
Der FSV Groß Leuthen/Gröditsch gewinnt die Ü35-Großfeld-Meisterrunde Südbrandenburg. Mit einem Punkt mehr setzen sie sich knapp gegen den Konkurrenten SV Grün-Weiß Lübben durch. Die Meisterrunde wird von den besten sieben Teams der Vorrunde ausgetragen. Den Meistertitel erhält am Ende die Mannschaft, die in beiden Runden zusammen die meisten Punkte eingefahren hat. Das hat dieses Jahr Lübben mit 43 Punkten geschafft. Der FSV kam auf insgesamt 41 Punkte.
Das letzte Spiel der Saison wurde für Groß Leuthen/Gröditsch noch einmal richtig spannend: Es ging um den Sieg der Meisterrunde. Falls Lübben gewinnen sollte, musste mindestens ein Unentschieden her. Die Partie gegen SV Großräschen startete mit einem frühen Tor für den FSV von Stefan Leo. Nur wenige Minuten später glich Großräschen aus und führte zur Pause mit 2:1. Kurz nach Wiederanpfiff traf Steven Feller für die Gäste: 2:2. Mitte der zweiten Hälfte ging Großräschen erneut in Führung − nun könnte es knapp werden. Doch wenige Minuten vor Ende schoss Stefan Leo den Ausgleichstreffer. Nun konnte Lübben spielen, wie sie wollten: Der FSV blieb an der Spitze.
„Wir hatten eine wirklich starke Meisterrunde und einen starken Teamzusammenhalt“, erzählt Sebastian Reinhardt, einer der Trainer von Groß Leuthen/Gröditsch. Zusammen mit seinem Bruder Steffen Reinhardt und Stefan Leo trainieren die drei aktiven Spieler ihr Team. „Wir fangen meistens alle drei an“, erklärt Sebastian Reinhardt, „wenn dann aber einer ausgewechselt wird, können wir auch von außen drauf schauen“.
Die Mannschaft der drei hat den Sprung von Platz vier in der Vorrunde an die Tabellenspitze der Meisterrunde geschafft. Sebastian Reinhardt meint, die Mannschaft sei in sehr guter Form gewesen. Zudem haben sie gegen Lübben in der Vorrunde mit 0:6 und gegen Lübbenau mit 1:2 verloren. In der Meisterrunde wiederum konnten sie beide schlagen: Lübben mit 2:1 und Lübbenau mit 4:0.
„Wir haben unsere Stammformation in der Meisterrunde gefunden“, sagt der Trainer. Außerdem hatte der FSV wenig Ausfälle. „Wenn wir gut besetzt sind, könnten wir im Prinzip jeden schlagen.“ Der Erfolg komme dabei neben der spielerischen Klasse der Mannschaft, vor allem aus dem Zusammenhalt. Am herausforderndsten waren diese Spielzeit die Partien gegen Lübben. Die beiden Teams gaben sich auch in vergangenen Jahren schon ein Kopf-an-Kopf-Rennen.
Die Liga sieht der Trainer auf dem Niveau der Männer-Kreisliga oder -Kreisoberliga. In den Teams seien auch einige Spieler, welche früher in der Landesliga oder auch Brandenburgliga gespielt hätten. Im nächsten Jahr möchten die im Schnitt 40-jährigen Spieler wieder angreifen. „Wir wollen erneut um die Meisterschaft mitspielen und auf jeden Fall unter die Top Drei kommen“, verrät Reinhardt.