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Allgemeines

Der FC Bad Krozingen beendet seine Negativserie

Königschaffhausen trotzt der Personalnot +++ Denzlingen II unterliegt knapp zweikampfstarken Wittnauern

von Jürg Schmidt (BZ) · 22.04.2025, 18:30 Uhr · 0 Leser
Nach drei Niederlagen in Folge hatten die Spieler des FC Bad Krozingen im Heimspiel gegen Oberried (4:1) wieder Grund zum Lachen.
Nach drei Niederlagen in Folge hatten die Spieler des FC Bad Krozingen im Heimspiel gegen Oberried (4:1) wieder Grund zum Lachen. – Foto: N.Schleier

Im Bezirksliga-Abstiegskampf verbuchen der SV Au-Wittnau und der FC Bad Krozingen Erfolge, der TuS Königschaffhausen feiert gar einen Heimsieg gegen einen direkten Konkurrenten. Der SV Biengen tritt im Auswärtsspiel bei Freiburg-St. Georgen engagiert auf, muss sich aber letztlich deutlich geschlagen geben.

Laurin Spiering überzeugt bei seinem ersten Startelfeinsatz

Nachdem der FC Bad Krozingen durch eine Negativserie von drei Niederlagen in Folge auf einen Abstiegsplatz gerutscht war, konnten die Kurstädter zu Ostern Positives vermelden: Gegen die SF Oberried gelang der Mannschaft von Sano Nothstein ein 4:1-Heimsieg. „Anders als in den Wochen haben wir uns diesmal nicht durch individuelle Fehler selbst geschlagen“, erklärte der Coach. „Die Mannschaft hat sich am Riemen gerissen und einen verdienten Sieg gelandet.“ Einer der Matchwinner war Laurin Spiering, der, aus der A-Jugend des FCK gekommen, seinen ersten Startelfeinsatz hatte, als rechter Verteidiger alle seine Zweikämpfe für sich entschied und mit einem satten Distanzschuss das wichtige 1:0 erzielte. Dank des Erfolgs kletterte Bad Krozingen auf den 13. Rang und ist in Schlagdistanz zu den sicheren Tabellenplätzen.

Königschaffhausen gewinnt das „Sechs-Punkte-Spiel“ gegen Ihringen

Der TuS Königschaffhausen hat den Abstand ans rettende Ufer auf drei Punkte verkürzt. Im Kaiserstuhl-Abstiegsduell bezwang das Team von Dominik Ruth die SG Ihringen/Wasenweiler mit 2:0. „Beide Seiten gingen in der ersten Halbzeit eher verhalten und vorsichtig vor – allen war bewusst: Das ist ein Sechs-Punkte-Spiel“, kommentierte der TuS-Trainer den torlosen ersten Durchgang. Nach dem Seitenwechsel ging die Heimelf mehr ins Risiko, erarbeitete sich Chancen und nutzte diese effektiver als die Gäste. Nach einem abgewehrten Distanzschuss nutzte Felix Höldin den Abpraller zum 1:0, fünf Minuten darauf wurde Marius Hagenguth für sein Offensivpressing belohnt, als er den Ball von einem SG-Verteidiger eroberte, Torwart Alexander Fuhr umspielte und zum 2:0 einschob. Dominik Ruth zeigte sich erleichtert: „Wir hatten eigentlich ziemliche Personalnot. Viele Spieler mussten auf ungewohnten Positionen spielen. Aber die Mannschaft hat sich in einen kleinen Rausch gespielt und eine tolle Kollektivleistung gezeigt.“

Torreiche, aber knappe Heimniederlage für den FC Denzlingen II

Tobias Müller vom FC Denzlingen II gratulierte den Gästen vom SV Au-Wittnau zu ihrem verdienten 4:3-Erfolg. Der Trainer des Verbandsliga-Unterbaus hatte sich angesichts der akuten Personalnot zusammen mit Teammanager Jan Gerber auf die Ersatzbank gesetzt und sah anfangs eine relativ ausgeglichene Partie. „Wir sind etwas glücklich mit 2:0 in Führung gegangen“, berichtete er. Einen Schuss von Tim Lettgen hatte Kristian Bühler entscheidend zum 1:0 abgefälscht, kurz darauf legte er aus einer unübersichtlichen Situation das 2:0 nach. Die Hexentäler erzielten nach einem Freistoß den Anschlusstreffer; Philipp Maier war per Kopfball zur Stelle. Den 2:1-Pausenstand bezeichnete Tobias Müller als schmeichelhaft, Wittnau sei insgesamt die stärkere Mannschaft gewesen. „In der zweiten Halbzeit ging es dann Schlag auf Schlag“, so der FCD-II-Trainer. Kurz nach Wiederanpfiff glich Philipp Kaiser aus, Ralf Wassmer brachte die Gäste mit einem Doppelpack (64., 77.) in Führung. Kurz vor Schluss verkürzte Tim Lettgen auf 3:4. „Wir hatten danach noch ein, zwei aussichtsreiche Situationen, mit etwas Glück hätten wir noch das 4:4 schaffen können“, sagte Müller.

Die Serie setzt sich fort

Der FC Freiburg-St. Georgen und der SV Biengen sind so etwas wie gegenseitige Lieblingsgegner. Zumindest was die Heimspiele anbelangt: In den vergangenen drei Saisons fuhren stets die jeweiligen Gastgeber die Punkte ein. Diese Serie hat auch in dieser Spielzeit Bestand. Das Hinspiel in Biengen gewann die Heimelf mit 2:1, nun konnte sich St. Georgen mit einem 4:0 revanchieren. „Biengen hat uns erst gut in Schach und fern vom eigenen Tor gehalten“, attestierte FC-Trainer Roberto Palermo den Gästen einen engagierten Auftritt. Es brauchte schon einen an Matti Roth verschuldeten Foulelfmeter zum 1:0. Fridolin Wernick verwandelte kurz vor der Pause ins rechte obere Eck. Im zweiten Durchgang lieferte Matti Roth den Assist zum 2:0 von Mathis Gertsen und belohnte sich nach seinen zwei Vorlagen mit einem eigenen Treffer, dem Kopfball zum 3:0. Den vierten Treffer steuerte Julian Held bei, der in der 65. Minute sein Comeback nach langer Verletzungspause gab. Mit nunmehr 36 Punkten steht der FC Freiburg-St. Georgen fast jenseits von Gut und Böse auf Rang fünf. „Das sieht man mit einem lachenden und einem weinenden Auge“, sagte Palermo. „Wenn man überlegt, was in diesem Jahr möglich gewesen wäre, wären wir immer komplett gewesen …“