
Stefan Bartsch beschreibt die derzeitige Lage seines SV Babstadt mit Bezug zum Journalismus. "Ihr schreibt in solchen Fällen ja gerne, dass das Momentum nicht auf unserer Seite wäre", sagt der Trainer nach vier Niederlagen in Serie und nur einem Zähler aus sechs Partien 2026. Das schon fast zehn Punkte dicke Polster nach der Vorrunde auf die Teams ab Rang sechs abwärts ist somit aufgebraucht.
"Wir haben die Leichtigkeit verloren", konstatiert Bartsch. Versuche dem entgegenzuwirken haben bislang noch nicht gefruchtet. Es gab ein Kabinenfest und viele Gespräche, das Hauptproblem ist geblieben – es gelingen zu wenig Torerfolge. Bestes Beispiel hierfür ist die zurückliegende 3:4-Niederlage beim FVS Sulzfeld. "Wir erspielen uns viele Chancen, bekommen es aber nicht bis zum Ende hin", erläutert der Coach, für den es durchaus, "6:6 hätte ausgehen können." Hervorzuheben ist für ihn nach diesem Spiel der Sulzfelder Spielertrainer: "Mario Bilger war der überragende Mann auf dem Platz, die Dinge die er mit dem Ball macht, sind genau das, was man sich wünscht."
Für seine eigene Elf wünscht er sich die Rückkehr der Lockerheit, die in der Vorrunde Punktgewinne in Serie lieferte und zwischenzeitlich sogar den zweiten Platz in Reichweite rückte. Kurioserweise ist der Babstadter Kader in der Rückserie sogar noch breiter aufgestellt nach der Rückkehr der Feierabend-Brüder aus Siegelsbach. "Nominell sind wir eigentlich besser aufgestellt", sagt daher auch Bartsch. Für den Endspurt, der eine Englische Woche gegen Waldangelloch, in Hilsbach und gegen Angelbachtal vorsieht, wünscht sich der SV-Trainer eine Platzierung um Rang fünf, sechs und sagt: "Wenn wir jetzt Achter oder Neunter werden, hätten wir die gute Vorrunde verspielt."
Ein positiver Nebeneffekt einer höheren Platzierung wäre die bessere Ausgangslange bei Gesprächen mit potenziellen Neuzugängen. "Wir werden niemanden finanziell locken können und wollen", so Bartsch, der den Zusammenhalt lobt, "es wollen alle, im Training sind regelmäßig 20 bis 24 Mann, nur die Reife und Cleverness fehlen vielleicht."
Nächste Runde soll dann der nächste Schritt wieder in die richtige Richtung gehen. Bartsch ist jedenfalls hochmotiviert: "Der SV ist, was das Umfeld und die Mannschaft angeht, einer der besten Vereine in meiner 28-jährigen Trainerkarriere. Ich fühle mich richtig wohl in unserem kleinen gallischen Dorf."