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Allgemeines

Das neue Trainer-Team des SV Straelen

Frank Goldau und SVS-Legende Stefan Post sollen den Abstieg des SV Straelen in die Kreisliga B verhindern. Beide haben in der Vergangenheit schon einmal erfolgreich gemeinsame Sache gemacht. Auch der bisherige Coach Michael Janßen bleibt.

von Volker Himmelberg · 21.11.2024, 09:00 Uhr · 0 Leser
Frank Goldau (rechts) und Stefan Post sollen den SV Straelen retten.
Frank Goldau (rechts) und Stefan Post sollen den SV Straelen retten. – Foto: TSV Wa.-Wa. / van der Velden

Im vergangenen Jahrzehnt wagte der SV Straelen den Ausflug in die Grauzone des Profifußballs. Das Experiment ging gründlich daneben. Im Sommer hat sich der Verein aus bekannten Gründen mit dem Rückzug in die Kreisliga A Kleve/Geldern angefreundet. Notgedrungen zwar, aber ohne großartige Nebengeräusche.

Doch B-Liga-Fußball an der Römerstraße – das geht gar nicht und ist irgendwie auch unvorstellbar. Die Hinrunde im Kreisliga-Oberhaus hat der SV Straelen allerdings als Tabellenvorletzter beendet. Mit sechs Punkten Rückstand auf Platz 13, der wahrscheinlich, und acht Zählern Rückstand auf Platz zwölf, der in jedem Fall die Rettung bedeutet.

Reißleine gezogen

Der Sportliche Leiter Peter Streutgens und Fußball-Abteilungsleiter Jürgen Lendzian haben jetzt die Reißleine gezogen. Und ein neues Trainer-Duo installiert, das ab sofort die heikle Mission Klassenerhalt in Angriff nehmen soll. Alle Fußballfreunde, die dem SVS verbunden sind, werden begeistert sein.

Hier die gute Nachricht in der Vorweihnachtszeit: Frank Goldau und Stefan Post sollen es richten. Beide machten schon zu Beginn des Jahrtausends gemeinsame Sache, als sie mit dem SV Straelen II den Aufstieg in die Landesliga feierten. Goldau führte den TSV Wachtendonk-Wankum in der vorzeitig abgebrochenen Saison 2019/20 in die Landesliga. Es folgte Corona – für den früheren Polizeibeamten der richtige Zeitpunkt, um die sportliche Laufbahn zu beenden.

Und Stefan Post? Was soll man sagen, der Mann ist an der Römerstraße lebende Legende und einfach Kult. Beim SV Straelen hat der inzwischen 63-Jährige das Fußballspielen gelernt und schaffte schon als Teenager den Sprung in die erste Mannschaft. Später betätigte er sich jahrzehntelang als Assistent und sah die Trainer kommen und gehen. Einer saß immer auf der Bank: Stefan Post. Immer dann, wenn das Umfeld der Grün-Gelben wieder einmal zum Höhenflug ansetzte, war er für das Thema Bodenhaftung zuständig. Und brachte die seltene Gabe mit, die Launen von „Boss“ Hermann Tecklenburg schulterzuckend zur Kenntnis nehmen zu können.

Mit dem Niederrheinpokal verabschiedet

2022 nahm er den Gewinn des Niederrheinpokals zum Anlass, um sich zu verabschieden. „Das war ein unvergesslicher Erfolg und der richtige Zeitpunkt, um zu gehen“, so Post. Den Niedergang inklusive drohender Insolvenz erlebte er von außen. „Das hat schon wehgetan. Der SV Straelen ist schließlich mein Verein“, sagt Post.

Genau das ist der Grund, weshalb der alte ab sofort wieder der neue Co-Trainer ist. Das Duo hat sich noch eine Bedenkzeit erbeten. Die alten Weggefährten übernehmen zunächst einmal für die beiden letzten Spiele vor der Winterpause die Verantwortung. Am Freitag, 29. November, geht’s zum starken Aufsteiger Viktoria Goch II, am Sonntag, 8. Dezember, folgt das Heimspiel gegen Siegfried Materborn.

„Aus diesen beiden Spielen müssen drei Punkte her“, so Post, für den die sportliche Situation keineswegs ausweglos ist. „Ich spreche den jungen Spielern gar nicht die Qualität ab. Aber häufig hat es an der nötigen Disziplin gemangelt. Außerdem brauchen wir zwei, drei Führungsspieler.“

An dieser Stelle kommt Peter Streutgens ins Spiel, der den beiden Oldies wahrscheinlich das eine oder andere Geschenk unter den Weihnachtsbaum legen wird, damit die Hoffnungsträger es sich nicht noch einmal anders überlegen.

Namen sind zwar noch geheime Verschlusssache. Aber. „Ich habe bereits die Zusage von sechs Spielern, die im Winter kommen und uns sofort helfen werden“, so Streutgens. Und zwar in allen Bereichen. Vom Torwart bis zum gefährlichen Stürmer ist alles dabei, damit der SV Straelen nach Möglichkeit auch in der Saison 2025/26 im Kreisliga-Oberhaus mitmischt.

Zum Trainer-Team an der Römerstraße gehört nach wie vor auch Michael Janßen. Der 30-Jährige steht noch am Anfang seiner Übungsleiter-Laufbahn und wird von der Zusammenarbeit mit den „alten Hasen“ sicher enorm profitieren. Verabschiedet hat sich hingegen Friedel Baumann.

Der Experte in Sachen Fitness und Athletik, der einst schon den Straelener Regionalliga-Spielern Beine gemacht hatte, möchte sich nach Möglichkeit in Zukunft wieder höherklassig engagieren.