht verkraften“, sagt der Trainer. Pummer ist kein Mensch, der jammert. Er ist ein Kämpfer und betont deshalb, dass nun die Jungen ihre Chance haben. Der Verein mache eine gute Jugendarbeit und nun können sich Eigengewächse für die Bayernliga empfehlen. Das Problem ist gerade, dass zu viel Jugend die Bayernligaspiele erfolgreich bestreiten muss: „Die Mischung stimmt aktuell nicht.“ Dazu kommt, dass seine Mannschaft oft die spielerische Lösung mit dem ball in den eigenen Reihen sucht, aber kurz nach dem Winter die Grünflächen noch nicht in Sommer-Verfassung sind: „Bei schlechteren Plätzen braucht es noch mehr Konzentration.“
Der FC Deisenhofen und TuS Geretsried haben eine ganz große Gemeinsamkeit: 38 Gegentore. Der Unterschied ist lediglich, dass Deisenhofen trotz der 38 Treffer Vierter ist und 41 Punkte auf dem Konto hat. Bei dem Aufsteiger reichten 38 Gegentore gerade einmal zu 29 Punkten und damit steht man einen Rang vor der Abstiegsrelegation. Geretsried hat aber auch zehn Punkte Luft nach hinten. Deisenhofen und den Gründonnerstagsgegner trennen zwölf Punkte wegen sieben (!) mehr geschossenen Toren (Deisenhofen 37, Geretsried 30). „Das alles zeigt, wie ausgeglichen die Bayernliga ist“, sagt Coach Pummer. Seine Mannschaft hat neun von zwölf Siegen mit einem Tor Unterschied nach Hause gebracht. Das ist eine Mischung aus Glück und Cleverness, was man sich erarbeiten muss. Will man den Hinspielsieg in Geretsried (2:1) wiederholen, braucht es für den FC Deisenhofen nun aber eine deutliche Steigerung im Vergleich zu den letzten Ligaauftritten.