
Der 1.FC Stern hat den ersten Matchball zur Vize-Meisterschaft in der Kreisliga A1 souverän verwandelt: Mit ihrem 6:1 (3:1) – Kantersieg beim TSV Bartholomä ließen die Mögglinger nicht den kleinsten Zweifel aufkommen und den Bezirksliga-Traum wiederholen.

Der 2:2-Dämpfer beim TSB Gmünd hatte seine Wirkung offenbar nicht verfehlt. Von Nervenflattern keine Spur beim Tabellenzweiten, der seine Pflichtaufgabe makellos erfüllte. Befreiende Jubelszenen, verdienten Applaus und erste Rauchfackeln der mitgereisten Fans gab es hinterher – nur ein kleiner Vorgeschmack auf das, was die Mögglinger in den nächsten zwei Wochen entfachen werden. Selbst mit dünnem Kader hatte der Stern erstaunlich wenig Mühe, weil er gegen abstiegsbedrohte Gastgeber seine spielerischen Stärken auf dem Kunstrasen nahezu optimal abrief.

Von Beginn an setzte sich die Tözge-Elf in der gegnerischen Hälfte fest, agierte vorne wie hinten souverän. Die beiden Mittelfeldmotoren Mohammad Mohammadi und Christoph Forstenhäusler nahmen sich die ersten beiden Schüsse, die der TSV-Tormann Felix Pröger noch parieren konnte. In der 14. Minute setzte Simon Schips zu einem kraftvollen Vorstoß an. Statt selbst abzuschließen, hatte der starke Linksverteidiger das Auge für Ibrahim Cakmak, der gewohnt cool zur Führung einnetzte. Es blieb ein Spiel in eine Richtung, auch wenn Bartholomä sich nach Kräften wehrte. Cakmak köpfte eine punktgenaue Flanke von Justin Fuchs haarscharf vorbei. Kurz darauf packte der Angreifer aus 25 Metern den Hammer aus, so dass sich Pröger mächtig strecken musste. Kurz darauf war der Keeper dann doch geschlagen, als Forstenhäusler von Cakmak eingesetzt wurde und vom Strafraumrand volley versenkte (31.).

Bartholomä verkürzte zwar, als Marc Wagner einen Eckball per Kopf in die Maschen wuchtete (33.). Doch der Stern antwortete prompt und ebenfalls mit Köpfchen. Dieses Mal flankte Buchhauser von der rechten Seite, Cakmak machte es besser und nickte problemlos ein (35.). Der Kurs in Richtung Relegation war endgültig gesetzt. Kaum war die zweite Hälfte angepfiffen, da war auch die Entscheidung gefallen. Fuchs stürmte den rechten Flügel hinunter, Cakmak ließ den Ball clever durch und Buchhauser schob am langen Pfosten problemlos zum 4:1 ein (46.). Wenn überhaupt, dann waren die Mögglinger nur mit unfairen Mitteln auszubremsen.

Für eine Notbremse an Buchhauser beließ es der Schiedsrichter bei einer gelben Karte für TSV-Verteidiger Jan Brandl. Der flinke Torjäger ließ sich nicht beirren und kopierte seinen ersten Treffer (60.), wenn auch aus abseitsverdächtiger Position. Die aufgeladene Atmosphäre und lautstarke Kritik der Bartholomäer am Unparteiischen änderten nichts mehr, stattdessen hätte das Ergebnis sogar noch weitaus höher ausfallen können. Forstenhäusler bediente Justin Fuchs, der sich für zwei Vorlagen selbst belohnte und seinen ersten Treffer seit November markierte (76.). Buchhauser und Cakmak ließen noch hochkarätige Chancen liegen, doch auch so stellt der Stern mit 87 Saisontoren den stärksten Angriff der Liga.

Eine ansprechende Leistung, dem auch das Heimpublikum Anerkennung zollte und ein hervorragender Aufgalopp für die alles entscheidenden Wochen. Das letzte Ligaspiel am Samstag (15 Uhr) ist tabellarisch unbedeutend, doch vor heimischer Kulisse gegen den Tabellenachten TV Herlikofen wollen sich die Mögglinger noch einmal ein gutes Gefühl holen. Wie schon vor zwei Jahren winkt ein berauschender Relegationssommer, der mit dem direkten Wiederaufstieg gekrönt werden soll.

Die Relegationstermine im Überblick:
Mittwoch, 11.Juni (18 Uhr) in Untergröningen: 1.FC Stern vs. Bezirksliga-Drittletzter (Lorch, Nattheim oder Schwabsberg)
Donnerstag, 12.Juni (18 Uhr) in Schwabsberg: Vizemeister A2 (vsl. SGM Union Wasseralfingen) vs. Vizemeister A3 (vsl. Türkspor Heidenheim)
Sonntag, 15.Juni (16 Uhr) in Wasseralfingen oder Unterschneidheim: Endspiel um den Bezirksliga-Aufstieg
