
Die Fußball-Saison 2024/2025 biegt auf die Zielgerade ein. Demzufolge fallen viele Entscheidungen. Besonders groß ist der Jubel bei den Teams, die Meister sind oder den Aufstieg geschafft haben oder sich Pokalsieger nennen dürfen. Und genau diese Mannschaften möchten FuPa Württemberg würdigen. Wenn dein Team auch dabei sein möchte, dann schreibe uns per E-Mail an h.schmidt@fupa.net
Der SSV Aalen hat eine turbulente, aber am Ende triumphale Saison in der Kreisliga A2 Ostwürttemberg mit dem Meistertitel und dem Aufstieg in die Bezirksliga gekrönt. Für Spielertrainer Samuel Schultes, der das Team erst zu Saisonbeginn übernommen hatte, ist es ein großer Erfolg nach Monaten des Umbruchs. Gegenüber FuPa schildert er die Erfolgsfaktoren, die Entwicklung der Mannschaft und den Blick auf die kommende Saison.
Zwei Tage Feiern – und es geht weiter
„Die Feier ging eigentlich bis gestern Abend“, berichtet Samuel Schultes. Und es soll weitergehen: „Heute Abend geht es auch gleich bei einem Sponsor von uns weiter, der uns optisch ein wenig verändern wird und sich mit einem kleinen Umtrunk erkenntlich zeigt.“
Aufstieg erst mittelfristig geplant
Dass es so schnell zum Titel reichen würde, war zunächst nicht geplant. „Grundsätzlich war die Mannschaft, die ich erst zu Beginn dieser Saison übernommen hatte, wenig bekannt. Nach all den Unruhen der letzten Monate war die klare Zielsetzung, Ruhe in den Verein zu bringen und mit der jungen Mannschaft für die nächsten drei Jahre den Aufstieg in Betracht zu ziehen.“ Doch der erste Eindruck in der Vorbereitung überzeugte den Coach: „Nach der ersten Trainingswoche habe ich der Mannschaft klar gesagt, dass wir mit dieser Qualität den Aufstieg als klares Ziel ins Visier nehmen.“

Hunger, Fleiß und Zusammenhalt als Schlüssel
Ausschlaggebend für die Meisterschaft war für Schultes der „unbändige Hunger der Mannschaft“ und die starke Trainingsbeteiligung: „Auch die Jungs, die spielzeittechnisch hinten dran waren, waren immer im Training und haben genauso ihren Teil dazu beigetragen.“ In entscheidenden Phasen sei das Team noch enger zusammengerückt: „Mit Didi Mustafa haben wir natürlich einen Spieler im Kader, der für solche Momente lebt und die letzten Prozente aus den Jungs rausholt.“
Kollektiv und Flexibilität als Stärken
„Die Stärken in unserem Team sind das Kollektiv und die familiäre Atmosphäre“, betont Schultes. „Die Spieler lassen sich gerne auf neue Dinge ein und übernehmen auch mal ungewohnte Positionen, um der Mannschaft zu helfen.“
Ein weiterer Erfolgsbaustein: „Unser Wintertrainingslager in Kroatien unter professionellsten Bedingungen hat uns als Mannschaft nochmals wachsen lassen. Ein fettes Dankeschön an unseren Verein und die Verantwortlichen, die uns das ermöglicht haben.“
Abschlussfahrt nach Mallorca
Zur Belohnung geht es von Sonntag bis Mittwoch auf Abschlussfahrt nach Mallorca. „Das haben sich meine Jungs einfach verdient, um nach einer langen, harten Saison mit vielen Höhen und Tiefen etwas abschalten zu können.“
Aufstiegsrecht wird selbstverständlich wahrgenommen
„Wir werden das Aufstiegsrecht definitiv annehmen“, bekräftigt Schultes. „Wir möchten in der neuen Liga mit den neuen Herausforderungen mitwachsen.“
Kaderplanung läuft auf Hochtouren
An der Kaderfront wird sich einiges tun: „Es wird die eine oder andere Veränderung im Kader geben.“
Auch im Trainerteam steht ein Wechsel an: „Cassio Da Silva wird sich unserem Ligakonkurrenten Hofherrnweiler anschließen. Hier ein großes Dankeschön im Namen der ganzen Mannschaft an Chicco – viel Erfolg bei deiner neuen Aufgabe.“
Ziel: zunächst Klassenerhalt
Für die Saison 2025/2026 hält sich Schultes bewusst bedeckt: „Die Zielsetzung nach außen als Aufsteiger ist natürlich klar. Aber bevor wir unsere Ziele wirklich festlegen, werden diese erstmal intern mit der Mannschaft besprochen.“
Erst einmal gelte es, die Sommerpause zu genießen und dann wieder voller Elan in die Vorbereitung zu starten.

Überzeugende Saison
Mit 21 Siegen, vier Unentschieden und nur fünf Niederlagen sowie einem Torverhältnis von 73:29 setzte sich der SSV Aalen am Ende an die Spitze der Kreisliga A2 – drei Punkte vor Verfolger SG Union Wasseralfingen.
Mit Rückenwind in die Bezirksliga
Mit einer jungen, hungrigen Mannschaft, die in kurzer Zeit unter Schultes zu einer Einheit gereift ist, gelang dem SSV Aalen der Sprung in die Bezirksliga. Mit der gleichen Mentalität und dem gelebten Teamgeist ist dem Aufsteiger einiges zuzutrauen. Erst aber steht Mallorca auf dem Programm – und dann ein neues Kapitel in der Vereinsgeschichte.