
Im Winter war damit nicht zu rechnen gewesen. Der FV Nußloch schien sich auf eine nervenaufreibende Rückrunde mittendrin im Abstiegskampf einstellen zu müssen. Mit viel Fleiß in der Vorbereitung und einer etwas anderen Herangehensweise hat die Elf der beiden Trainer Steffen Kochendörfer und Daniel Herm rasch eine Lücke zwischen sich und die Abstiegsränge gebracht. Der Lohn ist der frühzeitige Klassenerhalt, das Heimspiel am Samstag gegen den VfB St.Leon eines ohne großen Druck (Anpfiff, 17 Uhr).
"Dankeschön", sagt Steffen Kochendörfer. Nußlochs Trainer ist wie erwartet sehr erleichtert und ergänzt, "danach sah es nach der Vorrunde ja nicht wirklich aus."
Die bessere Form liegt laut dem Spielertrainer in der körperlichen Verfassung begründet. "Wir sind deutlich fitter geworden, darauf haben wir aber auch großen Wert gelegt", verrät Kochendörfer.
Außerdem haben die Nußlocher ihre Art zu spielen angepasst, wie der Coach hinzufügt: "Wir haben nicht mehr nur versucht von hinten herauszuspielen, sondern haben bewusst ab und zu auf lange Bälle gesetzt."
Das Ergebnis sind bislang 27 Punkte in der zweiten Saisonhälfte im Vergleich zur 16 in der Hinrunde.
Der 33-Jährige will gar nicht zu sehr zwischen Heim- und Auswärtsspielen unterscheiden. "Bei durchschnittlich 80 Zuschauern macht das glaube ich keinen großen Unterschied." Wenn er sich festlegen müsste, dann sieht er seine Mannschaft, "aber eher auswärtsschwach als heimstark." Im Umkehrschluss bedeutet das großes Verbesserungspotenzial für 2026/27.
Platz sechs soll es sein, für den FV wäre das eine der besten Platzierungen in der Vereinsgeschichte. So gut war Nußloch seit 2011 nicht mehr. "Außerdem wollen wir Daniel den bestmöglichen Abschied bescheren", sagt Kochendörfer über seinen Trainerkollegen Daniel Herm, der nach Rundenende bekanntlich aufhört.
"Sergen Sertdemir wird mein Co-Trainer", sagt Kochendörfer. Zu Rundenbeginn war der 33-Jährige noch Kapitän, ein Knorpelschaden im Knie hat ihn in der Winterpause aber zum Aufhören gezwungen.