2026-02-20T12:29:42.904Z

Allgemeines

Der Bartelsdorfer SV ist zurück – und wie!

Der Bartelsdorfer SV mischt als Aufsteiger die 1. Kreisklasse Rotenburg Süd auf +++ Trainer Jan Rosenbrock über den aktuellen Erfolg

von FuPa · 07.05.2025, 15:00 Uhr · 0 Leser
– Foto: Doreen Niemerski

Der Bartelsdorfer SV ist zurück – und wie! Nur eine Saison nach dem Abstieg aus der 1. Kreisklasse Rotenburg Süd gelang dem Verein nicht nur der direkte Wiederaufstieg aus der 2. Kreisklasse, sondern auch eine überraschend starke Rückkehr in die neue alte Liga. Dort hat sich das Team schnell etabliert, steht aktuell auf dem Relegationsplatz zur Kreisliga und stellt mit 55 Treffern den besten Angriff der Klasse. Auch in der Defensive gehört der BSV mit nur 34 Gegentoren zu den stabilsten Teams.

Vor der Saison war mit einer solchen Entwicklung nicht zu rechnen, wie Trainer Jan Rosenbrock, der das Team nach dem Abstieg übernommen hat, gegenüber FuPa erklärt: „Unser Ziel war es eigentlich, nicht wieder abzusteigen. Dass wir nun überhaupt auch nur ansatzweise oben mitmischen können, hätten wir nie für möglich gehalten.“

Der sportliche Erfolg ist laut Rosenbrock vor allem der Geschlossenheit innerhalb der Mannschaft zu verdanken. Der Teamgeist sei eine der größten Stärken. „Jeder kann mit jedem, wir sind ein eingeschworener Haufen. Es bringt nichts, wenn du elf Topspieler auf dem Platz hast, die sich gegenseitig die Augen auskratzen. Bei uns passt das große Ganze einfach“, betont der Coach.

Trotz des überzeugenden Saisonverlaufs verlief das Frühjahr etwas durchwachsen. In den bisherigen sechs Spielen des Kalenderjahres holte die Mannschaft nur fünf Punkte. Dabei musste sich das Team mehrfach mit späten Gegentoren zufriedengeben. Rosenbrock sieht die Gründe dafür vor allem in der begrenzten Kadergröße: „Unser Kader ist recht klein, und im Gegensatz zu manch anderen Teams können wir den Ausfall von zwei oder drei Spielern nicht problemlos kompensieren.“ Gleichzeitig habe sich die Konkurrenz besser auf den BSV eingestellt: „In der Hinrunde hat uns vermutlich niemand so richtig ernst genommen. Viele dachten wohl, wir steigen sowieso wieder ab. Das hat sich mittlerweile komplett gewandelt.“

Die Erwartungshaltung bleibt realistisch

Trotz der aktuellen Tabellenposition und der guten Zahlen bleibt Rosenbrock bei seinen Einschätzungen zurückhaltend. Eine Favoritenrolle weist er entschieden zurück: „Viele tun so, als wären wir plötzlich Meisterschaftsfavorit, aber das sind wir nicht, und das wollten wir für uns selbst auch nie sein.“ Mit dem bisherigen Saisonverlauf zeigt sich der Trainer dennoch sehr zufrieden.

In den verbleibenden vier Saisonspielen trifft der BSV noch auf den TuS Tiste, den Tabellenführer TuS Hemslingen-Söhlingen, die SG Schwitschen/Wittorf sowie den TuS Hemsbünde. Ein konkretes Ziel, wie viele Punkte aus diesen Partien geholt werden sollen, gibt es nicht. Für Rosenbrock zählt in erster Linie die Geschlossenheit des Teams. „Natürlich willst du jedes Spiel gewinnen, ganz egal, ob du als Trainer oder Spieler auf dem Platz stehst. Aber für mich zählt vor allem, dass die Mannschaft weiter so gut zusammenhält“, erklärt er. Eine grobe Orientierung nennt er dennoch: „Sechs bis neun Punkte wären natürlich toll. Aber es gibt eigentlich kein festes Ziel.“

Platz unter den Top Vier als großes Ziel

Angesprochen auf die Platzierung am Saisonende, antwortet Rosenbrock mit einer realistischen Einschätzung: „Wenn ich sage, dass ich jedes Spiel gewinnen will, dann will ich natürlich auch Erster werden. Aber ich bin nicht naiv. Ich gehe davon aus, dass wir am Ende unter die ersten Vier kommen. Und allein das wäre schon ein Riesenerfolg.“ Wichtig sei ihm auch, in Erinnerung zu rufen, wo die Mannschaft noch vor Kurzem stand: „Viele vergessen momentan, wo wir eigentlich herkommen. Nur weil wir gerade oben stehen, verzerrt das die Wahrnehmung.“

Unabhängig vom Abschneiden am Saisonende blickt Rosenbrock mit großem Respekt auf die Leistung seines Teams: „Wir würden uns natürlich freuen, wenn wir am Ende Erster sind. Auch ein zweiter Platz wäre etwas, worüber wir uns freuen. Und selbst wenn wir Dritter oder Vierter werden – klar, das schmerzt vielleicht kurz, gerade wenn man so lange oben mitgespielt hat. Trotzdem kann jeder stolz auf das sein, was er in dieser Saison erreicht hat. Was die Jungs geleistet haben, ist wirklich bemerkenswert.“

>>> Zur 1. Kreisklasse Rotenburg Süd

Das Restprogramm des Bartelsdorfer SV im Überblick:

23. Spieltag: (H) TuS Tiste (13.)
24. Spieltag: (A) TuS Hemslingen-Söhlingen (1.)
25. Spieltag: (H) SG Schwitschen/Wittorf (11.)
26. Spieltag: (A) TuS Hemsbünde (7.)