
Zum Ende der Spielzeit 2023/24 verließ Chefcoach Maik Uffelmann den FC Kaunitz nach sieben Jahren. Zur Saison 2026/27 wird der A-Lizenzinhaber in den ostwestfälischen Amateurfußball zurückkehren und Detlef Dammeier beim Delbrücker SC beerben. Mitte September hatte der Westfalenliga-Absteiger die Trennung zum Saisonende nach acht Jahren bekanntgegeben.
Große Strahlkraft
„Wir haben gemerkt, dass der DSC nach wie vor eine große Strahlkraft besitzt und einige Gespräche geführt. Uns war es wichtig, dass wir einen Trainer finden, der unseren Weg mit jungen Talenten weitergeht, die Liga kennt und aus der Region kommt. Maik hat uns von seiner Art, seiner Herangehensweise und von seiner Erfahrung her, sehr schnell überzeugt. Wir freuen uns, dass es geklappt hat“, sagt der 1. Vorsitzende Elmar Westermeyer. Geschäftsführer Frank Sundermeier ergänzt, dass es auch „die eine oder andere Empfehlung für Maik“ gegeben habe.
Menge Erfahrung im Nachwuchs- und Seniorenfußball
Der 38-Jährige künftige DSC-Trainer, dessen Vertrag ab Sommer erst einmal für ein Jahr gilt, war als Spieler in der U23 des SC Verl und beim FC Kaunitz aktiv. Gleichzeitig stand er bereits früh als 14-Jähriger als Coach an der Seitenlinie. Mit 17 legte er seine erste Lizenz im Fußball ab. Mittlerweile ist der gebürtige Verler A-Lizenz-Inhaber und kann nach Stationen im Jugendbereich des SC Verl sowie als Jugend- und Seniorentrainer in Kaunitz auf viel Erfahrung im Nachwuchs- und Seniorenfußball verweisen.
Uffelmann: "Sofort ein gutes Gefühl"
Als Seniorencoach betreute er die Kaunitzer insgesamt sieben Jahre lang, bevor er aus familiären Gründen eine längere Pause einlegte. „Ich hatte sofort ein gutes Gefühl und den Eindruck, dass es in Delbrück für mich passt und ich das machen möchte. Der Verein ist für seine seriöse Arbeitsweise bekannt. Die Infrastruktur und das Umfeld sind super. Dazu passt der Weg mit jungen Talenten genau zu mir“, so Uffelmann, der sich selbst als kommunikativ bezeichnet und wert darauf legt, eine homogene Mannschaft aufzubauen: „Ich möchte Spieler haben, die mit Spaß, aber eben auch mit der nötigen Leistungs- und Teambereitschaft bei der Sache sind. Ein feststehendes System habe ich nicht, sondern bin gerne flexibel. Letztendlich hängt es davon ab, wie der Kader im Sommer aussieht.“
Kaderplanung läuft an
Dementsprechend werden nun die Gespräche für die kommende Saison anlaufen. Sowohl mit dem bestehenden Kader, als auch mit potenziellen Neuzugängen. Gleichwohl ist allen Seiten bewusst, dass mit Blick auf die laufende Saison Fingerspitzengefühl gefragt ist. „Natürlich ist uns das bewusst. Gleichzeitig ist es im Fußball normal, dass jetzt Gespräche für die neue Saison beginnen. Es liegen alle Karten auf dem Tisch und wir sind gut in der Zeit. Daher bin ich zuversichtlich, dass wir in allen Bereichen gut vorankommen werden“, so Westermeyer.
Sportlich dürfte noch länger offen bleiben, ob der Delbrücker SC nach dem Abstieg aus der Westfalenliga möglicherweise sogar in die Bezirksliga durchgereicht wird. In einer engen Landesliga Staffel 1 wechseln sich Licht und Schatten bislang ab. Mit nur vier Siegen aus elf Partien beträgt der Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz nur zwei Zähler. Diesen belegt aktuell Mitabsteiger FC Nieheim, der den "Worst Case" selbst verhindern möchte.