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"Das verdient allerhöchsten Respekt"

FuPa-Teamcheck: SV Müschen/Babow will als Spielgemeinschaft neu angreifen

von red · 29.06.2025, 12:30 Uhr · 0 Leser
– Foto: Fabian Stelzle

Nach einer Saison voller Rückschläge formiert sich der SV Müschen/Babow in der 2. Kreisklasse Südbrandenburg neu. Als SpG mit dem SV Calau II soll ein Neustart gelingen – mit frischer Energie und neuem Zusammenhalt.



Enttäuschung zum Saisonende
Die abgelaufene Saison 2024/2025 verlief nicht wie gewünscht. Dabei hatte der SV Müschen/Babow mit einem guten Saisonstart einige Hoffnungen auf das obere Tabellendrittel geweckt. „Doch aufgrund von Personalnot, eines Negativlaufes seit Oktober und teilweise auch Pech konnte man leider die Leistungen nicht abrufen“, sagt Oliver Schultchen, Kapitän und spielender Co-Trainer des Teams, gegenüber FuPa. Am Ende stand der letzte Tabellenplatz – ein bitteres Resultat für eine Mannschaft, die mehr kann, als die Tabelle zeigt. „Trotzdem konnte man bei den Spielen in Groß Schacksdorf, Branitz und zum Abschluss gegen Spremberg noch einmal sehen, dass es nicht am fußballerischen Vermögen der Mannschaft liegt und man auch gegen vermeintlich deutlich bessere Gegner gut mithalten kann.“

Neuanfang mit frischer Konstellation
Die neue Saison bringt nicht nur eine neue Liga, sondern auch eine neue Struktur. Der SV Müschen/Babow tritt ab sofort als Spielgemeinschaft mit dem SV Calau II an. Ein Umbruch mit Perspektive, den auch Oliver Schultchen begrüßt. „Zur neuen Saison wollen wir uns in der neuen Liga erst einmal etablieren und in der neuen Spielgemeinschaft zusammenwachsen“, erklärt er. Eine konkrete Zielsetzung bleibt bewusst zurückhaltend, aber nicht ambitionslos: „Ein Platz im Mittelfeld sollte realistisch sein.“

Lob für den Zusammenhalt trotz Rückschlägen
Trotz der sportlich schwierigen Saison sieht Oliver Schultchen viele positive Aspekte im Team. „Im gesamten kann die gesamte Mannschaft trotz des sportlichen Abschneidens gelobt werden. Jeder der den Weg mit uns gemeinsam geht, hat sich weiterentwickelt und immer für die Mannschaft zur Stange gehalten. Das verdient allerhöchsten Respekt.“ Besonders hebt er die Spieler hervor, die erst nach dem Neustart mit dem Fußball begonnen haben. „Die Entwicklung dieser Spieler ist auch deutlich vorangeschritten.“

Noch vorsichtiger Blick auf die Konkurrenz
In der neuen Spielklasse ist vieles noch unbekannt. Schultchen selbst gibt zu: „Ich kenne die Liga nur flüchtig.“ Einen Favoriten für den Meistertitel hat er dennoch im Blick: „Ich denke, dass die Zweitvertretung der SpG Lübben/Schlepzig gute Chancen auf den Titel haben wird.“

Veränderungen im Kader und an der Seitenlinie
Auch personell geht der SV Müschen/Babow mit Veränderungen in die neue Runde. Mit Ingmar Brummack übernimmt ein neuer Trainer die Verantwortung. „Zudem freuen wir uns über Manuel Schiemenz vom SV Werben als Neuzugang“, sagt Schultchen. Auf der Abgangsseite stehen Rafael Binder, der zur SpVgg Raddusch wechselt, und Niklas Bülow, dessen neuer Verein noch offen ist.

Testspiel mit Symbolkraft
Die Vorbereitungsphase beginnt zunächst überschaubar. „Bisher ist nur ein Testspiel gegen die erste Mannschaft des SV Calau, anlässlich unseres Dorffestes, geplant“, berichtet Schultchen. Weitere Tests werden folgen – der Fokus liegt darauf, sich als neue Einheit zu finden und zu formen.

Kritik an neuen Fußballregeln
Anders als viele Trainer und Spieler, die bestimmte Regeln geändert sehen möchten, wünscht sich Oliver Schultchen eher eine Rückkehr zum Bewährten. „Tatsächlich würde ich die Regeln belassen, wie sie sind, und eher die ganzen Neuerungen, wie Kapitänsregel, 8-Sekunden-Regel und die Handspielregel in der jetzigen Form wieder rückgängig machen.“ Gerade im Amateurfußball seien die Änderungen problematisch: „Diese Regeln sorgen eher für Probleme und nehmen teilweise den Reiz des Spiels.“

Fazit: Mit Haltung in den Neustart
Der SV Müschen/Babow hat eine Saison mit vielen Herausforderungen hinter sich, zieht daraus aber keinen Frust, sondern Motivation. Mit neuem Trainer, frischer Struktur als Spielgemeinschaft und dem festen Willen, sich als Team zu entwickeln, startet der Klub in eine neue Phase. Oliver Schultchen bringt es auf den Punkt: Der Zusammenhalt bleibt die größte Stärke – und der Glaube an das, was fußballerisch möglich ist.