
Die Saison in der Kreisliga A2 Enz-Murr ist beendet. Die SpVgg Renningen sichert sich mit 68 Punkten die Meisterschaft vor Drita Kosova Kornwestheim und schafft damit den Aufstieg in die Bezirksliga. Nach dem großen Umbruch im vergangenen Sommer führt Trainer Michael Schürg das Team mit außergewöhnlicher Trainingsbeteiligung und ausgeprägtem Zusammenhalt nach oben. Für die kommende Spielzeit steht das Ziel bereits fest: der Klassenerhalt.
Die Zahlen einer dominanten Spielzeit
Die Würfel in der Liga sind gefallen, und am Ende steht der Champion fest. Die SpVgg Renningen hat eine beeindruckende Saison hinter sich gebracht. Mit 22 Siegen, zwei Unentschieden und lediglich zwei Niederlagen sicherte sich das Team nach 26 absolvierten Spielen mit 68 Punkten den ersten Platz. Das Torverhältnis von 116:24 unterstreicht die Dominanz sowohl in der Offensive als auch in der Defensive.
Der schärfste Verfolger, Drita Kosova Kornwestheim, lieferte ein langes Duell und landete mit 62 Punkten auf dem zweiten Rang. Die Bilanz des Konkurrenten von 20 Siegen, zwei Remis und vier Niederlagen bei 115:51 Toren reichte letztlich nicht aus, um den neuen Meister zu gefährden.
Spontane Emotionen unter der Woche und offizielle Ehren
Der Moment des Triumphs kam für die Renninger unerwartet, was der Freude jedoch keinen Abbruch tat. Trainer Michael Schürg erinnert sich gegenüber FuPa an die glücklichen Umstände unter der Woche: „Wir hatten ja das Glück, am letzten Donnerstag spontan zu feiern, nachdem unser Verfolger in Ditzingen verloren hat. Das war schon eine tolle Party.“
Doch bei dieser spontanen Freude blieb es nicht. Der Verein legte am Wochenende gebührend nach, wie Michael Schürg berichtet: „Die offizielle Meisterschaftsfeier war dann top organisiert am Sonntag bei bestem Wetter und vielen Gästen.“
Ein weiter Weg nach dem bitteren Abstieg
Dass dieser Erfolg kein Selbstläufer war, zeigt ein Blick auf die jüngere Vergangenheit des Vereins. Nach schmerzhaften Monaten musste sich die Mannschaft erst neu finden. „Wir hatten einen großen Umbruch im vergangenen Sommer nach dem Abstieg. Wir wussten, dass wir oben mitspielen können. Einen Titel kann man aber nicht planen“, ordnet Michael Schürg die Erwartungshaltung vor der Saison und den anschließenden Erfolg ein.
Breiter Kader und bedingungsloser Einsatz im Training
Der Schlüssel zum sportlichen Erfolg lag vor allem in der täglichen Arbeit auf dem Trainingsplatz und der Bereitschaft jedes Einzelnen, sich dem großen Ganzen unterzuordnen. Michael Schürg sieht hierin den Hauptgrund für den Meistertitel: „Wir hatten einen großen Kader, der bis zum Ende voll mitgezogen hat. Die Trainingsbeteiligung war für eine A-Liga außergewöhnlich. Zudem sind wir im Training oft auch über unsere Grenzen hinausgegangen.“
Das Erfolgsgeheimnis aus Mentalität und Ehrenamt
Neben der körperlichen Verfassung gaben weitere Faktoren den entscheidenden Ausschlag. Der Zusammenhalt erstreckte sich dabei weit über das Spielfeld hinaus. „Die Disziplin, die Gier und der Zusammenhalt im Team waren ausschlaggebend für diesen Erfolg. Wir haben ein riesiges ehrenamtliches Team um die Mannschaft, die alle ihren Teil dazu beitragen konnten“, lobt Michael Schürg das gesamte Umfeld des Vereins für das geleistete Engagement.
Die verdiente Belohnung auf der Urlaubsinsel
Nach den kräftezehrenden Monaten der Saison steht für die Spieler nun die traditionelle Abschlussreise an, um den Erfolg gemeinsam ausklingen zu lassen. Die Reiseplanung musste dabei im Vorfeld auf den Eventualfall abgestimmt werden. Michael Schürg erklärt die zeitliche Verzögerung: „Wie fast alle Mannschaften zieht es uns Anfang Juli auch nach Mallorca. Da wir eine mögliche Relegation im Auge haben mussten, ist es diesmal ein wenig später.“
Voller Fokus auf die Bezirksliga
Mit dem Titel in der Tasche stellt sich für den Verein automatisch die Frage nach der Zukunft. Zweifel an der sportlichen Fortsetzung in der Bezirksliga lässt der Trainer jedoch gar nicht erst aufkommen. Auf die Frage, ob die SpVgg das Aufstiegsrecht wahrnehmen wird, antwortet Michael Schürg kurz und prägnant: „Ja.“
Zukunftspläne und die Formierung des neuen Kaders
Hinter den Kulissen laufen die Planungen für die kommende Spielzeit bereits auf Hochtouren. Der Verein arbeitet intensiv daran, die Mannschaft für die Bezirksliga wettbewerbsfähig aufzustellen, hält sich mit Details zu den personellen Veränderungen jedoch noch bedeckt. „Wir sind dabei, ein starkes Team zu formen, und werden zu gegebener Zeit die Neuzugänge vorstellen“, gibt Michael Schürg einen Einblick in den aktuellen Stand der Kaderplanung.
Das klare Saisonziel für die Zukunft
Für die anstehende Saison 2026/2027 hat der Trainer eine klare Marschroute ausgegeben, die vom klaren Willen in der neuen Spielklasse geprägt ist. Michael Schürg formuliert das Saisonziel wie folgt: „Es gibt nur ein Ziel: so viele Tage wie möglich über dem ominösen Strich zu stehen. Im Optimalfall auch nach dem letzten Spieltag. Wir sind gekommen, um zu bleiben.“