
Die Spitze der Bezirksliga Nord rückt noch enger zusammen. Zwar punktete der Tabellenführer mit dem 0:0 beim bisherigen Zweiten FC Stätzling, doch der TSV Gersthofen nutzte die Gunst der Stunde und rückte bis auf vier Zähler an den Primus ran. Im Tabellenkeller musste der SC Griesbeckerzell einen herben Rückschlag einstecken. Bis zur 87. Minute führten die Zeller mit 2:0, um dann das Derby gegen den BC Rinnenthal doch noch zu verlieren.
MIt dem 0:0 im Gipfeltreffern wahrten sowohl der FC Stätzling als auch der TSV Hollenbach ihre Aufstiegschance. Im Topspiel waren beide Seiten darauf bedacht, eine Niederlage zu vermeiden. Hollenbach hätte in der 36. Minute in Führung gehen können, als Michael Schäfer die Latte traf. Immer wieder kam es es Unterbrechungen, weil Akteure am Boden lagen. Etwa in der 77. Minute, als beim TSV Werner Meyer mit der gelb-roten Karte vom Platz musste. Stätzlings Luca Lenz hatte sich bei dieser Attacke zwei Schrammen zugezogen. Die Überzahl versuchte der FCS zum Siegtreffer zu nutzen, besonders Maximilian Pletschacher kam auf der rechten Seite wiederholt zum Flanken. Vergebens forderten die Hausherren in der Nachspielzeit einen Foulelfmeter, nachdem Mert Sert zu Fall gekommen war. Das Ergebnis war schließlich als gerecht einzustufen.
Für die Hollenbacher zog Trainer Daniel Zweckbronner dieses Fazit: „Wir sind zufrieden mit dem Spiel, wir sind zufrieden mit dem Ergebnis.“ Nach der Pause seien seine Leute richtig gut aus der Kabine gekommen: „Dann hat uns die gelb-rote Karte weh getan. Die Jungs haben wirklich alles gegeben.“ Dafür wurden sie mit einem Teilerfolg belohnt, der sich in wenigen Wochen aber als entscheidend erweisen könnte, wie Zweckbronner unterstrich: „Wir wollten den direkten Vergleich gewinnen, das haben wir geschafft.“ Das Hinspiel hatte Hollenbach mit 2:1 gewonnen. (jeb) Lokalsport AN
Schiedsrichter: Benjamin Senger (Haunstetten) - Zuschauer: 220
Gelb-Rot: Werner Meyer (77./TSV Hollenbach)
Der SC Griesbeckerzell musste mit der 2:3-Niederlage gegen den BC Rinnenthal eine ganz bittere Pille schlucken. Denn bis zur 87. Minute lagen die Zeller durch den Doppelpack von von Arsim Kadirolli mit 2:0 vorne. Als sich viele Zeller bereits mit einem Heimsieg anfreundeten, nahm das Unheil seinen Lauf.
Einen Freistoß verwandelte Maximilian Merwald zum Anschlusstreffer. Nun warf Rinnenthal nochmal alles nach vorne. Nachdem Manuel Utz im Strafraum von Wiesmüller rüde von den Beinen geholt wurde, versenkte Tobias Friedl den fälligen Elfmeter zum 2:2. Doch damit nicht genug: Merwald setzte sich auf links durch, seinen Querpass vollstreckte der eingewechselte Markus Baader noch zum Siegtreffer. (beos/TL) Lokalsport AN
Schiedsrichter: Lukas Schregle (Biessenhofen) - Zuschauer: 200
Tore: 1:0 Arsim Kadirolli (30.), 2:0 Arsim Kadirolli (35.), 2:1 Maximilian Merwald (87.), 2:2 Tobias Friedl (90.+2/Foulelfmeter), 2:3 Markus Baader (90.+4)
Der TSV Haunstetten war beim 2:1-Sieg gegen den TSV Meitingen bissiger, griffiger und kaltschnäuziger. Das reichte, um den Klassenerhalt gegen harmlose Meitinger, gerade in Halbzeit zwei zu sichern.
Von Anfang an entwickelte sich eine schnelle, ansehnliche und aggresiv gegen den Ball kämpfende Partie beider Mannschaften. Es gab Chancen auf beide Seiten, in Führung zu gehen. Gleich zu Beginn der zweiten Spielhälfte wurde Jost Rittner nicht angegriffen und konnte zum 1:0 einschieben. Fortan geriet Meitingen immer mehr unter Druck und fing sich durch Miguel Ojeda Torres den zweiten Gegentreffer. Der Drops schien gelutscht. Die Wessig-Truppe brachte nicht wirklich nocheinmal etwas zusammen. Mateo Duvnjak war es, der durch eine geniale Einzelaktion den Anschluss erzielte. Es wurde tatsächlich nochmal hektisch, doch Meitingen war nicht mehr in der Lage, etwas Zählbares mit nach Hause zu nehmen. (vra) Lokalsport Labo
Schiedsrichter: Patrick Höpfler (Zell-Bruck) - Zuschauer: 150
Tore: 1:0 Jost Rittner (49.), 2:0 Miguel Ojeda Torres (63.), 2:1 Mateo Duvnjak (84.)
Erneut hat der Bezirksligist VfR Neuburg Charakter gezeigt und eine drohende Niederlage zumindest in ein Unentschieden verwandelt. Gegen den VfR Jettingen reichte es am Ende zu einem 2:2. Dabei wäre sogar mehr drin gewesen – hätten sich die Donaustädter gerade in der ersten Hälfte nicht so viele Fehler erlaubt.
Kurios: Weil alle Stamm- und Ersatztorhüter verletzt oder anderweitig nicht verfügbar waren, musste kurzerhand Stürmer Mamadou Diallo einspringen. „Für die beiden Tore kann er nichts, ich finde, er hat das gut gemacht“, sagte Trainer Peter Krzyzanowski nach der Partie. Beide Male hatte ihn Elias Miller bezwungen. Doch nach dem 0:2-Rückstand drehte der VfR auf. Der Anschlusstreffer von Philippe Bauer, der eine Flanke direkt verwandelte, war allemal sehenswert. Kurz darauf bekam der Jettinger Daniel Heidenberger nach einem Foul die Gelb-Rote Karte. Die Neuburger konnten die Überzahl lange nicht nutzen. Erst in der Schlussphase ließ Eroglu vier verblüffte Jettinger stehen und wurde im Strafraum zu Fall gebracht. Den Elfmeter verwandelte Sebastian Habermeyer zum 2:2. (mki) Lokalsport NR
Schiedsrichter: Jakob Hanser (Buching) - Zuschauer: 110
Tore: 0:1 Elias Miller (10.), 0:2 Elias Miller (59.), 1:2 Philippe Bauer (63.), 2:2 Sebastian Habermeyer (85./Foulelfmeter)
Gelb-Rot: Daniel Heidenberger (69./VfR Jettingen)
Obwohl der FC Horgau personell arg gehandicapt war, konnte das Kleeblatt den TSV Gersthofen eine halbe Stunde lang ärgern. Dann aber nahm das Schicksal seinen Lauf und Gersthofen setzte sich mit 4:0 durch. Die Führung leitete Torjäger Fabian Bühler ein, der Rettungsversuch von Horgaus Tobias Kirschner kam zu spät. Beim 2:0 überwand Armin Sukalic im zweiten Versuch FCH-Keeper Häberl.
Nach dem Wechsel setzte sich dann die individuelle Klasse des TSV Gersthofen immer mehr durch. Vor allem Bühler sorgte für Wirbel, obwohl er diesmal auch Chancen vergab. Nach einem Querpass von Bühler brachte Horgaus Noah Hagner das Leder nicht unter Kontrolle und Aivin Eminii nutzte dieses Geschenk zum 3:0. Den Schlusspunkt setzte Kenan Kunalic, der nach einer Flanke von Bühler völlig blank stand und zum 4:0 einköpfte. „Gegen die individuelle Klasse der Gersthofer haben wir im, Rahmen unserer Möglichkeiten gut mitgehalten. Wir haben viele zweite Bälle erobert, aber zu wenig daraus gemacht“, meinte FCH-Trainer Franz Stroh. (oli) Lokalsport Labo
Schiedsrichter: Maximilian Wagner (Kempten) - Zuschauer: 131
Tore: 1:0 Fabian Bühler (27.), 2:0 Armin Sukalic (41.), 3:0 Aivin Emini (58.), 4:0 Kenan Kunalic (76.)

Trotz der 2:5-Niederlage gegen den TSV Nördlingen II besteht noch für den FC Günzburg noch eine kleine Chance, den direkten Abstieg zu vermeiden. Mut machen die Anfangsminuten gegen Nördlingen, denn Mittelstürmer und Spielertrainer Maximilian Lamatsch brachte seine Farben schenll in Führung. Zwar drehten die Rieser die Partie durch Daniel Ernst und Max Göttler, dann aber schlug Lamatsch wieder zu und glich zum 2:2 aus.
In der zweiten Halbzeit waren erst vier Minuten gespielt, als sich Jeton Veselaj eine Zeitstrafe einfing. Diese numerische Überzahl nutzten die Nördlinger durch Luca Lechler zum 2:3. Diesem Rückstand rannte der FCG hinterher und hatte Pech, als Barbaro Casamayor-Bell wenig später die Latte traf und kurz danach auch Bilal Al-Kheder das Nördlinger Lattenkreuz anvisierte. Als die Günzburger dann umstellten und höheres Risiko gingen, nutzten Fabian Siebachmeyer und Sainey Badjie die Freiräume zu zwei weiteren Treffern der Bayernliga-Reserve. (ow) Lokalsport GZ
Schiedsrichter: Paul Brendelberger (Pforzen) - Zuschauer: 50
Tore: 1:0 Maximilian Lamatsch (4.), 1:1 Daniel Ernst (14.), 1:2 Max Göttler (31.), 2:2 Maximilian Lamatsch (34.), 2:3 Luca Lechler (53.), 2:4 Fabio Siebachmeyer (77.), 2:5 Sainey Badjie (86.)
Einen Risenschritt Richtung Klassenerhalt machte der VfL Ecknach mit dem 4:0-Sieg beim TSV Ziemetshausen. Ecknach war von der ersten Minute an hellwach, der Führungstreffer durch Serhat Örnek war keine Überraschung. Dann folgte ein ein Schockmoment. Ecknachs Manfred Glas traf bei einem Befreiungsschlag Gegenspieler Lorik Mataj am Kopf, der regungslos am Boden liegen blieb, behandelt werden musste und letztlich mit dem Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht werden musste.
Schiedsrichter Veit Sieber pfiff vorzeitig zur Pause, ließ danach die elf verbleibenden Minuten spielen und unterbrach anschließend nur kurz zum Seitenwechsel. Der VfL ließ sich durch die lange Unterbrechung nicht verunsichern und machte dort weiter, wo er zuvor aufgehört hatte. Luca Broncel traf aus zehn Metern zum 0:2, Robin Streit sorgte mit dem 0:3 für eine Vorentscheidung. In Überzahl - Ziemetshausens Torjäger Tarik Music hatte Gelb-Rot gestehen - gelang Philipp Heinrichs mit einer schönen Einzelaktion noch das 0:4. (jng) Lokalsport AN
Schiedsrichter: Veit Sieber (Lechhausen) - Zuschauer: 150
Tore: 0:1 Serhat Örnek (29.), 0:2 Luca Broncel (41.), 0:3 Robin Streit (52.), 0:4 Philipp Heinrichs (72.)
Gelb-Rot: Tarik Music (62./TSV Ziemetshausen)
Einen verdienten 3:1-Sieg feierte der SV Wörnitzstein beim TSV Dinkelscherben. Der SVW dominierte die erste Halbzeit und ließ einige Chancen liegen, ehe Mathias Färber kurz vor dem Seitenwechsel die Vorlage von Timo Zausinger zur überfälligen Führung nutze. Wörnitzstein blieb nach dem Seitenwechsel dran und kam durch den verwandelte Handelfmeter von Michael Knötzinger zum 0:2. Dinkelscherben gab aber nicht auf, nach einer 2:0. Die Heimelf kam in der Folge durch ein Tor nach einer Flanke von Samuel Seibold köpfte Alexander Brecheisen freistehend zum 1:2 ein. Doch der SVW hatte gleich eine Antwort parat. Nach Ecke von Timo Zausinger köpfte der starke Jonas Veh zur Vorentscheidung ein. In der Schlussphase ließ der SVW kaum noch etwas zu. (svw) Lokalsport DW
Schiedsrichter: Maximilian Raudensky (Illdorf) - Zuschauer: 200
Tore: 0:1 Mathias Färber (42.), 0:2 Michael Knötzinger (52./Handelfmeter), 1:2 Alexander Brecheisen (66.), 1:3 Jonas Veh (68.)
