
Die Kicker der SE Freising sind derzeit auf der Suche nach der Leichtigkeit. Eine lange Verletztenliste erschwert die Lage.
Freising – Nach der 0:1-Niederlage am Sonntag in Rohrbach ist für die Bezirksliga-Fußballer des SE Freising der Zug Richtung Aufstiegsrelegationsplatz vermutlich endgültig abgefahren. Die Saison locker ausklingen lassen? Das kommt für SEF-Trainer Alexander Schmidbauer nicht in Frage. „Ein deutlicher Sieg mit vielen Toren wäre jetzt natürlich sehr schön“, wünscht sich der Coach. Die Lerchenfelder haben am Donnerstagabend (19.30 Uhr) in der Savoyer Au Schlusslicht SK Srbija München zu Gast.
Die personelle Situation bei den SEF-Fußballern gestaltet sich derzeit ähnlich wie bei denen des FC Bayern München. Die Verletztenliste verlängert sich ständig. Bei der Auswärtspartie in Rohrbach nahmen auf der Auswechselbank nur noch ein Ersatzkeeper sowie ein Defensiv- und ein Offensivspieler Platz. Die logische Folge: „Da hat man kaum noch Möglichkeiten, durch Einwechslungen neue taktische Akzente zu setzen“, erklärt Schmidbauer. Das hat man in Rohrbach wieder deutlich gesehen.
Das dezimierte Bezirksliga-Team mit talentierten Nachwuchsspielern aus der eigenen A-Jugend zu ergänzen, ist momentan keine Option. „Bei unseren A-Junioren geht es momentan um alles“, verweist der SEF-Coach auf den Kampf um den Klassenerhalt in der BOL. Also wird die Ersatzbank auch gegen Srbija dünn besetzt sein, da jetzt auch noch hinter dem Einsatz von Daniel Müller ein Fragezeichen steht.
Trotz der personellen Engpässe hat sich Coach Schmidbauer über die Niederlage in Rohrbach ein wenig geärgert: „Das Spiel dürfen wir nicht verlieren.“ Es war wie so oft in letzter Zeit: Die Freisinger kombinieren ganz gefällig, sind optisch überlegen, aber der finale Pass in die Spitze fehlt. „Wir spielen in der Offensive viel zu verkopft. Uns fehlt derzeit die Leichtigkeit“, erzählt Schmidbauer. Er hofft, dass seine Mannen gegen Srbija eine Reaktion zeigen. Die Freisinger können im Prinzip locker aufspielen. Und außerdem: „Wir wollen die Punkte nicht verschenken, sondern unsere Spiele gewinnen“, fordert Schmidbauer.
Einen emotionalen Touch bringt die Partie gegen Srbija München auch mit sich: Gästetrainer Zoran Mikerevic, den alle „Miki“ nennen, hat bis zum Winter die A-Jugend beim SEF gecoacht. „Er hat super Arbeit geleistet. Und sein Sohn spielt noch bei uns in der Jugend“, freut sich Schmidbauer auf das Wiedersehen mit dem Trainerkollegen.