2026-06-24T10:25:44.617Z

Ligabericht

Das Experiment

Landesliga Rhein-Neckar +++ Der VfB St.Leon startet mit drei gleichberechtigten Trainern

von red. · 16.07.2025, 06:00 Uhr · 0 Leser
Die St.Leoner werden diese Runde von drei Trainer gecoacht.
Die St.Leoner werden diese Runde von drei Trainer gecoacht. – Foto: Foto Pfeifer

Der VfB St.Leon hat sein Verbandsliga-Abenteuer beendet und möchte sich direkt wieder in der Landesliga-Spitzengruppe einfinden.

Nach St.Leon kommen traditionell eher junge Kicker aus unteren Klassen, die die beim VfB den nächsten Schritt machen wollen. "Satte" Spieler, die sich noch ein wenig dazu verdienen wollen, sucht man hier vergebens.

Diesen Sommer stehen Neuzugänge aber nicht ganz so sehr im Fokus, sondern eher die Trainer. "Ich bin ein Freund davon, gerne neue Sachen auszuprobieren", geht Benjamin Schneider das "Experiment" mit drei gleichberechtigten Coaches optimistisch und voller Vorfreude an. Der Sportliche Leiter musste das Trainerteam anders gestalten, nachdem Chefcoach Patrick Vogelbacher die Chance bekam, als Co-Trainer beim Regionalligisten FC-Astoria Walldorf anzufangen.

Ein gepflegter Spielaufbau und hohes Pressing. Mit diesen Grundprinzipien hat St.Leon vor zwei Jahren auf spektakuläre Weise die Landesliga-Meisterschaft eingefahren und lediglich 22 Gegentore kassiert.

Was damals eine Stärke war, drehte sich in der Verbandsliga komplett in die andere Richtung. Dort führte die mutige Spielweise zu 84 Gegentoren und in der Offensive wollte gegen die qualitativ stärkeren Gegner kaum noch etwas gelingen. Erst gegen Rundenende bekamen die Gelb-Schwarzen die Kurve und holten in der zweiten Saisonhälfte doppelt so viele Punkte als in der Ersten. "Das können wir als positives Erlebnis mit in die neue Runde nehmen", will Schneider den Formanstieg 2025 mit in die neue Saison retten.

Vogelbacher bleibt dem VfB dennoch erhalten, wird in mindestens einem Training pro Woche mit dabei sein und bei den Spielen, die sich so gut wie nie mit denen der Walldorfer überschneiden, sowieso. Dem 34-Jährigen zur Seite stehen mit Daniel Bender und Timo Weber zwei Kollegen. Bender hatte zuletzt großen Erfolg mit der SG Tairnbach und Weber bringt als DFB-Stützpunkttrainer viel Erfahrung in der individuellen Förderung der Spieler mit.

Schneider sagt offen: "Ganz ehrlich, wir müssen schauen, wie sich das Ganze entwickelt, finden es aber sehr spannend, da jeder der drei einen anderen Fokus mit reinbringt und menschlich befinden sie sich ohnehin auf einer Wellenlänge."

Die Aufsteiger-Tipps

Drei Mannschaften stehen für St.Leons Sportlichen Leiter über dem Rest. „Das sind Brühl, Srbija Mannheim und Bammental“, sagt Schneider, der selbst den Wunsch hat, „unter die Top Fünf zu kommen, aber zuerst einmal befinden wir uns mitten in einem Findungsprozess.“