2026-01-09T09:36:09.492Z

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Drei Jahre oder sogar noch länger in Garmisch-Partenkirchen? Markus Ansorge soll beim Landesligisten langfristig arbeiten
Drei Jahre oder sogar noch länger in Garmisch-Partenkirchen? Markus Ansorge soll beim Landesligisten langfristig arbeiten – Foto: Oliver Rabuser

Denklingens Coach übernimmt Garmisch-Partenkirchen: Ansorge erfüllt sich einen Traum

„Ideale Herausforderung“

Nach sechs Jahren ist Schluss: Markus Ansorge hört beim VfL Denklingen auf und wechselt nach Garmisch-Partenkirchen in die Landesliga.

Seit knapp sechs Jahren führen der VfL Denklingen und Markus Ansorge eine wechselhafte, weitgehend jedoch harmonische Beziehung. Derzeit befindet sich der Verein auf dem Höhenflug, der ihn mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit mindestens eine weitere Spielzeit in der Bezirksliga beschäftigen wird. Dann allerdings ohne seinen Erfolgstrainer. Beide Seiten richten sich neu aus, das stand schon länger fest. Markus Ansorge übernimmt den Landesligisten 1. FC Garmisch-Partenkirchen als Cheftrainer. Bei den Denklingern ist die Nachfolgeregelung bereits geklärt. Sie präsentieren ihren neuen Vorarbeiter in den kommenden Tagen.

Markus Ansorge führt den VfL Denklingen erneut zum Klassenerhalt in der Bezirksliga Süd

Fünf Spieltage hat der VfL in dieser Saison noch zu absolvieren. Das Tabellenbild lässt keinen Zweifel an der komfortablen Situation für die Denklinger. Nach dem überraschenden Sieg in Planegg sind es 13 Zähler Abstand zu den Plätzen, die in die Abstiegsrelegation zwingen. Ein sattes Pfund, mit dem sich im Saisonfinale wuchern lässt.

Der Spielplan sieht für die Lechrainer noch zwei schwierige, aber auch drei lösbare Aufgaben vor. Denklingen wird die Liga halten, sein aktueller Coach aber definitiv aufsteigen. Ansorge wechselt unter das Kramermassiv an den Gröben, wo sich den Zuschauern auf der Tribüne ein pittoresker Blick auf Alpspitze, Waxenstein und Zugspitze bietet.

„Nach Garmisch gehen Spieler, weil sie etwas erreichen wollen. Das als Trainer zu fördern, ist meine Aufgabe.“

Markus Ansorge über seine Pläne mit Garmisch-Partenkirchen in der Landesliga.

Für Ansorge erfüllt sich mit dem Wechsel ein kleiner Lebenstraum. Er ist nahe der Sportanlage aufgewachsen, wurde einen Steinwurf entfernt eingeschult, und er kehrte dorthin als Stützpunkttrainer zurück, ehe er vor dem Job in Denklingen für zwei Spielzeiten den SV Raisting trainierte. „Die Verbundenheit ist da“, so der 58-Jährige, und der Reiz, den Traditionsklub aus der Werdenfelser Marktgemeinde zu übernehmen, sowieso. „Du kannst hier vielen jungen Spielern deine Ideen vermitteln, eine Mannschaft entwickeln“, sagt Ansorge. So geschehen in Denklingen: „Auch da haben wir etwas geformt.“

Ein wenig umstellen wird sich der Peitinger dennoch müssen. Das FC-Team hat eine ganz andere Altersstruktur, Routiniers sind eher eine Randgruppe. Doch genau dieser Umstand macht für ihn die Aufgabe attraktiv. „Nach Garmisch gehen Spieler, weil sie etwas erreichen wollen. Das als Trainer zu fördern, ist meine Aufgabe.“ Zuletzt im Heimspiel der Garmisch-Partenkirchener gegen den FC Unterföhring stellte sich Ansorge mit seiner Lebensgefährtin der FC-Mannschaft vor. An der Substanz des Teams hegt der Fußballlehrer keinerlei Zweifel. „Das Potenzial für die Landesliga ist da, der Grundstock für eine gute Saison gegeben.“ Gespräche mit dem Klub über mögliche Verstärkungen laufen bereits.

Zuletzt musste sich der FC zweimal während der Saison aus dem Tabellenkeller kämpfen, um dann den Ligaverbleib aber souverän zu meistern. Im vergangenen Spätherbst wurde die Negativserie dem aus dem Oberhausener Gemeindeteil Maxlried stammenden Florian Heringer zum Verhängnis. Verein und Trainer trennten sich nach zweieinhalb Jahren. Stefan „Speedy“ Schwinghammer sprang als Helfer in der Not ein und brachte die Mannschaft wieder auf Kurs.

Landesligist FC Garmisch-Partenkirchen plant langfristig mit Ansorge

Über die Laufzeit wurde keine Vereinbarung getroffen. „Wir fangen jetzt einfach mal an“, so der 58-Jährige. Etwas akkurater formuliert es der Klubchef. „Drei bis vier Jahre sollte ein Trainer schon da sein“, betont Arne Albl, dem Ansorges Wirken bei dessen derzeitigen Verein nicht verborgen geblieben ist. „Markus hat in Denklingen gute Arbeit geleistet.“ Und zwar als „disziplinierter und akribischer Trainer“, wie Ludwig Kirchbichler verdeutlicht. Der VfL-Fußballerchef freut sich für seinen langjährigen Weggefährten. „Die Rahmenbedingungen in Garmisch sind hervorragend, da kann man etwas bewegen.“

Nach sechs Jahren in Denklingen sei der FC „eine Stufe höher ideal für eine neue Herausforderung“. Und auch den FC-Oberen gratuliert Kirchbichler. „Garmisch hat einen guten Fang gemacht.“ Zu welcher Lösung sie nunmehr beim VfL gefunden haben, möchte der Spartenchef in absehbarer Zeit verkünden. Die Zusage des Auserkorenen hat der Klub bereits, es gibt aber noch kleinere Details zu klären. Gleichwohl kündigt Kirchbichler „eine gute Lösung“ an.

Aufrufe: 015.4.2025, 10:23 Uhr
Oliver RabuserAutor