"Der VfB Uerdingen 1910 – in diesem Fall vertreten durch Hauptvorstand, Trainerteam und Kapitänsrat der ersten Mannschaft, möchte wie folgt zu den Ereignissen rund um die HSM25 in Krefeld, Stellung beziehen: Wir bedauern die Ereignisse, nach dem Spiel zwischen ATS Krefeld und unserem VfB Uerdingen aus tiefstem Herzen, zumal die Stadtmeisterschaft insgesamt ein wirkliches Fußballfest war, dass für viel Spannung, Spaß und Freude gesorgt hat. An der Stelle ist es zunächst wichtig, einige Dinge richtig zu stellen, die in der öffentlichen Wahrnehmung eventuell falsch aufgenommen wurden: Kein einziger Spieler des VfB Uerdingen hat sich in der gesamten Situation zu einer Tätlichkeit hinreißen lassen! Kein Spieler des VfB Uerdingen hat einen einzigen Schlag, Tritt oder Ähnliches ausgeführt. Auch gab es zwischen beiden Mannschaften als jeweilige Gruppe, keinerlei Schlägerei oder körperliche Auseinandersetzung.
Die einzigen beiden Personen, die einen Schlag bzw. Tritt mit Anlauf ausgeführt haben, sind kein Teil des VfB Uerdingen, sondern ein Zuschauer und ein Mitglied von ATS Krefeld. Wir möchten aber auch betonen, dass es auch von Seiten von ATS kein weiteres Teammitglied gab, dass aggressiv Teil des Konfliktes war. Im Gegenteil: nach dem Angriff auf unseren Spieler, der ins Krankenhaus musste und ein gerissenes Trommelfell davon getragen hat, haben beide Teams gemeinsam versucht, weitere Eskalation zu vermeiden.
Auch möchten wir klarstellen, dass der von uns freigestellte Spieler Giuseppe Parvisi, keinen Schlag oder Ähnliches ausgeübt hat. Das sein extrem emotionales Verhalten, die Gesamtsituation verschärft und mit ausgelöst hat, ist jedoch für uns unstrittig. Giuseppe war beim VfB Uerdingen ein absoluter Leistungsträger und hat sich innerhalb des Teams nie etwas zu Schulden kommen lassen. Ganz im Gegenteil, wir alle mögen Giuseppe sehr und sind unsagbar traurig, dass er nicht mehr Teil des Teams sein kann. Dennoch ist es so, dass seine starke emotionale Unberechenbarkeit auf dem Feld und auch kausale familiäre Zusammenhänge, die zu der Eskalation maßgeblich Beigetragen haben, für uns keine andere Möglichkeit ließen, als diese Trennung in kompletter Einstimmigkeit der VfB-Gremien zu vollziehen.
Letztlich möchten wir uns aufrichtig dafür entschuldigen, dass es uns als VfB Uerdingen offensichtlich nicht gelungen ist, eine solche Situation zu vermeiden. Als Gastgeber, der wirklich alles an Leidenschaft, Herz und Kraft in dieses Turnier geworfen hat, sind wir am Boden zerstört, dass letztlich primär über diese Minuten gesprochen wird. All unsere Helfer, Schiedsrichter, Zuschauer und aktiven Mannschaften, die dazu beigetragen haben, dass es echt eine geile Zeit miteinander war, haben das wahrlich nicht verdient. Hier stehen wir als Veranstalter in der Pflicht und können gar nicht genug ausdrücken wie leid es uns tut! Am Ende möchten wir uns noch dafür bedanken, dass man unser VfB-Team, dass sportlich einen tollen Auftritt hingelegt hat, nicht als komplettes verurteilt hat – ganz im Gegenteil: Der Rest der VfB-Mannschaft, die nach den Ereignissen sichtlich in sich zusammengesackt war, erfuhr von außen positive Aufmunterung. Danke für diese Art der Solidarität, die sicherlich nicht selbstverständlich war!
Zu allem Weiteren, möchten wir uns nicht äußern und überlassen dies vertrauensvoll der Polizei, Staatsanwaltschaft bzw. dem Fußballverband. Allen stehen wir natürlich in vollem Umfang zur Verfügung. Gewalt ist einfach nie eine Lösung – für nichts in der Welt! Nicht im Sport, nicht innerhalb von Familien, nicht in globalen Konflikten.
Mit sportlichen Grüßen
euer VfB Uerdingen"