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Allgemeines

Das sind die schönsten Stadien am Niederrhein - Teil 2

Im zweiten Teil gibt es weitere Stadion-Highlights am Niederrhein.

von Marcel Eichholz · 05.04.2026, 12:00 Uhr · 0 Leser
Viel Charme: Das Hubert-Houben-Stadion in Krefeld.
Viel Charme: Das Hubert-Houben-Stadion in Krefeld. – Foto: Ralph Görtz

Im zweiten Teil stellen wir euch weitere Stadion-Highlights am Niederrhein vor. Auch diese Auswahl erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Haben wir etwas vergessen oder gibt es bei euch etwas, was es sonst nirgendwo gibt? Dann schickt uns gerne eine Mail an fupa@rp-digital und wir nehmen eure Vorschläge in unsere Liste auf.

Grotenburg Stadion

Die Grotenburg: Einst beherbergte sie Bundesliga-Fußball und bot packende Europapokal-Abende, dann nahm der Abstieg von Bayer Uerdingen seinen Lauf. Als KFC Uerdingen hatte sich der Verein zwischenzeitlich bis in die 3. Liga hochgearbeitet, doch Investoren-Aus und Insolvenz sorgten für den erneuten Absturz. Die Grotenburg war in der Zeit zwar Dauerthema, doch der Inhalt war kein Positiver. Marode war das Stadion und entsprach nicht mehr den aktuellen Sicherheitsanforderungen. Von Seiten der Stadt passierte wenig, der Verein hatte kein Geld. Das rief die Fans auf den Plan. Es bildeten sich die Grotenburg Supporter, die das Stadion federführend wieder betriebstauglich machten. Die Arbeiten sind inzwischen abgeschlossen und es können wieder bis zu 10.000 Fans die Spiele des KFC verfolgen. Eine ruhmreiche Sportstätte wurde vor dem Verfall bewahrt und ist bereit für neue (glanzvolle) Zeiten.

Jahnkampfbahn Wald

Im Jahr 1921 wurde der Grundstein der Jahnkampfbahn in Solingen gelegt, der Bau 1929 abgeschlossen. Zahlreiche hochkarätige Sportveranstaltungen fanden in den Jahren im Stadion statt. Zum Zuschauer-Rekord mit 22.000 Anwesenden kam es 1948 zwischen Preußen Dellbrück und der TSG Vohwinkel im Abstiegskampf der Oberliga West. Mit den Jahren verfiel die Sportstätte zusehends, bis sie zunächst 1995 unter Denkmalschutz gestellt und ein Verein gegründet wurde, der sich für die Renovierung einsetzte. Regelmäßigen Spielbetrieb gibt es derzeit nicht, immer wieder finden aber Spiele im Stadion statt. Ein Besuch lohnt sich in der historischen Sportstätte allemal.

Stadion an der Hafenstraße

Nur wenige Meter vom altehrwürdigen Georg-Melches-Stadion hat Drittligist Rot-Weiss Essen mit dem Stadion an der Hafenstraße eine neue Heimat gefunden. Mit Fertigstellung der letzten Tribüne folgte 2013 das offizielle Eröffnungsspiel gegen Werder Bremen. Seitdem haben die Essener Anhänger leidvolle Jahre in der Regionalliga über sich ergehen lassen müssen, ehe ihnen 2022 der langersehnte Aufstieg in die 3. Liga gelang. Die Hafenstraße ist dabei eine echte Festung und immer in rot-weißer Hand. Das Stadion könnte schon bald ausgebaut und die offenen Ecken geschlossen werden.

Grenzlandstadion

Die Heimat der Bundesliga-Frauen und der U23 von Borussia Mönchengladbach liegt im Stadtteil Rheydt. Die heutige Architektur des Stadions wurde erst nach dem zweiten Weltkrieg errichtet. 300.000 Kubikmeter Trümmerschutt findet sich in den Wällen rund ums Spielfeld. Zur Saison 1960/61 spielte gar die erste Mannschaft von Gladbach im Stadion, während die Stadt das in die Jahre gekommene Bökelbergstadion umfassend renovierte.

Uhlenkrug-Stadion

Das Uhlenkrug-Stadion beheimatet den Essener Oberligisten ETB Schwarz-Weiß Essen. Der ETB ließ das Stadion bereits 1922 errichten, damals für bis zu 35.000 Zuschauer, heute sind noch 9.950 Besucher zugelassen. Der offizielle Zuschauerrekord geht auf den 23. Dezember 1951 zurück, als die deutsche Nationalmannschaft mit 4:1 gegen Luxemburg gewann.

Dorotheen-Kampfbahn

In ihrer heutigen Form wurde die Dorotheen-Kampfbahn in Dinslaken-Lohberg 1952 erbaut. Die Tribüne ist dabei ein echter Hingucker und wurde in jüngerer Vergangenheit modernisiert. Aktuell 3.800 Zuschauer können im Stadion Platz finden, in vergangenen Zeiten betrug die Kapazität bis zu 15.000. Doch damit ist derzeit nicht zu rechnen. Der ansässige VfB Lohberg kickt in den Niederungen der Kreisliga B. Nichtsdestotrotz lohnt sich ein Besuch in diesem Stadion-Kleinod, um das volle Kreisliga-Flair zu spüren.

PCC-Stadion

Direkt hinter dem Rheindeich liegt das PCC-Stadion im Duisburger Stadtteil Homberg. Bis zu 3.000 Zuschauer können sich hier auf 800 überdachte Sitzplätze und 2.200 unüberdachte Stehplätze verteilen. Fertiggestellt wurde die Sportstätte im Jahr 2003. Der VfB Homberg trägt hier seine Heimspiele aus, außerdem finden immer wieder Niederrheinpokal-Partien des MSV Duisburg in dem Stadion statt. Doch die Lage in unmittelbarer Nähe zum längsten Fluss Deutschlands hat auch seine Schattenseiten. Steigt der Grundwasserpegel, ist der Rasen im Stadion häufig nicht bespielbar.

Stadion am Bresserberg

Dem Oberligisten 1. FC Kleve bietet das Stadion am Bresserberg eine sportliche Heimat. Das Stadion verfügt über eine freistehende Haupttribüne, auf der es überdachte Sitzplätze gibt. Die Gegenseite ist mit einer kleineren, dafür aber ebenfalls überdachten Tribüne ausgestattet, die Stehplätze bietet. Die beiden Hintertorseiten sind auch mit Stehrängen bestückt. Im Spielbetrieb ist die Sportstätte bis zu einer maximalen Kapazität von 6.000 Zuschauern zugelassen.

Hubert-Houben-Kampfbahn

"Die Hubert-Houben-Kampfbahn ist eine der schönsten Sportanlagen, die wir in Krefeld haben", sagt Krefelds Oberbürgermeister Frank Meyer und damit hat er definitiv recht. Zwar ist die 1925 erbaute Sportstätte ein wenig in die Jahre gekommen, doch eine umfassende Sanierung, die allerdings den Charme des Bauwerks erhalten soll, steht unmittelbar bevor. Über drei Millionen Euro stellt die Stadt dafür zur Verfügung. Auf der überdachten Tribüne finden rund 600 Zuschauer einen Sitzplatz, weitere 4.500 können Sportveranstaltungen im Stadion auf den Stehplätzen verfolgen. Fußball wird hier vom KTSV Preussen gespielt.

Grunewald-Kampfbahn

Im Duisburger Stadtteil Hochfeld liegt die Grunewald-Kampfbahn. Ausbau gibt es auf beiden Längsseiten, die große Stehtribüne ist in einen Bahndamm integriert. Somit kann der Zuschauer mitunter denken, er steht auf einer Vibrationsfläche, wenn mal wieder ein großer Güterzug über die Schienen rattert. Euer Redakteur meint sich zudem an eine leckere Wurst vom Grill erinnern zu können, eine zeitnahe Überprüfung ist aber in Planung.

Sportplatz Im Wäldchen

Absolute Kreisliga-Romantik findet sich beim SV Scherpenberg. Im Sommer erwarten die Zuschauer und Spieler auf dem Feld dichte Staubwolken vom Ascheplatz, bei Regen arten die Partien schnell zu einer Schlammschlacht aus. Für Freunde des Gegrillten warten diverse Fleischprodukte vom Holzkohlegrill. Neben der obligatorischen Wurst konnte vor allem das Steak überzeugen.

Update: Der SVS trägt seine Heimspiele inzwischen auf der Anlage des TV Asberg aus.

Was sind eure Stadion-Highlights am Niederrhein? Wo habt ihr die beste Wurst verdrückt? Schreibt uns an fupa@rp-digital.de! Wir freuen uns auf eure Einsendungen.

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