2024-02-23T08:22:50.674Z

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Forsch begonnen und anständig aus der Affäre gezogen: Die Wolfratshauser Fußballer Tolga Yilmaz (li.) und Marko Ivic (2.v.re.) nehmen den Geretsrieder Anastasios Karpouzidis in die Mangel, müssen sich aber 0:2 geschlagen geben. hl
Forsch begonnen und anständig aus der Affäre gezogen: Die Wolfratshauser Fußballer Tolga Yilmaz (li.) und Marko Ivic (2.v.re.) nehmen den Geretsrieder Anastasios Karpouzidis in die Mangel, müssen sich aber 0:2 geschlagen geben. hl – Foto: hl

„Das war eine große Herausforderung für uns“: Geretsried gewinnt knapp gegen Wolfratshausen

Kuqi schnürt den Doppelpack

Der TuS Geretsried feiert einen Sieg im Testspiel-Derby gegen den Bezirksligisten BCF Wolfratshausen. TuS-Trainer Dittmann ist nicht ganz zufrieden.

Geretsried – Standesgemäß endete das Testspiel-Derby zwischen dem TuS Geretsried und dem BCF Wolfratshausen am Samstag: Mit 2:0 siegte der Landesligist gegen die Gäste aus der Bezirksliga. Doch aus den Mienen der Trainer hätte man auf einen anderen Ausgang schließen können: „Wenn das ein Punktspiel gewesen wäre, würde ich sagen, 2:0 ist okay, abhaken“, lässt TuS-Trainer Daniel Dittmann anklingen, dass das Zustandekommen des dritten Erfolgs im dritten Vorbereitungsspiel nicht ganz seinen Vorstellungen entsprach.

„Wir haben uns anständig aus der Affäre gezogen. Vor allem mit der ersten Halbzeit bin ich sehr zufrieden“, konstatiert BCF-Coach Tarkan Demir, „bis auf die Torausbeute“. Tatsächlich begannen die Gäste forsch, spielten mutig nach vorn und hatten anfangs gute Gelegenheiten, um in Führung zu gehen. Manuel Spreiter zwang TuS-Torhüter Cedomir Radic mit einem diagonalen Ball auf den langen Torpfosten zur vollen Körperstreckung. Wenig später scheiterte BCF-Neuzugang Hannes Wimmer am Geretsrieder Schlussmann.

Erste Chancen für Geretsried nach 20 Minuten – Chancen auf beiden Seiten nach der Pause

Erst nach etwa 20 Minuten mündeten auch die Angriffe der Gastgeber in torgefährlichen Aktionen: Binnen drei Minuten scheiterte zunächst Nico Karpouzidis an BCF-Keeper Adrian Neumeier, der beim nächsten Angriff einen feinen Ball von Belmin Idrizovic um das Kreuzeck lenkte. Beim anschließenden Eckball musste er nicht eingreifen, weil der Kopfball von Sebastian Schrills das Ziel um ein gutes Stück verfehlte.

Mit einem Schlenzer auf das nun von Albin Veliqi gehütete Wolfratshauser Tor leitete Schrills (47.) die zweite Halbzeit ein. Zwei Minuten später platzierte auf der Gegenseite Wimmer nach Flanke von Bernhard Kresta einen Kopfball zu ungenau. Der nächste Torschuss ließ länger auf sich warten: Nach einer guten Stunde trat Idrizovic den Ball von rechts nur um wenige Zentimeter am linken Pfosten vorbei. Unmittelbar darauf scheiterte der eingewechselte Fabijan Podunavac mit einem Flachschuss am Pfosten.

Wolfratshausen stand tief und machte es dem TuS schwer – Kuqi schnürt Doppelpack

Die Gastgeber hatten nun mehr Ballbesitz, fanden aber gegen die konsequente Farcheter Verteidigung kein Durchkommen. „Der Gegner hat sehr tief gestanden, sehr diszipliniert verteidigt und die Räume eng gemacht“, stellt TuS-Coach Dittmann fest. „Das war eine große Herausforderung für uns, da Chancen zu kreieren.

Da brauchst du viel Geduld, die hatten wir in der ersten Halbzeit nicht.“ Mit einem Tor der Marke „wie aus dem Nichts“ brachte der zehn Minuten zuvor eingewechselte Benjamin Kuqi, der im Gewühl am schnellsten reagierte, seine Mannschaft in der 73. Minute in Führung. Elf Minuten später traf er zum letztlich verdienten 2:0-Endstand.

„Man hat gesehen, dass wir körperlich auch mit einer sehr guten klassenhöheren Mannschaft mithalten können“, zeigt sich BCF-Trainer Demir nach Spielschluss „im Großen und Ganzen zufrieden“ mit der Partie. „Der Weg ist gut.“ Währenddessen mochte sein Gegenüber Daniel Dittmann nicht ausschließen, dass die Trainingseinheit, die sein Team am Vormittag noch absolviert hatte, zum phasenweise zähen Spiel beigetragen hatte. „Körperlich hat das keine Rolle gespielt, aber der mentale Rhythmus ist ein anderer“, erklärt der TuS-Coach. „Der Spielfokus geht ein bisschen verloren, das spielt sicher mit rein.“ (Rudi Stallein)

Aufrufe: 012.2.2024, 10:44 Uhr
Rudi StalleinAutor