2026-05-06T12:44:31.715Z

Allgemeines

Der ASV Glonn schöpft nach dem 4:0 gegen Höhenkirchen neue Hoffnung

Abstiegskampf in Kreisklasse 6

von Christian Scharl · Heute, 09:37 Uhr · 0 Leser
FB KK Glonn (weiss) Maximilian Bernhard vs Poing  Julius Wohner
FB KK Glonn (weiss) Maximilian Bernhard vs Poing Julius Wohner – Foto: Sro

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Drei Spieltage vor Schluss schrumpft der Rückstand auf drei Punkte. Der ASV Glonn braucht aber weiterhin fremde Hilfe im Kampf um den Klassenerhalt.

Da waren es nur noch drei. Drei Spieltage vor Schluss der Kreisklassenrunde ist der Rückstand des ASV Glonn auf den Relegationsplatz auf drei Zähler geschrumpft. Dabei sah es zunächst im Nachholspiel gegen Höhenkirchen nicht so aus, als würde der ASV seiner Hoffnung auf ein kleines Wunder im Abstiegskampf neue Nahrung verschaffen. „Es war eine ausgeglichene erste Halbzeit“, so Glonns Abteilungsleiter Jakob Stefer, der auch auf dem Platz mitmischte. „Wir waren eigentlich gut im Spiel, und ein paar Mal hat uns unser Torwart Jakob Riedl gerettet.“

Größtes Plus aber sei gewesen, „dass wir über 90 Minuten das Tempo hoch gehalten haben, während Höhenkirchen Mitte der zweiten Halbzeit etwas nachgelassen hat“. Und sich zudem „spendabel“ zeigte. Nach einer Freistoßflanke von Tobias Stefer beförderte der Höhenkirchener Jan-Luca Tamm den Ball ins eigene Netz (71.). Drei Minuten später rauschte ein Weitschuss von Maximilian Bernhard in die SpVgg-Maschen. „Damit ist eine große Last von uns abgefallen“, nannte Jakob Stefer das 2:0.

Der Druck ließ weiter nach – dank Martin Huber, der einen Elfmeter verwandelte (82.) und das 4:0 folgen ließ (88.). „Wir sind aber weiterhin auf fremde Hilfe angewiesen“, betont Stefer. Zudem müsse man das gewonnene Selbstvertrauen nun in Punkte umsetzen. Das ASV-Einmaleins lautet nun „Drei-Mal-Drei“. Wenn die Konkurrenz entsprechende Ergebnisse beisteuert, könnte der Klassenerhalt noch gelingen. „Es gibt nur noch Endspiele für uns“, weiß Stefer.

Das erste steigt am Sonntag, 14.30 Uhr, beim TSV Haar. „Keine Ahnung, was uns dort erwartet“, so der ASV-Chef: „Die gleiche Mannschaft, die vergangene Saison um den Aufstieg gespielt hat, steht nun hinten drin. Aber egal, wir brauchen diese drei Punkte.“

Mit Grauen dürfte sich Markt Schwabens Trainer Wolfgang Widl an das Vorrundenspiel erinnern. Mit 6:2 überrollte der VfB den Nachbarverein, die Vorzeichen deuten aber vor dem morgigen Duell nicht auf eine Wiederholung dieses Ausgangs hin. Der VfB rutschte durch eine Minusserie an den Relegationsstrich heran und muss um den Klassenerhalt bangen, während die Schwabener gesichert im Mittelfeld platziert sind. Der VfB II braucht also jeden Punkt, der Gastgeber kann die Partie entspannt angehen.

Da die große Jubiläumswoche zum 75-jährigen Vereinsbestehen (13. - 17. Mai) ihre Schatten vorauswirft, wäre der Zeitpunkt für den ersten Sieg seit sechs Partien ideal für den SV Hohenlinden.

Titelgewinn und Aufstieg sind eingefahren, der Ehrgeiz aber noch nicht gestillt. Versichert zumindest Poings Meistercoach Stefan de Prato. „Wir sind angetreten mit dem Willen, jedes Spiel zu gewinnen. Und so werden wir auch nach Kirchseeon fahren.“ Allerdings werde man ein paar Zugeständnisse machen. „Es werden ein paar spielen, die bislang nicht so zum Zug gekommen sind.“ Auch um Angeschlagenen Schonung zu ermöglichen.

Allen voran Stefan de Prato selbst. „Meine Leiste ist entzündet. Ich habe zuletzt nur unter Ibu gespielt.“ Jetzt könne er auf die Schmerzmittel verzichten: „Der Kader ist groß und gut genug. Und für die Jungs ist es eine Herausforderung, gegen einen coolen Gegner antreten zu dürfen.“ Kirchseeon dürfte ihnen eine meisterliche Leistung abverlangen, denn noch ist der Relegationsplatz nicht vergeben. Sollte Grafing (derzeit fünf Zähler Vorsprung) nochmal stolpern, wollen Dimitrios Georgakopoulos und sein ATSV zur Stelle sein.

Härtetest für die Heimelf: Das fünf Punkte dicke Polster will Grafing vor der Aufstiegsrelegation nicht mehr einbüßen.