
Wieder in Nordhausen, wieder für seinen Verein. Damit schließt sich nicht nur ein Kreis, sondern eine ganze Ära geht zu Ende. Hendrik Penzel prägte den FC Thüringen Weida über viele Jahre hinweg als Torhüter, Trainer und als Persönlichkeit. Mit großem Einsatz, Verlässlichkeit und einer tiefen Verbundenheit zum Verein entwickelte er sich zu einem Gesicht des Fußballs in Weida.
Im Zuge der umfassenden Umstrukturierung im Jahr 2020 übernahm er Verantwortung als Cheftrainer der ersten Männermannschaft und führte den eingeschlagenen Weg mit klarer Haltung und sportlicher Überzeugung fort. Die Entwicklung seitdem ist eng mit seinem Namen verbunden. In der Thüringenliga zeigte die Mannschaft eine stetige positive Entwicklung. Der Gewinn der Thüringenmeisterschaft im Jahr 2022 stellte einen historischen Meilenstein dar. Im Jahr 2023 folgte der Einzug in das Halbfinale des Landespokals. Darüber hinaus etablierte sich das Team dauerhaft unter den TOP 4 der höchsten Spielklasse des Bundeslandes. Auch in der aktuellen Saison deutet vieles darauf hin, dass der FC Thüringen Weida erneut zu den Spitzenmannschaften der Thüringenliga zählen wird.
Zu Beginn des Monats März informierte Hendrik Penzel die Vereinsführung darüber, dass er dem Verein ab der kommenden Saison aus familiären Gründen nicht mehr zur Verfügung stehen wird. Am heutigen Abend wurden auch die Spieler durch den Trainer und die sportliche Leitung über diese Entscheidung in Kenntnis gesetzt. Hendrik Penzel sagt zu seinem Rücktritt: „Nach intensiven Überlegungen habe ich mich schweren Herzens dazu entschieden, meine Tätigkeit als Trainer nach der laufenden Saison erst einmal zu beenden und eine Pause einzulegen. Diese Entscheidung ist mir alles andere als leicht gefallen, da mir der Verein, die Mannschaft und das gesamte Umfeld in den vielen Jahren sehr ans Herz gewachsen sind. Ein wesentlicher Faktor ist für mich der zeitliche Aufwand, insbesondere in Verbindung mit meiner familiären Situation und der langen Anreise zu Training und Spielen. Auf Dauer lässt sich das derzeit für mich so nicht mehr in der notwendigen Intensität vereinbaren. Gleichzeitig blicke ich mit großem Stolz auf die gemeinsame Entwicklung zurück. Die Mannschaft hat sich in den vergangenen Jahren sportlich und charakterlich hervorragend entwickelt und ist heute eine sehr starke Einheit. Besonders hervorheben möchte ich das außergewöhnliche Vereinsumfeld. Es ist alles andere als selbstverständlich, dass ein Verein von Freunden geführt wird, die mit so viel Leidenschaft, Engagement und Herzblut dabei sind. Diese besondere Atmosphäre und der Zusammenhalt machen den Verein aus und sorgen dafür, dass die Arbeit hier unglaublich viel Spaß macht. Ich bin sehr dankbar für die Möglichkeit, Teil dieses Weges gewesen zu sein und werde diese Zeit immer in besonderer Erinnerung behalten. Die Vereinsführung leistet hervorragende Arbeit und jeder Trainer, der in Zukunft Verantwortung übernimmt, kann sich auf ein tolles Umfeld und großartige Menschen freuen. Bis zum Saisonende werde ich weiterhin mit voller Überzeugung und Energie arbeiten, um gemeinsam mit der Mannschaft die bestmöglichen Ergebnisse zu erzielen. Dem Verein werde ich auch über die Saison hinaus verbunden bleiben. Die Zeit hier war für mich mehr als nur Fußball und dafür bin ich sehr dankbar.“

Mit seinem Abschied geht beim FC Thüringen Weida eine besondere Ära zu Ende, verbunden mit großem Dank, aber auch spürbarem Wehmut. Der Vereinspräsident Nick Schubert findet dazu folgende Worte: „Wir bedauern die Entscheidung unseres Trainers sehr, haben aber zugleich großes Verständnis dafür, dass die Familie an erster Stelle steht. Hendrik ist nicht nur ein Trainer, sondern auch ein Freund und ein außergewöhnlich verlässlicher Mensch, der unseren Verein über viele Jahre hinweg entscheidend geprägt hat. Dafür sind wir ihm auf ewig zu großem Dank verpflichtet. Wir hätten den gemeinsamen Weg sehr gerne fortgesetzt und auch die Zukunft mit ihm gestaltet. Dennoch respektieren wir seine Entscheidung vollumfänglich und wünschen ihm für seinen weiteren Weg nur das Beste.“ Die Ausgangslage vor den letzten zehn Spielen der Saison ist vielversprechend. Gemeinsam mit Hendrik Penzel will die Mannschaft den positiven Trend bestätigen und sich für den bisherigen Weg mit einem erfolgreichen Saisonabschluss belohnen: „Hendrik wird die Mannschaft bis zum Saisonende weiterhin betreuen. Angesichts der sportlichen Ausgangslage und der Möglichkeit, die Saison mit einer Medaille zu beenden, sind wir überzeugt, dass er gemeinsam mit dem Team noch einmal alles investieren wird, um sich und dem Verein einen würdigen Abschluss zu ermöglichen. Wir werden die verbleibenden Wochen bewusst genießen und die gemeinsamen Momente in dieser besonderen Zeit sehr schätzen“, so Nick Schubert weiter.
Trotz aller Emotionen richtet sich der Blick nach vorn: Am Samstag steht das Auswärtsspiel beim FSV Preußen Bad Langensalza auf dem Programm. Dort will die Penzel-Elf nach drei sieglosen Spielen wieder in die Erfolgsspur zurückfinden.