
Die Tabellennachbarn TSV Bayer Dormagen (7.) und der 1. FC Grevenbroich-Süd (6.) treffen in der Bezirksliga im Derby aufeinander. Aktuell trennen die beiden Teams nur drei Zähler, daher kann der TSV am Sonntag (Anpfiff 15 Uhr) mit einem Heimsieg auf den sechsten Rang klettern.
Der TSV Bayer Dormagen geht nach seinem 4:2-Erfolg im Dormagen-Derby über den VdS Nievenheim mit Rückenwind in den 21. Spieltag. Der 1. FC Grevenbroich-Süd ließ am vergangenen Spieltag hingegen überraschend Punkte gegen das Tabellenschlusslicht TSV Meerbusch II liegen. Beim 4:4-Unentschieden missfiel dem spielenden Co-Trainer Kai Wirtz vor allem die erste Hälfte seines Teams. „Im ersten Durchgang haben wir unsere spielerischen Ideen vermissen lassen“, kritisierte er. Seine Mannschaft ist ohnehin vor dem TSV gewarnt. Im Hinspiel konnte Bayer in Unterzahl in Neuenhausen mit 3:0 gewinnen. „Nachdem wir unsere letzten beiden Heimspiele gegen Dormagen verloren haben, werden wir den Gegner ganz sicher nicht unterschätzen“, macht Wirtz darum klar und fordert: „Eine erste Halbzeit wie gegen Meerbusch dürfen wir uns am Sonntag nicht erlauben.“
Nachdem der TSV Bayer Dormagen sich gegen den VdS Nievenheim die Vorherrschaft in der Chemiestadt gesichert hatte, wurde am Montag noch gefeiert. „Die Jungs haben sich abends noch mal getroffen, um den Derbysieg richtig zu würdigen“, verrät Trainer Marko Niestroj schmunzelnd, versichert aber: „Seit Dienstag liegt unser Fokus wieder voll auf dem kommenden Spiel gegen Grevenbroich-Süd. Ich erwarte einen athletischen und zweikampfstarken Gegner.“ Für die Partie am Sonntag ist bei den Hausherren der Einsatz von Torjäger Alexander Hauptmann noch fraglich. Berkay Köktürk, der gegen den VdS sein langersehntes Comeback feierte, steht noch nicht für die Startelf zur Verfügung. „Wir wollen ihn langsam durch Kurzeinsätze wieder ranführen. Unser Plan ist es, dass Berkay Ende März wieder volleinsatzbereit ist“, sagt Niestroj. Auch der 1. FC Grevenbroich-Süd hat vor dem Derby noch Fragezeichen im Kader: Während die Verteidiger Emre Demirbolat und Ajay Newton ganz sicher ausfallen werden, ist der Einsatz anderer Spieler noch fraglich.
Für viele muslimische Fußballer, auch im Rhein-Kreis Neuss, ist aktuell wieder Ramadan. Das bedeutet: Nichts essen oder trinken bis zum Sonnenuntergang. Daran halten sich auch einige Sportler des 1. FC Grevenbroich-Süd. „Bei uns im Verein ist es immer ganz normal, dass auf den Ramadan Rücksicht genommen wird. Aber unsere Jungs sind daran gewöhnt, auch ohne Wasser zu spielen, das ist für uns kein Nachteil“, beruhigt Wirtz.
Der Ehrgeiz seiner Mannschaft ist groß, den Vorsprung auf die Konkurrenz im Rhein-Kreis Neuss weiter auszubauen. „Wir wollen auf diesem sechsten Rang bleiben und den Abstand zum Tabellenmittelfeld vergrößern. Ich rechte mit einem Spiel auf Augenhöhe, weshalb ich von meiner Mannschaft erwarte, diesen Ehrgeiz auch auf den Platz zu bringen.“