
Mit der 2:3-Niederlage im Heimspiel gegen den VfL Osnabrück ist die Stimmung im Unterhachinger Sportpark auf den Nullpunkt gesunken.
Der Abstieg der SpVgg Unterhaching in die Regionalliga Bayern steht zwar rechnerisch noch nicht fest, ist aber praktisch nicht mehr zu verhindern.
„Das war‘s“, so lauteten die Stimmen nach dem Schlusspfiff gegen den VfL Osnabrück. Nach dem enttäuschenden Ergebnis im Kellerduell dürften die Hachinger Anhänger dabei recht behalten, dass das abgeschlagene Schlusslicht der 3. Liga bereits nach drei Spieltagen in der Rückrunde den Klassenerhalt vergeigt hat. Die Statistiken sprechen dabei Bände. Seit 18 Pflichtspielen und seit nunmehr über fünf Monaten hat der Tabellenletzte nicht mehr in der Liga gewonnen. Zudem stellt die SpVgg mit 46 Gegentoren die mit Abstand schwächste Abwehr der Liga.
Die dürftige Defensivleistung stellte sich gegen Osnabrück als großes Defizit in der Mannschaft von SpVgg-Cheftrainer Heiko Herrlich heraus. Neben einem folgenschweren individuellen Fehler im Spielaufbau von Torwart Konstantin Heide, der bereits in der Vorwoche zwei Gegentore beim 1:3 in Ingolstadt verschuldet hatte, kamen vor allem Defizite in den Zweikämpfen zum Vorschein. Osnabrück war hier phasenweise eine Klasse besser als die Hausherren. „In der ersten Halbzeit haben wir wieder durch grobe Fehler den Gegner ins Spiel gebracht. Körperlich hatten wir wenig entgegenzusetzen“, lautete Herrlichs ernüchterndes Defizit.
Der starke Schlussspurt mit zwei Hachinger Treffern hatte für etwas Optimismus gesorgt. An der niedergeschlagenen Stimmung änderte das allerdings nur wenig. „Die Mannschaft hat sich aufgebäumt. Das war letztlich zu spät. Wir müssen das schon viel früher hinbekommen“, so Herrlich. Die Spielweise der Hachinger macht derzeit keine Hoffnung auf eine baldige Wende. Ohne den verletzt fehlenden Mittelfeld-Routinier Johannes Geis wieder einmal ein sicherer Rückhalt fehlte. Von den beiden Sturmspitzen war wenig bis gar nichts zu sehen und bezeichnenderweise erzielten von den beiden SpVgg-Treffern lediglich der eingewechselte Luc Ihorst ein Tor. „In beiden Sechzehnern sind wir nicht konsequent genug“, meinte Mittelfeldmann Sebastian Maier.
Erstmals waren im Sportpark nach dem Spielende vereinzelte Pfiffe aus dem Fanblock zu vernehmen. Die vor dem Rückrundenstart zuversichtliche Stimmung in der Anhängerschaft kippt. Der Blick auf die Tabelle macht hier keinen Mut. Der Abstand auf das rettende Ufer für das abgeschlagene Schlusslicht ist mittlerweile auf neun Punkte Rückstand angewachsen. Fehlender Einsatzwille war der großen Mehrheit der Spieler wie in den Partien zuvor wieder einmal nicht abzusprechen. „Das können wir uns Woche für Woche nicht vorwerfen, aber das bringt uns keine Punkte“, erklärt Maier das Dilemma.