
Der Kampf um den Klassenerhalt in der Bezirksliga wird für den CfR Links zur Belastungs- und Geduldsprobe. Seit Freitagnachmittag steht fest, dass die Heerdter ihre Partie vom letzten Spieltag gegen den TSV Meerbusch II wiederholen müssen. Der Vorstand des CfR beugte sich damit dem Urteil des Bezirkssportgerichtes, das eine Neuansetzung vorsah und verzichtete auf einen Einspruch, der weitere Verzögerungen nach sich gezogen hätte.
Am Sonntag muss Links nun in Meerbusch gewinnen, um sich das Ticket für die Relegationsspiele um den Ligaverbleib gegen Arminia Lirich zu sichern. Bei einem Unentschieden oder einer Niederlage wäre der CfR abgestiegen. Dann würde VdS Nievenheim in die Relegation gegen Lirich gehen.
Aus Nievenheimer Sicht mag sich das Urteil ein Stück weit wie ausgleichende Gerechtigkeit anfühlen, auch wenn die Dormagener in diesen Sachverhalt nicht unmittelbar involviert waren. Denn nach dem Nievenheim vor wenigen Wochen noch selbst vergeblich auf drei Punkte am Grünen Tisch aus dem Rückspiel gegen den MSV Düsseldorf gehofft hatte, die sogar für den direkten Klassenerhalt gereicht hätten, öffnet sich für den Klub nun womöglich doch noch einmal eine Tür zur Relegation.
Das wiederum wollen Panagiotis Liomas und seine Schützlinge am Sonntag zu verhindern wissen. Dabei wird der Heerdter Tross die kurze Fahrt nach Meerbusch mit einer Portion Wut im Bauch antreten. „Dass wir nun noch einmal spielen müssen, fühlt sich schon etwas unfair an. Wir waren gut im Spiel und hatten die Chance, mit einem Elfmeter in Führung zu gehen. Wir hätten dieses Spiel gewonnen, wenn wir weiter gespielt hätten. Dann weigert sich der gegnerische Trainer, die Anlage zu verlassen und nun fangen wir wieder von vorne an“, ärgerte sich Liomas.
In den Augen der Regelhüter gab es für Schiedsrichter Christoph Persch keinen ausreichenden Grund, um die Partie abzubrechen. Persch hatte Meerbuschs reklamierenden Trainer Kockel zuvor unmittelbar nach dem Elfmeterpfiff nach rund 20 Minuten beim Stand von 0:0 mit „Gelb-Rot“ des Feldes verwiesen und ihn danach aufgefordert, die Anlage zu verlassen. Doch der 50-Jährige weigerte sich, dies zu tun. Daraufhin brach Persch die Partien vorzeitig ab.
Dass man das Verhalten des Trainers nicht der Mannschaft anlastete und stattdessen befand, dass letztlich keines der beiden Teams für den Abbruch verantwortlich war, ist diskussionswürdig. Doch auf weitere Diskussionen will man sich beim CfR Links nicht mehr einlassen und stattdessen die sportliche Antwort geben, auch wenn sich die Voraussetzungen ändern dürften. „Meerbusch hatte am letzten Sonntag nur 13 Spieler zur Verfügung. Ich gehe davon aus, dass sie nun wieder mehr Personal haben“, so Liomas.