2026-04-10T07:15:08.667Z

Allgemeines

Denklingens Taktik gegen Deisenhofens U23 geht auf

Abstiegskampf in Bezirksliga Süd

von Christian Heinrich · Heute, 17:30 Uhr · 0 Leser
Fußball; Saison 2025/26; Bezirksliga; der zweifache Torschütze Christoph Schmitt vom VfL Denklingen (in Blau) im Heimspiel gegen den FC Deisenhofen U23 am 12. April 2026
Fußball; Saison 2025/26; Bezirksliga; der zweifache Torschütze Christoph Schmitt vom VfL Denklingen (in Blau) im Heimspiel gegen den FC Deisenhofen U23 am 12. April 2026 – Foto: Holger Wieland
Mit einer robusten Spielweise kaufte der VfL Denklingen der spielstarken U23 des FC Deisenhofen den Schneid ab. Spielertrainer Christoph Schmitt zeigte ungeahnte Torjägerqualitäten.

Die Hoffnung lebt weiter. Mit dem 3:1 (3:0)-Erfolg über die U23 des FC Deisenhofen hält der VfL Denklingen im Abstiegskampf der Bezirksliga Süd weiterhin alle Karten in eigener Hand. „Dieser Sieg war Gold wert“, stellte Christoph Schmitt klar. Der Spielertrainer des VfL trug mit zwei Treffern maßgeblich zu dem eminent wichtigen Heimsieg bei. Damit verkürzte seine Mannschaft den Abstand auf den SV Raisting um drei Zähler und hält weiterhin Kontakt zum formstarken TSV Geiselbullach, der sich momentan mit zwei Zählern mehr im gesicherten Mittelfeld befindet.

Denklingen lässt den technisch versierten Gegner nicht ins Spiel kommen

Dass die Denklinger nach dem letzten Heimsieg über den SV Bad Heilbrunn (3:0) auch die Junioren des FC Deisenhofen mit einer Niederlage nach Hause schickten, war auch Schmitts Taktik zu verdanken. Der Coach wollte dem spielstarken Nachwuchs des Bayernligisten die Lust am Fußball durch robusten körperlichen Einsatz nehmen. „Unser Plan ist aufgegangen“, registrierte der Coach mit Freude, dass die Gäste überhaupt nicht ins Kombinieren kamen. Stattdessen legte sein Team schon früh mit dem Toreschießen los. Als der gegnerische Torhüter einen Freistoß von Simon Ried nur abklatschen konnte, war Elias Greinacher sofort zur Stelle (6.).

VfL-Spielertrainer Christoph Schmitt schnürt binnen drei Minuten einen Doppelpack

Die Führung flößte den Platzherren weiteres Selbstvertrauen ein, die in der Folgezeit sicher standen und so gut wie keine Chancen ihres Kontrahenten zuließen. Auch wenn der VfL einige Umschaltmomente besser hätte nutzen können, ging die Torproduktion noch vor der Pause weiter. Ausgerechnet Schmitt, der eigentlich nicht als bekennender Torjäger bekannt ist, sorgte mit einem Doppelschlag für die frühe Vorentscheidung. Beim 2:0 (27.) profitierte er von einer feinen Vorlage von Simon Ried, bei seinem zweiten Tor traf er von der Strafraumlinie aus einem Gewühl heraus (30.).

Deisenhofer Treffer in der Schlussminute kommt zu spät

Obwohl sich der Abstiegskandidat nach dem Seitenwechsel noch die eine oder andere Chance erwirtschaftete, blieb ihm das erlösende 4:0 verweigert. „Da wäre dann der Deckel drauf gewesen“, räumte der Coach ein. So standen die Denklinger trotz der klaren Führung unter einem latenten Druck. „Ein Tor hätte Deisenhofen genügt, um das Spiel noch einmal spannend zu machen“, gab Schmitt zu. Seine Mannschaft unternahm alles, um den Treffer des FC zu verhindern. Der Übungsleiter sprach von einem regelrechten „Abnutzungskampf“, den sich sein Team mit den Gästen lieferte. Am Ende gelang dem Tabellenneunten dann doch noch das 1:3 durch Florian Weber (90.). Dieser Treffer fiel aber zu spät, um die Partie noch nachhaltig zu verändern.

Denklingens Sieg durch Verletzung von Simon Ried getrübt

Das Gegentor konnte der VfL verkraften. Größere Auswirkungen könnte dagegen die Verletzung von Simon Ried nach sich ziehen, die er Mitte der zweiten Hälfte erlitten hatte. Bei einem Sprint spürte der Stürmer, wie plötzlich sein Oberschenkel zumachte. „Wir können aber nicht sagen, ob es sich um eine Verhärtung, eine Zerrung oder einen Muskelfaserriss handelt“, überließ Schmitt die genaue Diagnose den Ärzten.

Statistik

VfL Denklingen – FC Deisenhofen U23 3:1 (3:0) Tore: 1:0 (6.) Greinacher, 2:0 (27.) Schmitt, 3:0 (30.) Schmitt, 3:1 (90.) Weber. Gelbe Karten: Denklingen 1, Deisenhofen 1. Schiedsrichter: Markus Steingruber. Zuschauer: 100.