2026-05-12T12:35:39.633Z

Pokal

Der Favorit wackelt - aber D/A II holt sich den Pokal

Mit Bildergalerie und FuPa.tv: Bardowick stresst die D/A-Defensive

von Andreas Harneit · Heute, 07:00 Uhr · 0 Leser
– Foto: Jörg Struwe

In der Nachspielzeit hämmert Julian Budde den Ball zum Sieg unter die Latte. D/A II gewinnt das Bezirkspokalfinale gegen den TSV Bardowick 2:1. Der Favorit quält sich und jubelt.

Es ist keine fußballerische Offenbarung, die die zweite Mannschaft der SV Drochtersen/Assel in der ersten Halbzeit des Bezirkspokalfinales in Bardowick zeigt. D/A gilt auf dem Papier als Meister der Landesliga gegen den Zweiten der Bezirksliga eigentlich als haushoher Favorit. 350 Zuschauer sehen aber keinen Klassenunterschied.

Kurioser Fallrückzieher bringt D/A in Führung
Dennis Grooten bringt D/A II bereits in der 10. Minute in Führung. Per Fallrückzieher lupft er den Ball über Bardowicks Keeper Christian Glebke. Ob das genauso gewollt war, bleibt Grootens Geheimnis. Danach spielt D/A II seltsam leblos.


Bardowick übernimmt im eigenen Stadion die Spielkontrolle, hat häufiger den Ball, agiert mit Tempo und System. D/A läuft hinterher, gewinnt kaum die wichtigen Zweikämpfe, kaum einen sogenannten zweiten Ball. Außerdem steht Drochtersen ungewöhnlich tief in der eigenen Hälfte. Durchdachtes Pressing? Fehlanzeige.


Bardowick gleicht in der 37. Minute fast aus. Don-Vaios Dovas hat das 1:1 auf dem Kopf, scheitert aber an D/A-Keeper Fabian Klinkmann. In der Nachspielzeit der ersten Halbzeit fällt das Tor für den Underdog. D/A bettelt darum, Marvin Neumann staubt ab.


Bardowick stresst die D/A-Defensive
In Hälfte zwei wirkt D/A ein wenig wacher. Kurz nach Wiederanpfiff blockt der TSV einen Abschluss von Jan-Miklas Steffens. Spielerisch bleibt Bardowick zunächst die bessere Mannschaft. Die D/A-Defensive muss sich mehrfach in brenzligen Situationen in die Schussbahn werfen. Das hat sich der Oberligaaufsteiger wahrscheinlich leichter vorgestellt.


D/A generiert kaum gefährliche Aktionen. Luca Daginnus knallt in der 77. Minute einen direkten Freistoß aus 18 Metern an die Latte. Und dann kommt die Nachspielzeit.

Julian Budde hämmert den Ball von der Strafraumkante unter die Latte und ins Netz. 2:1 für D/A. Danach kennt der Jubel keine Grenzen.