
Die Ausgangslage im Abstiegskampf ist wie so oft von vielen Faktoren abhängig. So blicken die Mannschaften aus Barchfeld, Suhl, Herpf und Erlau zunächst in Richtung Thüringenliga und hoffen, dass dort Schweina den Last-Minute-Liga-Verbleib packt. Das würde wiederumg bedeuten, dass der Glaube und Optimismus bei den vier angesprochenen Teams an den Klassenerhalt berechtigt ist.
In der Verbandsliga liegt der FC Schweina-Gumpelstadt aktuell auf dem ersten Abstiegsplatz. Am Wochenende muss mindestens ein Punktgewinn her, um den Ligaverbleib zu schaffen. Dann würden aus dem Gebiet der Landesklasse 3 nur Ohratal absteigen und die Anzahl der Absteiger in der Landesklasse bei drei Teams bleiben.
Sicher ist, dass Schweina allerdings Schützenhilfe von Neustadt/Orla, die Mühlhausen zu Gast haben. Gewinnt Union in der Orlastadt, kann sich Schweina verbiegen wie es möchte, es ginge in die Landesklasse. So ruhen die Hoffnungen der Elf von Olaf Gabriel aber auf Neustadt/Orla. Bei einem Unentschieden von Mühlhausen bräuchte dann Schweina einen Sieg, bei einer Niederlage der Unioner reicht der SGG sogar ein Unentschieden gegen SCHOTT Jena.
Und auf die letzten Konstellationen hoffen nun die Teams der Landesklasse 3 aus Barchfeld, Suhl, Herpf und Erlau.
Schafft Schweina noch den Ligaverbleib in der Verbandsliga, verbleibt von den letzten Vieren – die in der Reihenfolge von hinten jeweils nur durch einen Punkt getrennt sind / Erlau (27 Punkte), Herpf (28), Suhl (29) und Barchfeld (30) – noch einer in der Landesklasse 3. Barchfeld hat hier alle Trümpfe in der Hand, allerdings mit Gotha auch den schwersten Gegner. Gewinnt die Elf von Stephan Anschütz könnte der Ligaverbleib bei entsprechender Konstellation in der Thüringenliga gelingen. Ansonsten hofft der Suhler SV 06 als nächster in der Kette auf den Ligaverbleib. Denn wenn Barchfeld nicht dreifach punktet, die Elf von Markus Lauth allerdings schon, würden sie den möglichen ersten Nichtabstiegsplatz noch erreichen. Eine Niederlage von Barchfeld und kein Sieg von Suhl benötigen die Teams aus Erlau und Herpf. Brisanter Weise treffen die beiden Tabellenletzten im direkten Duell aufeinander. Nur der Gewinner darf sich Hoffnung auf den Ligaverbleib machen, der Verlierer steigt sicher ab, bei einem Remis steigen beide ab.
Christian Hutterer (Trainer Herpfer SV): "Wir wussten durch den Sieg von Schweina schon vor dem Spiel gegen Hildburghausen, dass es noch möglich ist. Auch wenn die Wahrscheinlichkeit nicht sehr groß war. Unser Sieg und die Ergebnisse der Konkurrenz haben uns dann natürlich nochmal beflügelt und entsprechend gehen wir in unser Finale am Samstag in Erlau, um das Unmögliche noch möglich zu machen. Ich erwarte ein Spiel vor vollem Haus und dass es von einer hohen Intensität geprägt sein wird. Beide Mannschaften wissen, dass sie gewinnen müssen, um überhaupt noch eine Chance auf den Klassenerhalt zu haben. Wir werden ähnlich wie gegen Hildburghausen etwas Glück brauchen und müssen unsere Chancen nutzen. Danach gilt es auf die Ergebnisse der anderen Plätze zu schauen."