
Denn nach einem Saisondrittel stehen aktuell nur vier Pünktchen auf der Habenseite. Besonders die defensive Stabilität fehlt der Mannschaft von Timo Krautwurst noch. Kassierte der VfL in der gesamten letzten Spielzeit in der Landesklasse nicht mal 30 Gegentore, sind es nun nach einem Saisondrittel bereits 37 Stück.
Gemeinsam mit Dominik Franke ziehen wir ein kleines Zwischenfazit, sprechen über die Probleme in der Defensive und das anstehende Heimspiel gegen den FSV Schleiz...
FuPa Thüringen: Hallo Dominik, bisher seid ihr noch nicht so richtig in der Thüringenliga angekommen. Was sind deiner Meinung nach dafür die Gründe?
Dominik Franke: Nachdem der Spielplan veröffentlicht wurde, war uns direkt bewusst, dass wir eines der schwersten Startprogramme der Liga haben werden. Hier haben wir auch entsprechendes Lehrgeld zahlen müssen. Viele unserer Spieler mussten sich auch erstmal an das höhere Tempo gewöhnen. Dies muss man ihnen zugestehen. Das Spiel gegen Geratal hätten wir beispielsweise niemals verlieren dürfen. So kommt eines zum anderen und das Selbstvertrauen sinkt logischerweise vom Spiel zu Spiel. Wenn man einmal unten drin ist, wird es immer schwerer sich da selbst rauszuziehen. Das Spielglück war auch in manchen Spielen nicht auf unserer Seite. Wenn ich hier beispielsweise an die Spiele gegen Geratal und Bad Langensalza zurückdenke. Des Weiteren haben wir jede Woche mit wichtigen Ausfällen und den daraus resultierenden Umstellungen zu kämpfen. Die ist sicherlich nicht von Vorteil in der aktuellen Situation .
FuPa Thüringen: Warum bekommt ihr vor allem defensiv bisher nicht die Kompaktheit hin, die euch letztes Jahr noch ausgezeichnet hat?
Dominik: In den ersten Spielen sind beide Stamminnenverteidiger (Anm. d. Red. Marcus Weyer und Julius Benkenstein) und somit unser Grundgerüst der letzten Saison leider verletzungsbedingt ausgefallen. Das hat nicht nur Auswirkungen für unsere Defensive, sondern auch unsere Offensive gehabt. Wir haben nicht ansatzweise unser Spiel aus dem letzten Jahr aufziehen können. Die Ergebnisse sehen sicherlich furchtbar und auch ein stückweit peinlich aus. Aber ich muss sagen, dass wir es oftmals über weite Strecken des Spieles garnicht so verkehrt machen. Leider fehlte uns häufig in den letzten Minuten immer die Konzentration und Kompaktheit. Sicherlich werden einfache Fehler in der Thüringenliga anders bestraft als in der Landesklasse. Von diesen vermeidbaren Fehlern machen wir einfach noch zu viele und sind in einigen Situation zu passiv. Dies müssen wir schleunigst abstellen. Dies wird sich dann hoffentlich in den Ergebnissen widerspiegeln. In den kommenden Wochen sollten wir uns in meinen Augen viel mehr zutrauen und nicht so ängstlich agieren. Natürlich ist das aufgrund des fehlenden Selbstvertrauen schwierig. Aber den Schalter müssen wir einfach umlegen, um in dieser Klasse mithalten zu können. Das Potential ist da, wir müssen es nur endlich beweisen und unser Herz auf dem Platz lassen!
FuPa Thüringen: Du hast es angesprochen, dass Julius Benkenstein lange fehlt. Nun hat er zweimal mitgewirkt, musste aber in Weida vom Platz.
Dominik: Es ist so bitter. Er hat sich in Weida wohl wieder schlimmer verletzt. Ihn so zu sehen, hat mir letzte Woche sehr leid getan und ich hoffe sehr, dass er die Kraft und Energie im Körper hat, sich hier in den nächsten Monaten wieder fit zu machen und zurück zu kämpfen! Das hat er sich mehr als nur verdient. Ich möchte ihn als meinen Freund "Gute Besserung wünschen!"
FuPa Thüringen: Bisher habt ihr alle Punkte zu Hause geholt. Was stimmt dich optimistisch, dass ihr gegen Schleiz den zweiten Saisonsieg einzutüten könnt?
Dominik: Um ehrlich zu sein erwarte ich ein Spiel auf Augenhöhe. Es wird auf die Grundtugenden wie Wille, Einsatz und Laufbereitschaft ankommen. Sollten wir diese von Minute 1 bis 90 auf den Platz bekommen, werden wir das Spiel hoffentlich für uns entscheiden können und den zweiten Saisonsieg endlich einfahren. Ich denke es würde uns als Mannschaft, dem Verein und dem Umfeld gut tun und unser Selbstvertrauen ein stückweit zurückbringen. Das brauchen wir unbedingt! Deswegen erwarte ich von uns Spielern eine ordentliche Spielvorbereitung und die richtige Einstellung für dieses wichtige Spiel.