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Allgemeines

Das Unmögliche möglich machen

Vor dem letzten Spieltag der Landesklasse 3 steht noch kein Absteiger fest. Dabei werden am Wochenende mindestens drei Teams den Gang in die Kreisoberliga antreten müssen.

von André Hofmann · 14.06.2024, 09:04 Uhr · 0 Leser
Noch Hoffnung?! Christian Hutterer (rechts) reist mit Herpf nach Erlau.
Noch Hoffnung?! Christian Hutterer (rechts) reist mit Herpf nach Erlau. – Foto: Christian Heilwagen

Die Ausgangslage im Abstiegskampf ist wie so oft von vielen Faktoren abhängig. So blicken die Mannschaften aus Barchfeld, Suhl, Herpf und Erlau zunächst in Richtung Thüringenliga und hoffen, dass dort Schweina den Last-Minute-Liga-Verbleib packt. Das würde wiederumg bedeuten, dass der Glaube und Optimismus bei den vier angesprochenen Teams an den Klassenerhalt berechtigt ist.

Die Ausgangslage der Thüringenliga

In der Verbandsliga liegt der FC Schweina-Gumpelstadt aktuell auf dem ersten Abstiegsplatz. Am Wochenende muss mindestens ein Punktgewinn her, um den Ligaverbleib zu schaffen. Dann würden aus dem Gebiet der Landesklasse 3 nur Ohratal absteigen und die Anzahl der Absteiger in der Landesklasse bei drei Teams bleiben.

Sicher ist, dass Schweina allerdings Schützenhilfe von Neustadt/Orla, die Mühlhausen zu Gast haben. Gewinnt Union in der Orlastadt, kann sich Schweina verbiegen wie es möchte, es ginge in die Landesklasse. So ruhen die Hoffnungen der Elf von Olaf Gabriel aber auf Neustadt/Orla. Bei einem Unentschieden von Mühlhausen bräuchte dann Schweina einen Sieg, bei einer Niederlage der Unioner reicht der SGG sogar ein Unentschieden gegen SCHOTT Jena.

Und auf die letzten Konstellationen hoffen nun die Teams der Landesklasse 3 aus Barchfeld, Suhl, Herpf und Erlau.

Die Ausgangslage in der Landesklasse 3

Schafft Schweina noch den Ligaverbleib in der Verbandsliga, verbleibt von den letzten Vieren – die in der Reihenfolge von hinten jeweils nur durch einen Punkt getrennt sind / Erlau (27 Punkte), Herpf (28), Suhl (29) und Barchfeld (30) – noch einer in der Landesklasse 3. Barchfeld hat hier alle Trümpfe in der Hand, allerdings mit Gotha auch den schwersten Gegner. Gewinnt die Elf von Stephan Anschütz könnte der Ligaverbleib bei entsprechender Konstellation in der Thüringenliga gelingen. Ansonsten hofft der Suhler SV 06 als nächster in der Kette auf den Ligaverbleib. Denn wenn Barchfeld nicht dreifach punktet, die Elf von Markus Lauth allerdings schon, würden sie den möglichen ersten Nichtabstiegsplatz noch erreichen. Eine Niederlage von Barchfeld und kein Sieg von Suhl benötigen die Teams aus Erlau und Herpf. Brisanter Weise treffen die beiden Tabellenletzten im direkten Duell aufeinander. Nur der Gewinner darf sich Hoffnung auf den Ligaverbleib machen, der Verlierer steigt sicher ab, bei einem Remis steigen beide ab.

Das sagen die Teams vor dem letzten Spiel...

Stephan Anschütz (Trainer 02 FC Barchfeld): "Wir glauben noch dran, aber es sind ja mehrere Faktoren. Schweina muss es schaffen und dann müssen wir gewinnen. Wir haben den härtesten Gegner. Aber ich muss sagen unser Kader ist seit Langem mal wieder komplett da. Somit ist auch ein Sieg gegen Gotha drin. Wir müssen fighten bis zum Umfallen um das Unmögliche wahr zu machen."

Markus Lauth (Trainer 1. Suhler SV 06): "Wir müssen unsere Hausaufgaben machen und gewinnen. Dies wird schwer genug. Ob es dann reicht oder nicht wird man sehen. Steinbach-Hallenberg ist sicherlich der Favorit in diesem Spiel. Sie haben in dieser Saison unter ihren Möglichkeiten gespielt. Wir sind gewarnt und haben auch ein Matchplan. Wenn wir es schaffen diesen auf den Platz zu bringen, ist alles offen."

Nico Herfurth (Sportlicher Leiter Erlauer SV Grün-Weiß): "Wir sind in dieser Saison in jedes Spiel mit großem Optimismus gegangen, so wird es auch am Samstag sein. Klar ist aber auch, dass es nur noch eine minimale Chance gibt die Klasse zu halten. Das einzige was wir noch in der eigenen Hand haben, ist die Punkte in Erlau zu lassen. Wir erwarten ein kampfbetontes Spiel gegen Herpf. Ihre Chance auf den Klassenerhalt ist ähnlich minimal wie unsere. Beide Mannschaften werden trotzdem versuchen das Spiel zu gewinnen. Egal wo wir am Ende stehen, wünschen wir uns einen schönen Saisonabschluss mit drei Punkten."

Christian Hutterer (Trainer Herpfer SV): "Wir wussten durch den Sieg von Schweina schon vor dem Spiel gegen Hildburghausen, dass es noch möglich ist. Auch wenn die Wahrscheinlichkeit nicht sehr groß war. Unser Sieg und die Ergebnisse der Konkurrenz haben uns dann natürlich nochmal beflügelt und entsprechend gehen wir in unser Finale am Samstag in Erlau, um das Unmögliche noch möglich zu machen. Ich erwarte ein Spiel vor vollem Haus und dass es von einer hohen Intensität geprägt sein wird. Beide Mannschaften wissen, dass sie gewinnen müssen, um überhaupt noch eine Chance auf den Klassenerhalt zu haben. Wir werden ähnlich wie gegen Hildburghausen etwas Glück brauchen und müssen unsere Chancen nutzen. Danach gilt es auf die Ergebnisse der anderen Plätze zu schauen."