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Pokal

Das Spiel des Jahres

Badischer Pokal +++ Der ASV Eppelheim trifft am Mittwoch auf den VfR Mannheim im Viertelfinale

von red. · 07.10.2025, 14:00 Uhr · 0 Leser
– Foto: Marcel Eichholz

Am Mittwoch muss einer von zehn Tagen sein. In etwa so hoch, oder so klein – je nach Sichtweise – dürfte die Chance des ASV Eppelheim auf die große Überraschung sein. Der Landesligist empfängt in einem der größten Spiele seiner Vereinsgeschichte den Oberligisten VfR Mannheim zum Viertelfinale im badischen Pokal (Anpfiff, 19.30 Uhr).

"Ich würde eher sagen, dass wir eines von hundert Spielen gegen den VfR gewinnen können", aagt Markus Schmid. Dem erfahrenen Eppelheimer Trainer macht niemand etwas vor, er weiß ganz genau, wie er jeglichen Erfolgsdruck von seiner Mannschaft fernhält. Verstecken müssen sich seine Schützlinge aber keineswegs, sie sind nach elf Liga- und vier Pokalspielen immer noch ungeschlagen was Pflichtspiele betrifft.

Einer der eindrücklichsten Coups war der 4:2-Sieg in der dritten Pokalrunde gegen den Oberligisten FC Nöttingen. "Wir dürfen aber nicht den Fehler machen und Nöttingen mit dem VfR vergleichen", erläutert der ASV-Coach, für den die Mannheimer, "fast schon mehr als eine Oberliga-Mannschaft sind."

Eine besondere Verbindung hat Schmid zum VfR-Trainer. Als damaliger DFB-Stützpunktkoordinator im badischen Fußballverband hat er Marcel Abele 2019 als Mannheimer Stützpunkttrainer verpflichtet. "Schon damals war nicht zu übersehen, dass Marcel sich nicht nur durch sein Fachwissen als Trainer definiert, sondern ein sehr feines Gespür für alle zwischenmenschlichen Dinge rund um eine Mannschaft besitzt", hält Schmid große Stücke auf Abele und ergänzt, "deshalb war klar, dass er schnell seinen Weg als Trainer in höhere Klassen machen wird."

Beim VfR weiß man aus vereinsinterner Erfahrung ganz genau, wie gefährlich die Eppelheimer werden können. "Unsere Zweite hat es beim 4:4-Unentschieden Ende August nach 4:1-Führung erleben müssen", sagt Hakan Atik. Der Sportliche Leiter der Rasenspieler zählt die offensichtlichen Stärken des ASV auf, "Lauffreude, Arbeit gegen den Ball und dann noch die nötige Portion Aggressivität."

Mit rund 500 Besuchern rechnet der ASV am Mittwochabend. Es wird um eine zeitnahe Anreise gebeten, zusätzliche Parkplätze stehen bei der Dr. Hans-Peter Wild Sporthalle zur Verfügung. Für den passenden Rahmen hat Schmid noch einen kleinen Wunsch: "Gegen ein bisschen Nieselregen, sogenanntes Fritz-Walter-Wetter hätten wir ganz sicher nichts einzuwenden."

Zwei der vier Halbfinalisten stehen mit dem Regionalligisten SV Sandhausen und dem Verbandsligisten 1.FC Bruchsal bereits fest. Das letzte Viertelfinale bestreiten am 12. November der SV Waldhof Mannheim und der FC-Astoria Walldorf. Die folgenden Halbfinals werden neu ausgelost.