2025-12-03T05:51:34.672Z

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Der SV Sonsbeck hat aktuell mit einigen Problemen zu kämpfen.
Der SV Sonsbeck hat aktuell mit einigen Problemen zu kämpfen. – Foto: Ulrich Laakmann

Das Sonsbecker Verletzungspech und die Folgen

Der Oberligist SV Sonsbeck ist nach der Klatsche in Schonnebeck in den Tabellenkeller gerutscht. Die Ergebniskrise kommt nicht von ungefähr. Das sind die Gründe, und was Trainer Heinrich Losing zu dem Absturz sagt.

Es ist nicht mal einen Monat her, als der SV Sonsbeck die Möglichkeit hatte, die Tabellenspitze der Oberliga Niederrhein zu erobern. Nach der 0:6-Watschen in Schonnebeck am elften Spieltag – der vierten Niederlage in Folge – beträgt der Vorsprung auf den 1. FC Monheim, der auf dem ersten Abstiegsrang liegt, nur drei Punkte. Und am nächsten Sonntag geht’s gegen den Tabellenletzten 1. FC Kleve. Der SVS muss also nach gut einem Drittel der Saison im heimischen Willy-Lemkens-Sportpark die Kehrtwende schaffen. Oder wie’s Coach Heinrich Losing ausdrückt: „Wir müssen nicht rumheulen, sondern eine Reaktion zeigen.“ Doch wie ist der Absturz zu erklären?

Schonnebeck-Desaster

Mit einem Patzer von Keeper Kenan Mehmedovic, der zum 0:1 führte, begann das Debakel schon in der vierten Minute. Die ersatzgeschwächte Mannschaft rannte dem Gegner hinterher, die Essener spielten sich in einen Rausch. Die Sonsbecker Balltreter verloren so gut wie alle Eins-gegen-eins-Duelle. Nach vorne gab’s keine Entlastung. Eingreifen konnte Losing nicht, personelle Alternativen gab’s nicht wirklich. Mit Christoph Elspaß, Semih Güngör sowie Mahmud Sahintürk saßen drei Spieler auf der Bank, die in der Woche nicht trainiert hatten. Hinzu kam mit Kimon Beckovic ein 18-Jähriger, der ansonsten für die A-Jugend in der Grenzlandliga kickt.

Bei der SpVg Schonnebeck dagegen warteten zehn Feldspieler darauf, eingewechselt zu werden. Die Bilanz der Sonsbecker gegen die Essener ist ohnehin miserabel. Das 0:6 war die siebte Pleite im siebten direkten Aufeinandertreffen in der Oberliga.

SVS plagt Verletzungspech

Mit 21 Feldspielern ging Losing in die Saison, wobei er gleich mit den drei Neuzugängen Tymoteusz Miller, Lorik Rama und Leon Hammerschmidt wegen langfristiger Verletzungen nicht planen konnte. Und da auch Stammkräfte ausfielen und ausfallen, litt (leidet) die Trainingsarbeit enorm. In den letzten Wochen musste Losing in den Einheiten mit zwischen elf und 14 Spielern auskommen. „Seit der Vorbereitung konnte ich einmal Elf-gegen-elf spielen“, sagt der Coach. „So ein Verletzungspech habe ich noch nicht erlebt. Das ist schon brutal.“ Neben Beckovic trainiert mit Liam Ingendahl ein weiter A-Junior mit. Da er dem jüngeren Jahrgang angehört, ist er aber keine Alternative für die Spiele.

Groß sind die Sorgen in der Offensive. Das Fehlen der beiden schnellen Stürmer Klaus Keisers und Niklas Binn kann die Mannschaft nicht kompensieren. Immerhin: Alternative Rama könnte bald in den Kader zurückkehren.

Verstärkungen sollen kommen

Losing möchte gerne mit einem Kader von „22 gesunden Feldspielern“ in die zweite Saisonhälfte gehen. In der Winterpause sollten also Verstärkungen her. „Kaderauffüller helfen mir nicht weiter. Im Winter ist es immer schwer, echte Verstärkungen nach Sonsbeck zu holen, die auch finanziell passen“, meint Losing. Vielleicht ist ja wieder ein Glücksgriff möglich wie Anfang dieses Jahres, als Linus Krajac dazustieß.

Die Aussichten

„Wir hatten in der Oberliga immer Phasen, wo’s mal nicht lief und wir einige Spiele hintereinander nicht gewonnen haben“, sagt Losing. Bis zum Heimauftritt im kleinen Derby gegen Kleve werden Binn und Schoofs ihre Verletzungen nicht auskuriert haben. Bei Keisers besteht ein wenig Hoffnung. Jannis Pütz ist erneut beruflich verhindert. „Wir müssen uns im Training das Selbstbewusstsein holen“, so Losing.

Spielverschiebungen

Die nächste Auswärtspartie beim TSV Meerbusch steigt bereits am Samstag, 8. November, ab 14 Uhr. Da der SVS am 16. November gegen den MSV Duisburg im Niederrheinpokal-Viertelfinale spielt, empfängt die Losing-Elf den VfL Jüchen-Garzweiler erst am Samstag, 22. November, 14 Uhr.

Aufrufe: 029.10.2025, 22:00 Uhr
René PutjusAutor