2026-04-16T10:11:10.190Z

Allgemeines

„Das ist die größte Aufgabe, die in der Liga auf einen warten kann“

von Olaf Wegerich · Heute, 15:41 Uhr · 0 Leser
Auf ihn wird viel Arbeit zukommen – PSV-Torhüter Tilman Körtzinger.
Auf ihn wird viel Arbeit zukommen – PSV-Torhüter Tilman Körtzinger. – Foto: Olaf Wegerich

Für den PSV Neumünster endet die englische Woche in der Flens-Oberliga mit einem Heimspiel. Am kommenden Samstag präsentiert sich um 14:00 Uhr mit dem SV Todesfelde der aktuelle Tabellenführer auf dem PSV-Sportplatz an der Stettiner Straße in Neumünster.

Die Mannschaft von Trainer Björn Sörensen, der gerade seinen Kontrakt beim Ligaprimus um zwei weitere Jahre verlängert hat, ist in dieser Saison das Maß aller Dinge und beherrscht die Liga nahezu nach Belieben. Das bekamen im Hinspiel auch die Ordnungshüter zu spüren, als der PSV im Joda-Sportpark mit 0:5 die höchste Saisonniederlage schlucken musste.

Deutliche Bilanz spricht für Todesfelde

Die Bilanz aus Neumünsteraner Sicht gegen den Dorfverein aus Segeberg ist erdrückend. Keines der letzten elf Duelle konnte gewonnen werden. Lediglich einmal gab es ein Remis. Von insgesamt 21 Vergleichen konnte der PSV nur viermal gewinnen, Todesfelde hingegen bereits 17-mal.

Ein weiterer Aspekt, der für die Segeberger spricht, ist ihre enorme Auswärtsstärke. Alle elf Spiele auf fremden Plätzen konnten gewonnen werden.

PSV mit starker Derby-Leistung

Sportlich präsentierte sich der PSV am Mittwochabend im Stadtderby beim VfR in sehr starker Verfassung und hatte den Lokalrivalen vor Rekordkulisse beim 2:2 lange Zeit am Rande einer Niederlage.

Dennis Buthmann aus dem Trainerduo des PSV geht die Aufgabe realistisch an und sagt:
„Das ist die größte Aufgabe, die in der Liga auf einen warten kann. Eine Mannschaft, die individuell brutalste Qualität hat, über jeden Zweifel erhaben ist, taktisch gut eingestellt ist, enorm abgeklärt und reif ist und enorm komplett ist, was das Gesamtpaket betrifft.“

Hoffnung auf Überraschung

Zu den Chancen auf eine Überraschung sagte der PSV-Coach:
„Wir werden einen optimalen Tag brauchen und einen nicht so guten Tag von Todesfelde brauchen. Wir werden trotzdem alles reinhauen und alles probieren. Bei uns muss dann aber alles klappen und bei Todesfelde darf die eine oder andere Geschichte an dem Tag mal nicht ganz so glücklich laufen. Dann brauchen wir schon auch ein Quäntchen Glück, aber dann glaube ich, dass da schon etwas möglich ist. Zumindest werden wir uns einen guten Plan zurechtlegen, wo wir sie dann vielleicht bespielen können.“

Personalsorgen beim PSV

Personell bleibt es weiter schwierig. Neben Geart Latifi, der eine Gelbsperre abbrummen muss, ereilte den PSV am Donnerstag noch die Horrornachricht, dass die Saison für Nils Drauschke gelaufen ist aufgrund seines Bruchs im Handgelenk, den er sich im Stadtderby zugezogen hatte.

„Er trägt jetzt Gips und muss noch operiert werden. Diese Hiobsbotschaften hören einfach nicht auf bei uns. Es kostet wirklich Kräfte, es zehrt an den Nerven, aber es ist, wie es ist. Uns bleibt nichts anderes übrig. Jammern hilft nicht. Von daher werden wir am Wochenende alles reinhauen“, nahm es Buthmann mehr oder weniger mit Galgenhumor.

Mit den Brüdern Marvin und Calvin Ehlert, Fyn Claasen sowie Tom Zarpe fehlen weitere Stammkräfte aufgrund von Verletzungen.

Todesfelde mit breiter Brust

Der SV Todesfelde hat nach dem 1:0-Erfolg gegen den amtierenden Meister FC Kilia Kiel fünf Spieltage vor Saisonende bereits ein beruhigendes Polster von zehn Punkten auf Verfolger Holstein Kiel II und geht ausgeruht in das Spiel.

Coach Björn Sörensen hat für 2 Jahre beim SV Todesfelde verlängert.
Coach Björn Sörensen hat für 2 Jahre beim SV Todesfelde verlängert. – Foto: Olaf Wegerich

Todesfeldes Trainer Björn Sörensen sagte zu dem Spiel in Neumünster:
„Wir werden das Spiel beim PSV genauso angehen wie in den letzten Wochen. Wir wollen erfolgreich sein und drei Punkte holen. Insofern haben wir uns auf den PSV Neumünster ähnlich akribisch vorbereitet wie auf den VfB Lübeck im Pokal oder auf Kilia Kiel in der vergangenen Woche. Es geht darum, dass wir selber wieder sehr aktiv sind mit dem Ball, dass wir auch ohne den Ball versuchen, den PSV in Bereiche zu drängen, die uns dann hilfreich sind und dem Spiel zugutekommen.“

Personelle Lage beim Tabellenführer

Verzichten muss der Spitzenreiter auf Mirko Boland, Noel Denis, Pepe Kruse und Niki Stehnck.

„Ansonsten kommen die Spieler langsam wieder zurück. Auch Noel Denis macht Fortschritte. Er absolviert Teile des Mannschaftstrainings. Insofern brauchen wir nicht mehr lange und haben dann hoffentlich im Endspurt auch Mirko Boland wieder an Bord. Der wird sicher noch ein oder zwei Wochen benötigen, aber dann sieht es wieder sehr positiv aus“, sieht Sörensen die Personalsituation in seinem Kader entspannt.

Mit Abwehrchef Christian Rave nach Gelbsperre erwartet der Spitzenreiter einen weiteren wichtigen Rückkehrer.