
Der TSV Oberalting verliert in Maisach und sammelt nur einen Punkt aus vier Spielen. Der SC Weßling kassiert in letzter Minute den Ausgleich.
SC Maisach – TSV Oberalting-S. 2:0 (1:0) Tore: 1:0 Huber (30.), 2:0 Simic (65./FE)
Gegen Ende einer lange Zeit starken Kreisliga-Saison scheint dem TSV Oberalting-Seefeld etwas die Puste auszugehen. Das Team von Trainer Manuel Feicht hat aus den vergangenen vier Partien lediglich einen Punkt geholt. Eine Woche nach dem 2:2-Unentschieden im Derby beim TSV Gilching-Argelsried II verloren die Seefelder beim abstiegsbedrohten SC Maisach mit 0:2. Oberalting ist vier Spieltage vor Saisonende Tabellenfünfter, mit fünf Punkten Rückstand auf Relegationsrang zwei.
Die erste Halbzeit verlief ohne klare Torchancen, Feicht sah ein eigentlich klassisches „0:0-Spiel“. Wie so häufig in solchen Duellen fiel dann aber doch ein Tor, und das auf kuriose Art und Weise. Nach gut einer halben Stunde segelte ein Eckball in den Strafraum der Gäste, hüpfte auf dem holprigen Rasen auf, über den Oberaltinger Verteidiger hinweg und genau vor die Füße des Maisachers Lukas Huber. Der traf die Kugel zwar nicht richtig, der Ball landete aber dennoch im Netz. „Unfassbar“, kommentierte Feicht den bitteren Gegentreffer. Über Luca Mittmann und Moritz Dreher kamen die Gäste in der ersten Halbzeit noch einmal gefährlich vor das gegnerische Tor, konnten daraus aber letztlich kein Kapital schlagen.
Nach dem Seitenwechsel war Oberalting zunächst am Drücken, Kevin Mantel bediente Mahdi Shokory, doch dessen Direktabnahme landete neben dem Tor. Wenig später scheiterte Markus Hüttling nach einem Eckball mit einem Abschluss aus der Drehung.
Die Drangphase der Gäste endete jedoch, als sie nach einem Fehlpass ausgekontert wurden und Maisachs Afdal Tomangbe im Oberaltinger Strafraum von Roman Hülttling und Torwart Maximilian Kraus zu Fall gebracht wurde. Den Protesten der Gäste zum Trotz entschied der Unparteiische auf Strafstoß, und Frano Simic erhöhte auf 2:0 für Maisach. In der Folge kam der TSV nicht mehr zu klaren Torchancen und musste sich mit dem Ergebnis abfinden.
SC Oberweikertshofen II – SC Weßling 2:2 (0:0) Tore: 0:1 Sturm (50.), 0:2 Koller (55.), 1:2 Kuppelwieser (78.), 2:2 Riedmair (90.)
In einer holprigen Partie mit ansehnlichen Treffern trennten sich der SC Oberweikertshofen II und der SC Weßling in der Kreisliga 2 mit 2:2. Nach einer torlosen ersten Hälfte brachte Weßling die Partie zunächst auf seine Seite, musste am Ende jedoch noch den späten Ausgleich hinnehmen. Mit dem Remis hat der Sportclub zwei wichtige Zähler im Rennen um Relegationsplatz zwei liegenlassen.
„Ich habe ein schweres Spiel bei der Hitze erwartet“, sagte Trainer Milan Lapuh. „Wir haben unsere Leistungen aus den letzten guten Spielen nicht gebracht. Vor allem die erste Halbzeit war nicht gut von uns.“ Auf dem schwierigen Geläuf entwickelte sich wenig Spielfluss: „Der Platz war holprig, brettlhart und trocken – es war eher ein Sommerkick.“
Zudem fehlte es dem SCW an Präsenz. „Wir waren nicht so präsent in den Zweikämpfen.“ Dass es zur Pause noch 0:0 stand, lag auch am Gegner: „Wir hatten Glück, hätten schon ein, zwei kassieren können. Oberweikertshofen war aber auch nicht konsequent.“
Nach dem Seitenwechsel zeigte sich Weßling deutlich effektiver. Marius Sturm traf in der 50. Minute sehenswert per Seitfallzieher zur Führung, ehe Markus Koller nach einem Standard nur fünf Minuten später auf 2:0 erhöhte. „Da müssen wir das Spiel eigentlich nur noch runterspielen“, ärgerte sich Lapuh. Doch die Gäste verloren die Kontrolle. „Wir haben nicht aufgepasst“, so der Trainer. Nach einem Steckpass verkürzte Kuppelwieser in der 78. Minute. Weßling verpasste es, den Deckel draufzumachen. „Wir hatten noch viele hundertprozentige Chancen, da müssen wir das dritte oder vierte Tor machen“, meinte Lapuh.
So kam es, wie es im Fußball oft passiert. In der Schlussminute entschied der Schiedsrichter auf Handfreistoß – eine umstrittene Szene. Der Versuch aus rund 20 Metern wurde abgefälscht und landete im Tor zum 2:2-Endstand. „Der wäre wohl zur Eckfahne gegangen“, so Lapuh. „Heute ärgern wir uns wegen der Chancenverwertung. Aber wir sind in der Jägerrolle.“ Schon kommende Woche soll gegen den FC Deisenhofen III die passende Antwort folgen.
TSV Gilching-A. II – FC Eichenau 2:1 (1:1) Tore: 1:0 Nowood (12.), 1:1 Stotz (19.), 2:1 L. Artmann (62.) – Rote Karte: Kluge/TSV (16., Notbremse) – Bes. Vorkommnis: Masella/TSV schießt Foulelfmeter über das Tor (70.)
Der TSV Gilching-Argelsried II hat im Abstiegskampf der Kreisliga 2 überlebenswichtige drei Punkte eingefahren. Gegen den Vorletzten FC Eichenau gewann das Team von Spielertrainer Tobias Hänschke mit 2:1 – und das trotz über 75-minütiger Unterzahl. „Es war ein verdienter Sieg, denn wir waren in den Zweikämpfen präsent und haben sie immer wieder gut unter Druck gesetzt. Man hat nicht gemerkt, dass wir in Unterzahl waren“, lautete Hänschkes Fazit nach Schlusspfiff. Gilching II bleibt zwar auf einem Abstiegsrelegationsplatz, baute den Vorsprung auf Eichenau aber auf sechs Punkte aus.
In der Anfangsphase wurde Timon Winzen nach einer von mehreren starken Gilchinger Balleroberungen am gegnerischen Strafraum gefoult. Den fälligen Freistoß hob Joshua Nowood zur 1:0-Führung über die Mauer. Kurz danach waren die Gastgeber auf dem heimischen Kunstrasen nach einem langen Ball zu unsortiert, und Tarik Kluge sah für ein Foulspiel als letzter Mann die Rote Karte. „Die Entscheidung war vertretbar“, räumte Hänschke ein. Den folgenden Freistoß parierte der stark aufgelegte TSV-Torhüter Nico Warnus, drei Minuten später aber musste er – erneut im Anschluss an einen nicht optimal verteidigten langen Ball – hinter sich greifen.
Gilching ließ sich dennoch nicht aus dem Konzept bringen. Nach gut einer Stunde bediente Jonathan Krukow per Steilpass Luka Artmann, der umkurvte den Gäste-Keeper und traf zum 2:1. Nach einem von ihm selbst herausgeholten Foulelfmeter hätte Gianmauro Masella die Partie entscheiden können, er setzte den Versuch aber über das Tor (70.). Den Sieg ließen sich die Gilchinger, auch dank ihres sicheren Keepers, trotzdem nicht mehr nehmen. Am Schluss wurde es allerdings noch etwas hitzig. „Es gab eine Tätlichkeit eines Eichenauer Spielers, die der Schiedsrichter nicht gesehen hat. Ein Eichenauer Betreuer hat nach Schlusspfiff aber zugegeben, dass es eine war. Das finde ich sehr fair, ein gutes Vorbild“, so Hänschke.