– Foto: Andreas Zais

Das System schmeckt

Mit 7:0 ließ der FSV Eintracht Hildburghausen seinen Gästen vom FC An der Fahner Höhe II am vergangenen Wochenende kaum eine Chance.

Das war deutlich. Nachdem die Hausherren mit 2:0 in die Pause gingen, schraubten sie ihre Ausbeute nach dem Seitenwechsel nochmal ordentlich in die Höhe. Die Oberliga-Reserve aus Dachwig hatte nicht mehr viel entgegenzusetzen.

Ohnehin sind die Hildburghäuser aktuell in einer ordentlichen Form, legten den dritten Sieg in Serie (Waltershausen, Herpf, Fahner II) hin. „Wir haben die Leistung aus Herpf bestätigt. Dort waren wir gerade in der ersten Halbzeit sehr gut. Wir kommen mit dem 3-4-3-System immer besser klar. Deshalb war es für Fahner Höhe auch am Samstag ein bisschen schwierig. Sie hatten Probleme sich zu sortieren. Unsere drei Stürmer waren häufig frei, konnten die Bälle annehmen“, sagt Hildburghausens Spieler Jens Hirschfeld. So gelang durch die Treffer von Holl (6.) und Eichhorn (23.) bereits früh die 2:0-Führung. Gegen Ende der ersten Hälfte kamen die Gäste etwas besser in die Partie, hatten ihrerseits Möglichkeiten um für den Anschluss zu sorgen, bestätigt auch Jens Hirschfeld: „Gegen Ende der ersten Halbzeit gab es eine Phase, in der Fahner Höhe auch gute Chancen hatte und wir in höchster Not geklärt haben. Da ist auch die Dreier-Abwehrkette klasse zur Geltung gekommen. Schelhorn war überragend hinten drin, hat einen Ball auf der Linie geklärt und viele Zweikämpfe gewonnen. Aber auch Martin Schleicher und Konstantin Brückner haben sich in dieser Konstellation wirklich festgespielt. Denen gefällt die Dreierkette inzwischen auch ganz gut. Das hat man gemerkt. Umso schöner, dass am Ende auch ein zu-Null-Spiel rausgesprungen ist“, so Hirschfeld.

In der zweiten Halbzeit drückten die Hausherren immer weiter ihren Stempel auf. Bei den Gästen ging nicht mehr viel. „Sie haben uns Lücken geboten und wir haben die Tore gemacht“, meint Jens Hirschfeld, der selbst zwei Treffer besteuerte. Derzeit läuft es einfach gut bei den Südthüringern aus Hildburghausen. Beim neuen System greifen die Räder immer besser ineinander. Hinzu kommt, dass das Trainerteam personell im Augenblick auch wenig Sorgen hat. Es gibt kaum Verletzte, die Spieler, die von der Bank kommen, zeigen gute Leistungen, beschreibt Jens Hirschfeld: „Es war auch am Samstag eine geschlossene Mannschaftsleistung, bei der sich auch die eingewechselten Spieler ohne Probleme eingefügt haben. Das ist auch ein Punkt, der für uns und unsere gute Form spricht. Wir haben aktuell wenig Verletzungen und sind vom Kader her gut aufgestellt. Man merkt, dass es immer enger wird, alle schließen auf und es wird immer schwerer für den Trainer zu entscheiden, wen er aufstellt. Alle drängen sich auf mit guten Leistungen im Training und im Spiel. Das ist ein Erfolgsrezept, das wir aktuell haben“, lobt Hirschfeld und meint damit auch die Kollegen Kupfer, Schneider und Roth die auch als Joker immer wieder ihre Qualität gezeigt haben.

Wenn es einmal so gut läuft will man den Schwung natürlich auch für den Rest der Hinrunde transportieren. Nächste Hürde, die es zu nehmen gilt: Der Tabellenzweite vom 1. FC Sonneberg. Beide Teams trennen nur zwei Pünktchen, wobei die Sonneberger ein Match weniger absolviert haben.

Stimmen zum Spiel:

Patrick Ortlieb (Trainer Hildburghausen): „Heute lief es ganz ordentlich. In der ersten Hälfte haben wir noch Einiges zugelassen und unser Torwart hat uns mit guten Paraden die Führung gesichert. Aber dann haben wir eine geschlossene Mannschaftsleistung – wie aus einem Guss - gezeigt, gut kombiniert und schöne Tore herausgespielt.“

Mario Schmidt (Trainer Fahner Höhe): „Ich weiß gar nicht, was ich sagen soll. Ich bin geschockt von der Nichtleistung meiner Mannschaft. Das sind doch alle gestandene Landesklassespieler ...“

Aufrufe: 022.11.2022, 11:00 Uhr
Felix BöhmAutor