
Sechs Abgänge, vier Neue: Die SpVgg Bayreuth ließ gegen Ende der Wintertransferperiode aufhorchen. Vor allem die Chronologie der Ereignisse machte stutzig: Erst erhielten alle Spieler die Freigabe, den Verein noch im Winter zu verlassen. Einige nahmen das Angebot an. Der Hintergrund: Finanzielle Altlasten schränken den Handlungsspielraum weiterhin stark ein bei der "Oldschdod". So manche unkten schon: Gehen die Lichter aus auf der Jakobshöhe? Und dann das: Plötzlich gaben die Bayreuther einen Neuzugang nach dem anderen bekannt. Wie passt das alles zusammen? Wir haben bei Geschäftsführerin Dr. Nicole Kalemba nachgefragt, die ausführlich Stellung bezog.
Dr. Nicole Kalemba über...
...das ungewöhnliche Angebot an alle Spieler, den Verein noch im Winter verlassen zu können:

... die Frage, wie trotz angespannter finanzieller Lage vier Neuzugänge geholt werden konnten:
"Die daraus resultierenden Abgänge haben zu einer spürbaren Entlastung des Etats geführt. Das hat uns überhaupt erst ermöglicht, gezielt und sehr maßvoll nachzujustieren. Die vier Neuzugänge sind wirtschaftlich sauber abgebildet und belasten den Etat nur in geringem Umfang. Teilweise wurden Verpflichtungen auch durch gezieltes Sponsoring ermöglicht."
... die Intention hinter den Neuverpflichtungen:
"Sportlich haben wir bewusst Spieler verpflichtet, die uns kurzfristig helfen können und gleichzeitig die SpVgg Bayreuth als Chance sehen, sich in den kommenden Monaten mit Spielzeit zu präsentieren. In Summe ist das Vorgehen Ausdruck eines kontrollierten, verantwortungsvollen Umgangs mit der Situation, wirtschaftliche Konsolidierung auf der einen Seite, Sicherung der sportlichen Wettbewerbsfähigkeit auf der anderen."