2026-02-20T12:29:42.904Z

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Dem 1. FC Monheim fehlt viel gegen den TSV Meerbusch

Oberliga: Die Monheimer müssen sich den Gästen aus Meerbusch mit deren Lieblingsergebnis geschlagen geben, das 0:1 ist aber selbst verschuldet, findet Trainer Dennis Ruess. Er sagt, was er bei seinem Team vermisst. Es ließ schon etliche Punkte liegen.

von RP / Katrin Weides · Gestern, 22:07 Uhr · 0 Leser
Der 1. FC Monheim unterliegt dem TSV Meerbsuch
Der 1. FC Monheim unterliegt dem TSV Meerbsuch – Foto: Jens Terhardt

Oberliga: In den vergangenen vier Partien sicherte sich der TSV Meerbusch jeweils mit einem Tor Vorsprung den Sieg und konnte so eine beachtliche Serie aufbauen. Drei Mal lautete das Ergebnis bereits 1:0. Kostenpflichtiger Inhalt Diese Serie wollte der 1. FC Monheim (FCM) vor Heimpublikum am Sonntag brechen. Stattdessen gab es auch hier ein 1:0 für den TSV, das aus Monheimer Sicht völlig selbst verschuldet war, wie Trainer Dennis Ruess erklärte.

Im Vergleich zur Partie am vergangenen Sonntag gegen den 1. FC Kleve nahm Ruess nur eine Veränderung in der Startelf des FCM vor. Zissis Alexandris ersetzte den Rot-gesperrten Kameron Blaise.

Gäste profitieren von Monheimer Fehlern

Die Partie war von Beginn an durch die Defensivkraft beider Mannschaften geprägt. Weder die Monheimer noch die Gäste erspielten sich viele gefährliche Chancen. In der achten Spielminute gab es dann die erste wirkliche Gelegenheit für den FCM, Tom Hirsch setzte den Ball aus spitzem Winkel jedoch nur ans Außennetz. Die Gäste profitierten vor allem durch Fehler der Monheimer. Ein Freistoß aus dem Halbfeld wurde gefährlich, da die Abwehr nicht entscheidend klären konnte – Schlussmann Leon Feher hielt den Ball jedoch fest.

In Minute 41 war es dann Feher, der entscheidend patzte. Sein Abstoß landete direkt bei Pablo Ramm, der zum 1:0 aus Sicht der Gäste traf. Ruess merkte an, dass es gerade bei den Standards, die häufig zu kurz gerieten, immer wieder zu Fehlern kam, die dem Gegner die Möglichkeit zum Kontern öffneten. Mit dem 1:0 für den TSV ging es in die Pause.

Klare Ansprache in der Pause

Ruess fand in der Halbzeit klare Worte, besonders über das, was dem Spiel bisher fehlte: „Das habe ich eingefordert vor dem Spiel: Ballruhe, Nähe zueinander schaffen, mehr Fußball spielen. Da habe ich in der Halbzeit noch einmal drauf hingewiesen. Er nahm zu Beginn der zweiten Hälfte zwei Wechsel in der Offensive vor, die den FCM mit Aktivität nach vorne stärken sollten. Leonard Bajraktari und Mohamed El Mouhouti kamen für Alexandris und Luca Busch Garcia. Die Ansprache zeigte zunächst Wirkung: „Dann wurde es eine Viertelstunde ansehnlicher und druckvoller. Aber dann müssen wir auch dahin kommen, dass, selbst wenn wir das Tor nicht machen, wir trotzdem auf dem Gas bleiben“, monierte der Trainer.

Trotz Druck der Gastgeber blieb der TSV defensiv stabil und setzte auch nach vorne Akzente. In Minute 49 setzte Harumi Goto den Ball knapp übers Tor. Der FCM arbeitete jedoch weiterhin am Ausgleich. Die Flanke von Tom Meuer konnte Aleksandar Bojkovski am zweiten Pfosten aber nicht mit genügend Druck aufs Tor bringen (50.). Unruhig wurde das Spiel dann noch einmal kurz vor Schluss: In der 88. Minute zeigte Schiedsrichterin Amelie Lainka Kisolo Deo Biskup für eine Notbremse glatt Rot. Ruess teilte diese Ansicht nach dem Spiel nicht: „Kisolo spielt meiner Meinung nach klar den Ball.“ Auch den darauffolgenden Freistoß von Leon Kempkens seitens des TSV, der an die Unterkante der Latte ging, hatte Ruess im Tor gesehen, die Schiedsrichterin entschied jedoch auf Abstoß.

„Wieder einmal komplettes Eigenverschulden“

Am Ende bleibt ein knappes Ergebnis in einem Spiel, das wenig Offensivpower auf beiden Seiten zeigte. „Heute war es wieder einmal komplettes Eigenverschulden. Das war ein typisches 0:0- oder 1:1-Spiel. Für ein 1:1 musst du deine eigenen Sachen machen, und für ein 0:0 darfst du nicht so viele Fehler machen“, sagte Ruess zum Ergebnis. Für den FCM bleiben nun nach vier Spielen im neuen Kalenderjahr vier Punkte stehen. Ruess reflektiert, dass es deutlich mehr hätten sein können und formuliert konkrete Kritik: „Wir nutzen einfach die Gunst der Stunde nicht. Mir fehlt in den Spielen, die wir bisher gehabt haben, einfach die letzte Entschlossenheit und Intensität. Der Enthusiasmus und das Feuer fehlen. Die Klarheit zu sagen, ich will jetzt den Ball in den Zielraum reinbringen.“

Mit diesem 1:0 zementierte der TSV die Ergebnisse der letzten Wochen und baute die Siegserie in der Oberliga auf fünf Spiele aus. Dem FCM bleiben damit aktuell nur noch zwei Punkte Vorsprung auf den Tabellenkeller. Zu viele Chancen auf drei Punkte ließen die Rheinstädter in den vergangenen Wochen liegen. Das sieht auch Ruess so: „Du verpasst es immer wieder, dich in andere Situationen zu bringen. Die Liga ist eng.“ Kommenden Freitag geht es für die Monheimer gegen den VfL Jüchen-Garzweiler weiter.