
Spielertrainer Sven Erik Schwella äußert sich im FuPa-Teamcheck zur Lage bei der SG Eintracht Peitz. Nach einer emotionalen Hinserie i der Landesklasse Süd blickt er auf die Entwicklung seines Kaders.
Ein Start zwischen Ungewissheit und Polster
Nach dem Abstieg aus der Landesliga stand die Eintracht vor einer ungewissen Zukunft. "Nach der Ungewissheit im Sommer war der Start in die neue Saison sehr wichtig für uns", erklärt Sven Erik Schwella. Dank eines guten Beginns konnte sich das Team in der Landesklasse Süd ein erstes Polster aufbauen. Doch die Souveränität schwand: "Im Laufe der Hinrunde haben wir dann aber viele unglückliche Punkte liegen gelassen, die auf jeden Fall vermeidbar gewesen wären." Daraus folgt: "Deswegen kann man das erste halbe Jahr mit dem Wort „Achterbahnfahrt“ beschreiben."
Die Gründe für die sportliche Berg- und Talfahrt
Die Bilanz von sieben Siegen und sieben Niederlagen verdeutlicht die fehlende Stabilität. Laut Schwella gibt es zwei Stellen, an denen die Achterbahnfahrt festzumachen ist: "Das ist zum Einen die Umstellung und Ausrichtung des Systems und der Spielidee, die in manchen Spielen sehr gut, in anderen wiederum kaum zu Tragen gekommen ist."
Zum Anderen hadert der Trainer mit der Effektivität. Obwohl die Offensive mit 34 Toren zum oberen Drittel gehört, fehle die "nötige Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor". Die Chancen wurden am Ende nicht mehr so umgemünzt wie zu Beginn der Spielzeit, weshalb dort noch "Luft nach oben" sei.
Eine Erfahrungsreise voller Emotionen
Der personelle Umbruch im Sommer prägte die gesamte Hinrunde. Schwella möchte keinen einzelnen Moment hervorheben, da die Zeit eine "komplette neue Erfahrung für uns als Team" war. Die Reise bot alles: "eine Siegesserie zu Beginn, gute Spiele gegen Topmannschaften, in denen wir knapp den Kürzeren gezogen haben und sehen konnten, was uns noch fehlt, eine verspielte Zwei-Tore-Führung, einen Hallenturniersieg usw." Die gesamte Hinrunde war eine "Erfahrungsreise mit unterschiedlichen Momenten und Emotionen", die die Truppe zusammenschweißen sollte.
Mentale Ruhe als Schlüssel für die Rückrunde
Um das Potenzial der Mannschaft voll auszuschöpfen, fordert der Trainer mehr Konstanz. "Wir versuchen, es als Mannschaft zu schaffen und an unserer Spielidee länger festzuhalten", betont er. Es gebe Phasen, in denen die Kontrolle verloren gehe, was in dieser Liga schnell bestraft wird. Das Ziel ist klar definiert: "In Summe heißt das, dass wir ruhiger in unserem mentalen Spiel werden müssen." Spielerisch habe die Truppe bereits "gute bis sehr gute Ansätze gezeigt", doch taktisch wolle man den eingeschlagenen Weg fortsetzen und "gewisse Elemente festigen und verbessern".
Schwierige Vorbereitung und physischer Fokus
Die aktuelle Vorbereitung verläuft keineswegs nach Plan. "Die Vorbereitung gestaltet sich bisher sehr schwierig", gesteht Schwella. Das geplante Trainingslager musste kurzfristig abgesagt werden und die Plätze waren "nur schwer zu bespielen". Dennoch habe man versucht, "physische Aspekte in den Vordergrund zu stellen", und bisher ziehe die Mannschaft sehr gut mit, was "Zuversicht geben kann". Der Kader bleibt derweil unverändert, da man mit der aktuellen Konstellation in die zweite Saisonhälfte geht.
Ziele und die Begeisterung der Fans
Tabellarische Vorgaben gibt es für die restlichen Spiele nicht, da die Entwicklung der Mannschaft im Vordergrund steht. Dennoch ist der Ehrgeiz des Spielertrainers geweckt: "Klar wollen wir, wie jedes andere Team auch, alle verbleibenden Spiele gewinnen." Zudem wären "mehr Punkte als in der Hinrunde" für ihn persönlich schön.
Am 24.02.26 testet das Team voraussichtlich gegen den VfB Krieschow II, zudem ist man offen für "kurzfristige Anfragen für ein Testspiel". Um die Fans wieder zu begeistern, setzt er auf Erfolgserlebnisse: "Tore begeistern Zuschauer ja immer - demnach ist das die passende Antwort."