
Am 20. Spieltag der Bezirksliga Rems/Murr/Hall liegt über fast jeder Partie ein eigener Druck. TSV Gaildorf führt die Tabelle mit 49 Punkten an, dicht gefolgt von SV Allmersbach mit 48 Punkten. Dahinter hat sich TSV Schornbach mit 38 Punkten als erster Verfolger festgesetzt, während im Tabellenkeller jede Niederlage tiefer schmerzt. SC Urbach steht bei 10 Punkten, TSV Rudersberg bei 14, TSV Michelfeld 1954 bei 15. Bei vier wahrscheinlichen direkten Absteigern und einem Relegationsplatz ist die Liga längst in einer Phase angekommen, in der kein Sonntag mehr gewöhnlich ist.
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TSV Obersontheim geht nach dem bitteren 1:5 gegen TURA Untermünkheim mit einer schweren Last in dieses Heimspiel. Die Mannschaft steht bei 19 Punkten und hat am vergangenen Wochenende einen herben Rückschlag kassiert. Nun kommt mit SV Allmersbach der Tabellenzweite, der beim 5:1 gegen VfL Mainhardt seine ganze Wucht gezeigt hat und mit 48 Punkten weiter dicht hinter Spitzenreiter Gaildorf lauert. Das Hinspiel war ein Drama bis in die Nachspielzeit. Allmersbach gewann 3:2, obwohl Obersontheim zwischenzeitlich führte. Mario Greiner traf damals doppelt, darunter der Siegtreffer per Foulelfmeter in der 90.+4 Minute. Genau das verleiht auch dem Rückspiel Schärfe: Allmersbach will den Druck auf Gaildorf hochhalten, Obersontheim muss nach dem Absturz gegen Untermünkheim eine Antwort finden.
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TSV Rudersberg steht mit 14 Punkten tief in der Gefahrenzone und hat zuletzt beim 2:2 in Schwaikheim wenigstens einen Punkt geholt. Doch die Lage bleibt ernst. SG Oppenweiler-Strümpfelbach kommt nach dem starken 3:1 gegen TSV Schmiden mit 26 Punkten auf Rang sieben und damit mit deutlich mehr Ruhe an. Das Hinspiel gewann Rudersberg überraschend 3:2 in Oppenweiler. Patrick Keinath, Paul Conradi und Sven Höfer trafen damals für die Gäste, Oppenweiler kam durch Patrik Koch und Even Stoppel nur noch heran. Dieses Ergebnis gibt Rudersberg Hoffnung, auch wenn die aktuelle Ausgangslage eine andere ist. Oppenweiler reist mit Rückenwind, Rudersberg mit der Notwendigkeit.
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Hier treffen zwei Mannschaften aufeinander, die im Niemandsland der Tabelle nicht wirklich sicher leben. SV Unterweissach verlor zuletzt 1:2 in Gaildorf und steht bei 28 Punkten auf Rang fünf. TSV Schwaikheim kam am Wochenende gegen Rudersberg nicht über ein 2:2 hinaus und hält bei 27 Punkten. Das Hinspiel endete 3:3, ein Spiel voller Wendungen. Alexander Bretzler, Jannis Scholz und Roberto Prioli trafen für Unterweissach, Dennis Becher, Pascal Conti und Alen Rogosic hielten Schwaikheim im Spiel. Genau dieses Hinspiel deutet an, wie eng es auch diesmal werden könnte. Beide Teams haben genug Qualität, um nach oben zu schielen, aber auch zu viele offene Flanken, um sorglos zu sein.
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Für TSV Michelfeld 1954 ist dieses Heimspiel gegen den Spitzenreiter ein echter Härtetest. Das jüngste 0:0 in Nellmersbach war immerhin ein kleiner Punktgewinn, doch mit 15 Punkten bleibt die Mannschaft tief im Tabellenkeller. TSV Gaildorf hat sich durch das 2:1 gegen SV Unterweissach weiter an der Spitze behauptet und steht nun bei 49 Punkten sowie beeindruckenden 71:23 Toren. Das Hinspiel gewann Gaildorf mit 1:0, allerdings denkbar spät: Angelo Tulino traf erst in der 90.+3 Minute. Genau darin liegt für Michelfeld ein Hoffnungsschimmer. Gaildorf musste sich schon im ersten Duell lange quälen. Doch der Tabellenführer reist mit breiter Brust und mit dem klaren Ziel an, Platz eins zu verteidigen.
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TURA Untermünkheim hat mit dem überraschend deutlichen 5:1 in Obersontheim ein starkes Lebenszeichen gesendet und sich auf 19 Punkte verbessert. TSV Nellmersbach blieb zuletzt beim 0:0 gegen Michelfeld ohne Tore und steht bei 21 Punkten. Das Hinspiel war eine klare Sache für Untermünkheim: 4:0 in Nellmersbach. Timo Brenner, Samuel Weidner doppelt und Janik Pfeiffer trafen damals, vor 70 Zuschauern unter der Leitung von Vanessa Eichhorn. Dieses Rückspiel trägt deshalb eine klare Vorgeschichte in sich. Untermünkheim will nach dem Befreiungsschlag nachlegen, Nellmersbach muss zeigen, dass das torlose Heimspiel vom Wochenende nicht nur Stillstand war.
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Für SC Urbach wird die Luft dünner und dünner. Das 0:4 in Breuningsweiler war der nächste Rückschlag, die Mannschaft bleibt mit 10 Punkten Letzter und weist inzwischen 66 Gegentore auf. VfL Mainhardt verlor zuletzt deutlich 1:5 bei SV Allmersbach und steht mit 22 Punkten auf Rang neun. Das Hinspiel gewann Mainhardt klar 4:1. Lukas Schanzenbach traf doppelt, Fabian Wohlschläger ebenfalls, ehe Niklas Sandholzer für Urbach spät verkürzte. Alles spricht zunächst für Mainhardt, doch gerade für Urbach ist dieses Heimspiel eine weitere Gelegenheit, sich noch einmal aufzubäumen. Viel mehr Chancen, Boden gutzumachen, wird es nicht mehr geben.
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SGM Kreßberg steht nach dem 1:4 in Schornbach bei 17 Punkten und muss den Blick weiter nach unten richten. SV Breuningsweiler hat sich mit dem 4:0 gegen SC Urbach Luft verschafft und kommt nun auf 25 Punkte. Das Hinspiel war ein dramatisches Spiel, das Breuningsweiler 3:2 gewann. Daniel Fetzer brachte die Gastgeber damals früh in Führung, Noah Krieger und Elia Krieger drehten die Partie zunächst für Kreßberg, ehe Tim Draeger und Christian Stecher in der 90.+3 Minute noch den Breuningsweiler Sieg perfekt machten. Genau diese späte Entscheidung verleiht auch dem Rückspiel einen besonderen Zug. Kreßberg braucht Punkte, Breuningsweiler will den Abstand nach unten weiter vergrößern.
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Das ist eines der markantesten Spiele dieses Spieltags. TSV Schmiden verlor zuletzt 1:3 in Oppenweiler und steht mit 30 Punkten auf Rang vier. TSV Schornbach gewann dagegen 4:1 gegen SGM Kreßberg und hat sich mit 38 Punkten als dritter Kraftfaktor hinter Gaildorf und Allmersbach etabliert. Das Hinspiel entschied Schmiden auswärts mit 1:0, Torschütze war Daniel Acri in der 73. Minute. Schornbach hat also eine Rechnung offen. Gleichzeitig ist die Tabellenlage klar: Mit einem Auswärtssieg könnte Schornbach den Druck auf das Spitzenduo hochhalten, Schmiden dagegen würde mit einem Heimsieg seine Position im oberen Drittel festigen. Viel spricht für ein enges Spiel, gerade weil beide Mannschaften nach dem vergangenen Wochenende mit sehr unterschiedlichen Gefühlen in dieses Duell gehen.
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