2026-06-01T10:27:43.393Z

Relegation

Der ASV Cham wirft die Flinte nicht ins Korn

Maloku-Mannen brauchen im Fürther Ronhof einen Sahnetag, wollen sie das 1:3 aus dem Hinspiel noch drehen – Haimerl-Sperre schmerzt

von Florian Würthele · Heute, 14:38 Uhr · 0 Leser
Chams Defensivmann Simon Haimerl (links) verpasst das Rückspiel in Fürth aufgrund einer gelbroten Karte.
Chams Defensivmann Simon Haimerl (links) verpasst das Rückspiel in Fürth aufgrund einer gelbroten Karte. – Foto: Wolfgang Zink

Was geht noch für den ASV Cham? Nach der ernüchternden 1:3-Heimniederlage gegen die SpVgg Greuther Fürth II ist der Traum vom Aufstieg in die Regionalliga zwar noch nicht ausgeträumt. Und doch stehen die Oberpfälzer kurz vorm Aufwachen. Kapitän Marco Pfab und seine Mitstreiter müssen im alles entscheidenden Relegations-Rückspiel am Dienstagabend zwei Tore aufholen. Dementsprechend benötigen sie einen echten Sahnetag und fast schon ein kleines Fußballwunder, um das Blatt noch wenden zu können. Die Partie wird im 16.626 Zuschauer fassenden Sportpark Ronhof ausgetragen. Anpfiff ist um 18.30 Uhr.


Viel Lob erntete der ASV Cham beim Hinspiel für die Austragung und Organisation. Obwohl das Stadion an der Further Straße aus allen Nähten platzte und mit 3.129 Zuschauern offiziell ausverkauft war, verlief alles im Hintergrund reibungslos. „Das Event an sich war super. Ich denke, es hat den ASV Cham gut präsentiert und wir haben uns positiv dargestellt“, blickt Sportlicher Leiter Michael Plänitz auf diesen tollen Fußballabend zurück. Sportlich hätte man sich „natürlich ein bisschen mehr erhofft“, sprich eine bessere Ausgangsposition fürs Rückspiel. „Durch das 1:3 ist diese schwierig.“ Dass die ballsichere und clevere Profi-U23 des Zweitligisten verdient gewonnen hat, will Plänitz auch gar nicht in Abrede stellen: „Sie waren ein wenig abgezockter und cleverer und bei Standards einfach gefährlicher. Da haben sie ihr Qualität ausgespielt. Trotz der Niederlage ist es für uns wieder ein guter Lernprozess. Hoffentlich nehmen die Spieler einiges mit, was sie morgen besser machen können.“

Die Hypothek ist groß fürs Rückspiel. Nichtsdestotrotz werfen die Chamer die Flinte noch nicht ins Korn. Plänitz gibt sich kämpferisch: „Nach dem Freitagsspiel waren trotzdem alle positiv. Im Fußball ist vieles möglich. Realistisch ist es Stand jetzt nicht, das wissen wir auch, aber im Fußball geht's so schnell – eine Rote Karte, ein frühes Tor... Auch für Fürth muss das Spiel erstmal gespielt werden. Wir fahren dorthin, um nochmal alles rauszuhauen. Auch wenn wir wissen, dass es schwer wird.“

Personell schmerzt das Fehlen von Simon Haimerl. Chams Defensivmann hat sich in der Schlussphase des Hinspiels eine gelbrote Karte eingehandelt. Diese zieht laut Regelwerk in der Regionalliga-Relegation eine Sperre nach sich. Mit den Worten „tut uns für das Rückspiel weh“ kommentierte ASV-Trainer Faruk Maloku dies nach dem Spiel. „Ansonsten sind alle fit und der gleiche Kader wie am Freitag steht zur Verfügung“, informiert Plänitz, der speziell vor zwei Fürther Akteuren warnt: „Mit Dominik Adlung und Lado Akhalaia haben sie zwei Unterschiedsspieler in ihren Reihen. Die zwei haben es im Hinspiel sehr gut gemacht und den Unterschied gemacht. Wir müssen Mittel finden, sie morgen im Zaum zu halten.“

Generell sei der Sechzehnte der abgelaufenen Regionalliga-Saison „individuell eine sehr gute Mannschaft“. Am heutigen Montagabend hat der Vizemeister der Bayernliga Nord Abschlusstraining. Der Sportliche Leiter bekräftigt abschließend: „Ich persönlich fahre mit einem positiven Gefühl hin. Alle haben Bock. Unseren mitreisenden Fans wollen wir einen guten Kampf mit auf den Weg geben. Wir wollen uns nicht abschlachten lassen und wir versuchen, ein Fußballspiel zu gewinnen.“