
Fst ein halbes Jahr musste der VfL Denklingen auf Stürmer Simon Ried verzichten. Jetzt ist er wieder fit.
Denklingen - Er ist wieder da! Fußball-Bezirksligist VfL Denklingen ohne Torjäger Simon Ried (32) - das ist ungefähr so, als müsste der FC Bayern auf Harry Kane verzichten. Und das fast ein halbes Jahr lang: Letzter 90-Minuten-Einsatz der „sportlichen Lebensversicherung“ des VfL war am 16. August 2025 beim 1:1 in Ohlstadt.
Aber jetzt ist „Simba“ zurück auf dem Feld. Beim 3:3 am Sonntag im ersten Vorbereitungsspiel gegen den schwäbischen Bezirksligisten TSV Haunstetten feierte die „Tormaschine“ des VfL (insgesamt samt Gastspiel in Kaufbeuren 208 Treffer und 75 Assists in 329 Pflichtspielen) sein Comeback nach einem Kahnbeinbruch im Knöchel.
45 Minuten lang stand Ried auf dem Platz, ließ, auch wenn er selbst keine echte Torchance hatte, aufblitzen, warum er so wichtig für den VfL ist: Er band permanent einen Abwehrspieler, dirigierte seine Mitspieler, leistete eine prima Vorlage für Lukas Greif – und hätte fünf Minuten vor der Pause beinahe wieder mal ein spektakuläres, typisches Simba-Tor erzielt. Aber sein Schuss aus 35 Metern über den Torwart landete nur an der Latte. „A verreckter Hund is er scho“, lobte Rieds langjähriger Ex-Trainer Markus Ansorge (zur Zeit ohne Job) unter den Zuschauern am Spielfeldrand.
Nach Halbzeit eins war Schluss. „Nach drei Trainingseinheiten und der langen Pause haben 45 Minuten gereicht. Ich hatte keine Probleme, jetzt müssen wir die Einsatzzeiten langsam steigern. Wichtig ist, dass ich fünf Wochen wieder voll da bin“, so der Stürmer.
Rieds Comeback macht auch Spielertrainer Chris Schmitt (36) Mut im Abstiegskampf: „Man hat gesehen, wie brutal wichtig Simba für uns ist. Das ist gleich ein ganz anderes Spiel.“
Der VfL belegt aktuell Relegationsplatz 13 in der Bezirksliga Oberbayern. 13 Punktspiele stehen noch aus. Nächster Test: Am Samstag (15 Uhr) kommt Schwaben-Bezirksligist VfL Kaufering nach Denklingen.