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Das Märchen von Bissen sollte ein Happy End bekommen, der von Trainer Pereira im Vorfeld angekündigte Wunsch, eine weitere Geschichte zu schreiben, sollte in Erfüllung gehen. Nach Spora Luxemburg 1956 ist erstmals wieder und zum erst zweiten Mal überhaupt ein Aufsteiger Meister in Luxemburgs höchster Liga geworden! Nach einer taktisch geprägten 1.Halbzeit war es zehn Minuten nach der Pause eine von rechts getretene Ecke, die Marasi mit dem Kopf aus kurzer Distanz zum später entscheidenden 1:0 verwertete (55.‘). Es sollte vor über 3.000 Zuschauern aber noch spannend und nervenaufreibend werden: In der 64.‘ wurde ein vermeintlicher Ausgleich von Differdingen im Anschluss an einen Freistoß aberkannt und acht Minuten Nachspielzeit musste Bissen über sich ergehen lassen, ehe die Sensation perfekt war!

Seit FuPa-Datenaufzeichnungen ab dem Jahr 2016 gab es keine BGL Ligue-Partie, die annähernd an die offiziell mitgeteilten 3.169 Fans herankam und man muss wohl bis Ende der 1990er, Anfang der 2000er Jahre zurückgehen, um sich überhaupt noch an eine solche Kulisse bei einem Erstligaspiel zu erinnern! Bissen hatte so z.B. bis vor dem letzten Spieltag insgesamt rund 4.000 Fans in seinen bis dahin vierzehn Heimspielen begrüßt. Mit 470 Zuschauern im Schnitt ohne das Highlight auf dem „Klengbousbierg“ war der letzte Spieltag bereits gut besucht, das Topspiel eingerechnet lag er bei seit Jahren nie dagewesenen 808 Zuschauern, womit der Durchschnitt in der Saison von 393 auf 406 kletterte.
Vor annähernd eintausend Fans trennten sich Strassen und Mondorf mit einem dann doch eher enttäuschenden 0:0. Der US Mondorf wird es egal gewesen sein, darf der Verein aus der Thermalstadt doch erstmals in seiner Vereinsgeschichte in einem internationalen Wettbewerb teilnehmen. Der FC UNA muss seinerseits noch Bangen und auf einen Differdinger Pokalsieg hoffen, nur in jenem Fall wäre man ebenfalls in der Qualifikation zur Conference League dabei. Trotz Sieges in Niederkorn ist eine Europapokalteilnahme für F91 nicht mehr möglich.
Im Abstiegskampf ist Hesperingen das Wunder gelungen: mit einem Mann weniger – Bouazzati sah schon nach 25 Minuten rot - erkämpfte man sich beim Vorletzten Petingen einen 3:2-Auswärtssieg und wird auch in der kommenden Saison in der BGL Ligue spielen – dies aber mit einer sehr schweren Hypothek! Petingen muss dagegen in die Ehrenpromotion absteigen, genau wie Gemeindenachbar Rodange, der bei Racing unter die Räder geriet. Da Mamer und Canach sich mit einem 0:0 trennten und obschon die Gäste dabei eine Schlussoffensive der Hausherren überstanden, rutscht der FC Jeunesse aufgrund des Swift-Sieges ausgerechnet zum Abschluss der Saison Meisterschaft in die Abstiegsrelegation, wo man sich fast die ganze Saison über nicht befand.
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Mamer spielt am kommenden Sonntag, den 31.Mai um 19 Uhr in Ettelbrück in der Relegation gegen Wiltz um den Klassenerhalt. Einen Tag später versucht Canach seine Rettungsmission ab 19:30 Uhr in Beggen gegen Walferdingen erfolgreich zu gestalten.