
Nach der Heimniederlage gegen die DJK Adler Union Frintrop (1:4) am vergangenen Wochenende wartet jetzt ein anspruchsvolles Restprogramm auf den 1. FC Monheim im Kampf um den Klassenerhalt der Oberliga.
Alle drei kommenden Gegner sind in der Spitzengruppe der Liga zu finden, zwei davon – der VfB 03 Hilden und Ratingen 04/19 – befinden sich noch im Kampf um den Aufstieg in die Regionalliga. Dabei hat es sich der FCM in den vergangenen Wochen selbst oft schwer gemacht und in einigen Partien Punkte vergeben.
So auch gegen Frintrop, wie Trainer Dennis Ruess die Partie reflektiert: „Es war wieder Kategorie: ‚Brauchst du nicht verlieren, hast du aber’. Das ist schon ärgerlich. Aber wir wollen uns jetzt nicht mehrdamit aufhalten. Wir wissen, dass das in der Gesamtheit nicht gut war, aber wir schauen jetzt nach vorne.“ Nach vorne schauen bedeutet für den FCM die Vorbereitung auf den kommenden Gegner SC St. Tönis 1911/20, der an diesem Sonntag ab 15 Uhr im Rheinstadion zu Gast sein wird.
Aktuell liegt St. Tönis mit 54 Punkten auf Rang vier in der Tabelle. Mit neun Punkten Rückstand auf Tabellenführer Ratingen ist es nicht mehr aktiv am Aufstiegsrennen beteiligt, nicht zuletzt da Tönis in den vergangenen drei Spielen lediglich zwei Punkte einfuhr. Auf ein torloses Spiel gegen den VfL Jüchen-Garzweiler folgte eine Niederlage gegen Frintrop (2:4), und auch am vergangenen Wochenende gegen die Sportfreunde Baumberg blieb es beim Endstand von 0:0 bei einem Punkt für St. Tönis.
Ruess spricht, insgesamt auf die Saison bezogen, aber in hohen Tönen über die Mannen von Bekim Kastrati: „Sie bestätigen die Spielzeit der letzten Saison. Es ist eine Mannschaft, die sehr beweglich ist, technisch sehr gut und offensiv denkend. Sie haben viele gute Abschlussspieler in der Offensive. Das haben wir im Hinspiel schon gesehen.“ Das gab es im November und endete in einem 2:2-Remis, das von hoher Intensität geprägt war. „Da musst du dich drauf einstellen, es ist eine Mannschaft, die dich beschäftigt“, sagt Ruess.
Worauf es für die Monheimer ankommt, ist aber nicht nur, die noch zum avisierten Saisonziel von 40 Punkten fehlenden drei Zähler einzufahren, sondern: „In erster Linie geht es uns darum, unsere Mentalität ins Spiel zu bringen, eine Klarheit im Spiel zu haben, im Ball, gegen den Ball und vor dem gegnerischen Tor. Zur Not auch malim eigenen Defensivbereich. Wir wollen auch wieder präsenter bei zweiten Bällen sein“, sagt Ruess zum Matchplan. Diese Mentalität konnte der FCM bereits in anderen Partien beweisen, wie etwa gegen den VfB Homberg, als die Rheinstädter das Spiel nach dem 1:2-Pausenrückstand drehten und 3:2 gewannen.
Ob der aktuellen Tabellensituation mache sich der FCM laut Ruess aber keinen zusätzlichen Druck: „Druck ist ja die ganze Zeit drin. Der Gegner, der kommt, hat ja auch Druck. Ob wir jetzt müssen oder nicht müssen – wir wollen unsere Leistung bringen“, sagt der FCM-Trainer.
In Monheim schaue man aber natürlich trotzdem weiterhin auf die Entwicklungen: „Wir beobachten die Situation und haben da ein waches Auge drauf. Wir sind uns aber auch bewusst, dass wir alles in der eigenen Hand haben. Ja, es kommen schwere Gegner, und dennoch ist in jedem Spiel immer alles möglich. Es ist für uns entscheidend, dass wir unsere Möglichkeiten, all das, was uns zur Verfügung steht, auf den Platz bringen“, sagt Ruess. Die Spiele würden anspruchsvoll und den Monheimern einiges an Arbeit abverlangen, die Bereitschaft sei laut Ruess aber da. Diese Bereitschaft will der FCM am Sonntag zunächst gegen St. Tönis auf den Platz bringen, bevor es nach der Pfingst-Pause gegen Hilden und zum Saisonfinale gegen Ratingen geht.