
Nachdem der SV Merchweiler unter der Woche etwas überraschend das Pokalspiel beim SSC Schaffhausen mit 3:5 verloren hatte, war man darauf gespannt, wie sich der Saarlandligist am Sonntag daheim gegen den souveränen Spitzenreiter SV Elversberg II aus der Affäre ziehen würde. Die Antwort lautet: Sehr gut - auch wenn die drei Punkte am Ende trotz harter Gegenwehr an die Kaiserlinde gingen.
"Wir haben heute mit einer Defensivtaktik gearbeitet. Wir wollten hinten kompakt stehen und dann mit unseren drei schnellen Spitzen auf Konter lauern", sagt Merchweilers Teammanager Peter Hornung. Er meinte damit Sami David Affes, Nicholas Kentry Modeste sowie Sascha Bamberg. Und als dann Bamberg in der Mitte Affes mustergültig bediente und dieser mit allerletztem Einsatz den Ball zum 1:0 über die Linie drückte (siebte Minute), sah es gleich richtig gut für die Hausherren aus. Im weiteren Spielverlauf hätten David Keller und Modeste sogar noch die Führung für den klaren Außenseiter ausbauen können. Doch auf der anderen Seite stand keine andere Mannschaft als der souveräne Spitzenreiter, der mit zunehmendem Spielverlauf den Ball immer schneller durch die eigenen Reihen laufen ließ. Und so entwickelte sich für die Zuschauer eine extrem spannende Partie, deren Ausgang zwischendurch niemand auf dem Sportplatz vorhersagen konnte. Ein von Angelos Stavridis verwandelter Foulelfmeter (63.) bedeutete für den Ligaprimus den Ausgleich. Auch in der Folge blieb es spannend. Im Anschluss an den Elversberger Führungstreffer durch Lukas Kohler (84.) hätten die Gastgeber bei einer Dreifachchance noch einmal ausgleichen können. "Die Gäste hatten allerdings alles reingeschmissen und konnten ihr Tor verteidigen. Unser Torhüter ist dann aus dem Tor raus. So fiel dann auch noch in der Nachspielzeit das 1:3", meinte Hornung. Diesen Treffer erzielte Dimitri Kakoishvili. "Wir haben uns heute wirklich gut präsentiert und die Pokalniederlage gut weggesteckt. Natürlich ist man über das Ergebnis enttäuscht, aber auf unsere Leistung gegen den Tabellenführer lässt sich aufbauen", betonte der Merchweiler Teammanager.