
Während die Herren des SV Mosella Niederemmel zwei Spieltage vor Schluss in der Bezirksliga noch um den Klassenverbleib bangen müssen, können sich die Frauen entspannt zurücklehnen: Bereits am vorvergangenen Wochenende machten die Fußballerinnen aus Piesport den Meistertitel in der Bezirksliga-Staffel II perfekt. Feiern konnten sie schon nach dem 0:0 des Verfolgers FV Hunsrückhöhe Morbach bei der DJK Morscheid. Einen Tag später landete der bereits feststehende Meister dann noch einen 4:2-Sieg beim TuS Issel II, ehe das Team zuletzt spielfrei war.
Das Spitzenspiel und Derby gegen die FV Hunsrückhöhe am Sonntag ab 14.30 Uhr hat damit sportlich an Bedeutung verloren. Die vorerst letzte Partie in der Bezirksliga bestreitet der Rheinlandliga-Aufsteiger am Samstag, 23. Mai, um 19 Uhr bei der DJK Utscheid.
„Klares Ziel ist es, auch die restlichen Spiele noch zu gewinnen“, hält Benedikt Vogedes nichts von einem lockeren Ausklingen der Saison. Der 31-Jährige coacht das Team gemeinsam mit seinen Mitspielern aus der ersten Herrenmannschaft, Dominik Ludwig und Maximilian Schäfer.
Als Hauptgrund für die erfolgreiche Saison – im Rheinlandpokal war erst im Halbfinale Schluss – nennt Vogedes die Homogenität und den Zusammenhalt: „Die meisten sind schon lange dabei. Es herrscht eine sehr gute Stimmung im Team.“
Zudem zeichne die defensive Stabilität die Mannschaft aus: Mit nur 16 Gegentoren in den bisherigen 18 Partien verzeichnet Niederemmel den Liga-Bestwert. Offensiv sei man nur schwer auszurechnen, da sich die bislang 60 Treffer recht gleichmäßig verteilen. Ganz vorne in der Torjägerliste sucht man eine Niederemmelerin allerdings vergeblich: Jasmin Fehres liegt mit 14 Treffern auf Rang fünf, Emma Schurb ist mit zwölf Toren Zwölfte, Pauline Adams folgt mit sieben Treffern auf Platz 17.
Ausfälle seien immer wieder gut kompensiert worden, sagt Vogedes: „Wenn mal jemand nicht konnte, ist eine andere eingesprungen. Das Kollektiv ist unsere Stärke.“
Der Kader werde nach seinen Angaben weitgehend zusammenbleiben. Zudem gebe es lose Kontakte zu potenziellen Neuzugängen. Vogedes selbst verabschiedet sich allerdings aus dem Trainerteam: „Nach drei Jahren ist für mich aus zeitlichen Gründen Schluss. Wenn man jeden Abend auf dem Sportplatz steht, wird es einem irgendwann zu viel. Ich mache erst mal eine Pause und konzentriere mich aufs Spielen.“
Für die Rheinlandliga sieht er die Mannschaft gut gerüstet. Verbesserungsbedarf erkennt er allerdings noch im letzten Drittel: „Wir werden eine Liga höher wahrscheinlich weniger Chancen bekommen als jetzt. Deshalb müssen wir effizienter werden.“