
Der Bezirksligist FC Penzberg muss sich mal wieder einen neuen Trainer suchen. Maximilian Bauer hört zum Leidwesen der Verantwortlichen zum Saisonende auf.
Der Beruf hat Vorrang. Deswegen hört Maximilian Bauer am Saisonende als Trainer des FC Penzberg auf. Einmal mehr befindet sich der Klub auf der Suche nach einem Übungsleiter, aber auch nach Kontinuität auf dieser Position. Das Punktspiel beim BCF Wolfratshausen am 16. Mai wird für Bauer der Schlussakt sein.
Nach dreieinhalb Jahren im Klub, davon anderthalb Jahre als Cheftrainer, möchte er sich beruflichen Belangen widmen. „Jetzt ist ein Punkt gekommen, wo sich bei mir einiges bewegt“, begründet der 31-Jährige seinen Entschluss.
Bauer wohnt inzwischen im Münchner Westen, er muss zu den Trainingseinheiten in Penzberg pendeln. „Jeder, der um die betreffende Uhrzeit über den Mittleren Ring fährt, weiß, was los ist.“ Bauer ist ehrlich zu sich selbst und dem FC. Ein weiteres Jahr an der Seitenlinie sei „nicht zu hundert Prozent“ machbar. Darunter aber möchte es der Ex-Profi nicht handhaben. Kompromisse machen einen Trainer schnell angreifbar. Aktuell ist Bauer für ein Startup-Unternehmen tätig, das sich mit der Bewertung von Führungskräften beschäftigt. Wie bei Neugründungen üblich, ist das Arbeitspensum dort bisweilen deutlich höher als in einem Job mit geregelten Arbeitszeiten.
Da steht gar nichts im Raum, sonst hätte ich in Penzberg weitergemacht.
Maximilian Bauer
Mit dem Werben anderer Klubs hat die Demission nichts zu tun. „Da steht gar nichts im Raum, sonst hätte ich in Penzberg weitergemacht“, versichert er. Der FCP sie ein toller Verein, sofern man sich intensiv mit ihm beschäftige. Auf Sicht möchte Bauer aber schon wieder eine Mannschaft anleiten. „Ich höre mir alles an, aber es ist nichts geplant.“ Auf den Zeitraum seiner Verantwortlichkeit in Penzberg blickt er „durchweg positiv“ zurück. Ohne exakt nachzurechnen, ist er überzeugt, dass der FC auf das gesamte Kalenderjahr 2025 gerechnet ein Aufstiegsaspirant gewesen wäre. „Aber die Saison geht halt nicht von Januar bis Dezember“, weiß er.
Tatsächlich habe man es „leider nicht geschafft“, in die Landesliga vorzurücken. „Es ist ein Ziel, das in uns lebt, und ich bin überzeugt, dass es in den nächsten Jahren passieren wird“, ist Bauer überzeugt. Gelernt hat er in Penzberg, worauf man als Trainer achten sollte und „was für mich wichtig ist“. Er habe sich am Nonnenwald definitiv weiterentwickelt. Dafür habe er vom Klub „Zeit und Raum“ bekommen. Als Aktiver hatte er wenig Begeisterung für den Trainerjob. „Jetzt kann ich es mir ohne nicht mehr vorstellen.“ Dennoch gilt: Wann er den nächsten Schritt in diesem Metier gehen wird, „steht in den Sternen“.
Von Vereinsseite bedauern die Verantwortlichen den bevorstehenden Verlust. Bauer hat den Teamspirit eines oftmals wankelmütigen Konglomerats an Individualisten in der Prioritätenliste weit nach oben befördert. „Wir wollten, dass die Mannschaft eine Einheit wird. Das hat Max gut umgesetzt“, betont der FC-Vorsitzende Joachim Plankensteiner. Für Bauers Griff nach einer beruflichen Chance zeigt auch er Verständnis. „Das muss man akzeptieren“, so Plankensteiner. Was die Nachfolge betrifft, befinde man sich in diversen Gesprächen. Losgelöst vom Alter fahnde man nach einem „ähnlichen Typ“, wie Bauer es ist. „Einer, der die Mannschaft mitreißen kann“, so der FC-Vorsitzende. „Ich hoffe, wir können bald Vollzug melden“, wünscht sich Plankensteiner.