
Mehr Drama geht nicht: Die B-Junioren des 1. FC Kleve haben sich im letzten Spiel der Qualifikations-Runde mit 2:1 (0:0) bei der DJK Adler Union Frintrop durchgesetzt und sich so den Aufstieg in die Niederrheinliga gesichert. In einer nervenaufreibenden Schlussphase erzielte Vadim Sladkov, der zuvor bereits das 1:0 (42.) markiert hatte, den entscheidenden Treffer.
Es lief bereits die sechste Minute der Nachspielzeit, als den Gastgebern aus Essen, die nach einer Roten Karte (62.) in Unterzahl zum Ausgleich gekommen waren (76.), noch einmal eine Ecke zugesprochen wurde – für die DJK hätte der Siegtreffer ebenfalls den Aufstieg bedeutet. Doch dieser letzte Standard flog den Gastgebern gehörig um die Ohren: FC-Keeper Pietro-Etienn Uwelius fing den Ball ab und setzte geistesgegenwärtig seine Vorderleute in Szene, die nun in Überzahl auf das gegnerische Tor zustürmten. Das Ende ist bekannt.
Sekunden später kannte die rot-blaue Freude keine Grenzen mehr. Beim ausgelassenen Jubellauf zog sich Niko Hegemann, der die Klever B-Junioren in der kommenden Saison gemeinsam mit Lukas Nakielski trainieren wird, eine Verletzung zu – Verdacht auf Muskelfaserriss. Sein Vorgänger, der scheidende Aufstiegstrainer Jens Hoffmann, ordnete die dramatischen Szenen in Essen verhältnismäßig nüchtern ein. „In einem sehr spannenden Spiel hatten wir am Ende das Glück des Tüchtigen. Die Jungs haben alles reingehauen. Jetzt treffen wir uns gleich nochmal mit den Eltern zur Aufstiegsfeier, dann geht es in die Sommerpause“, sagte Hoffmann, den man trotzdem weiterhin am Sportplatz antreffen wird. „Ich höre auf, wenn es am schönsten ist. Meinen Sohn Noah werde ich trotzdem weiter zu den Spielen begleiten.“ In Zukunft allerdings in der Niederrheinliga.
Kein Happy End gab es hingegen für die A-Junioren des 1. FC Kleve. Nach zwei Remis zum Auftakt reichte dem Team von Dominic Trarbach auch ein 3:2 (1:1)-Erfolg beim FC Kray nicht für den Gruppensieg, den sich der VfB Homberg im Parallelspiel mit einem 4:0-Sieg über den Mülheimer FC sicherte. Mit fünf Zählern hat es der 1. FC Kleve auch nicht unter die zwei besten Gruppenzweiten geschafft, die noch ein weiteres Niederrheinliga-Ticket ausspielen.
„Gerade mit dem Spiel gegen Mülheim letzte Woche hadere ich noch immer. Heute haben die Jungs alles reingehauen und verdient gewonnen. Am Ende ist es für uns trotzdem maximal unglücklich gelaufen“, sagte Trarbach. Der Klever Coach richtete den Blick jedoch gleich nach vorne: „Ich freue mich trotzdem bereits sehr darauf, mit demselben Trainerteam und einer tollen Mannschaft in der Grenzlandliga anzugreifen.“
Dort wird man auch die B-Junioren des SV Straelen antreffen. Am letzten Spieltag der Qualifikationsrunde kassierten die Talente von der Römerstraße eine 2:6 (1:2)-Niederlage beim Gruppensieger VfB Hilden. Tore von Mats Prang (19.) und Panajiotis Kosmeridis (58.) reichten nicht für die Überraschung – auch weil der SVS beim Stand von 2:4 einen Elfmeter verschoss.
Der Gastgeber traf in der 14., 23., 43., 44., 72. und 80. Minute. Dohrmann ließ in der Folge kein gutes Haar am Schiedsrichter, brachte jedoch auch seinen Stolz zum Ausdruck: „Die ersten drei Tore, unseres inklusive, waren alle irregulär. Am Ende haben wir hinten aufgemacht. Rückblickend können wir stolz auf unsere Leistung in dieser schwierigen Gruppe sein. Nun wollen wir in der Grenzlandliga unter die Top drei kommen und es im nächsten Jahr noch einmal versuchen“, sagte Dohrmann.
Die B-Juniorinnen der JSG Walbeck-Auwel Holt müssen nach einem 0:4 (0:1) beim ETB Schwarz-Weiß Essen ins Entscheidungsspiel der zweit- und drittbesten Gruppenzweiten. Die Gegentore fielen in der 12., 56., 71. und 79. Minute. Nun geht es gegen den SV Glehn aus Korschenbroich. Das Spiel findet bereits am Mittwochabend, 19.30 Uhr, auf neutralem Platz in Krefeld statt.