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Ligavorschau

Der Abstiegskampf spitzt sich zu

Kreisklasse B Sinsheim +++ Ehrstädt fast nur noch auswärts +++ Am Sonntag darf der SV gegen Berwangen aber zuhause ran

von red. · 14.03.2025, 18:00 Uhr · 0 Leser
Die Ehrstädter (blau) wollen sich über den Abstiegsstrich retten.
Die Ehrstädter (blau) wollen sich über den Abstiegsstrich retten. – Foto: G. Seitz

Müssen ist immer gleichbedeutend mit Druck. "Das Wort müssen habe ich bewusst noch nicht häufig verwendet, aber in unserer Situation sollte jedem bewusst sein, dass wir so ein Spiel wie das anstehende auch mal unerwartet gewinnen sollten", bezeichnet Daniel Keitel die Ausgangslage seines SV Ehrstädt im Abstiegskampf der Kreisklasse B.

Jenes anstehende Spiel findet auf dem heimischen Geläuf gegen den FC Berwangen und damit gegen einen an einem guten Tag vermeintlich schlagbaren Kontrahenten statt. Gäbe es da nicht den jüngsten Auftritt, der es dem SV-Trainer und seinen Mitstreitern schwer macht allzu großen Optimismus auszustrahlen.

"Das war katastrophal von uns", bringt Keitel die 2:5-Pleite beim SV Rohrbach/S. II vom vergangenen Sonntag auf den Punkt. Immerhin kann er seinen Schützlingen zugutehalten, "dass wir nach dem 0:5 nach 30 Minuten das Ergebnis erträglich gestaltet haben." Der Totalausfalls der ersten halben Stunde ist dennoch ein Erlebnis, das nicht so schnell aus den Köpfen gebannt werden kann. Der Coach konstatiert: "Es hat einfach gar nichts gestimmt."

Nach zwei Tagen Abstand gewinnen versuchten die Ehrstädter das Erlebte im Dienstagtraining so gut es ging abzuhaken und zur Tagesordnung überzugehen. Auf jener steht der FC Berwangen, der am Sonntag um 15 Uhr im Sinsheimer Stadtteil aufschlägt. Der Coach sagt: "Trotz des Rohrbach-Spiels sehe ich uns gegen Berwangen nicht chancenlos, auch wenn wir naturgemäß ein bisschen negativer gestimmt sind."

Doch längst nicht alles ist schlecht rund um den SVE. "Wir haben nahezu alle Mann zur Verfügung, lediglich unserer Winter-Rückkehrer Justin Hagendorn fällt verletzt vorerst aus", verrät Keitel, der sich selbst trotz Knieprobleme im Abstiegskampf auf dem Feld einbringen will, "ich muss kürzertreten, werde aber ab und an auflaufen."

Den erstmals stattfindenden Abstiegskampf in der Kreisklasse B haben die Ehrstädter derweil längst angenommen. "Dass es drei Mannschaften direkt erwischt, wissen wir noch gar nicht so lange, aber so ist es nun einmal", so der 33-Jährige, der sich längst auf den Fünfkampf eingestellt hat. Neben seinen Ehrstädtern streiten sich Landshausen, Grombach/Obergimpern, Daisbach sowie Kirchardt II um einen sicheren Nichtabstiegsrang sowie den Relegationsplatz.

Ein Nachteil aus Ehrstädter Sicht ist zweifellos der Spielplan, laut dem es nur noch vier Heimspiele gibt. "Unser Platz bekommt Ende März eine automatische Beregnungsanlage, deshalb haben wir in der Vorrunde schon bei einigen Partien das Heimrecht getauscht", klärt Keitel auf.

Unabhängig vom Saisonausgang sind die SV-ler auf der Suche nach einem Partner für eine Spielgemeinschaft der zweiten Mannschaft. "Wir haben die Quantität in unserem Kader deutlich erhöht in den vergangenen Monaten", sagt der Trainer und wünscht sich für möglichst alle Kicker genügend Spielzeit in der kommenden Runde.