2026-02-20T12:29:42.904Z

Allgemeines

„Das 0:3 hat uns das Genick gebrochen“

SV Atlas Delmenhorst besiegt Schlusslicht Lupo Martini Wolfsburg 4:0 und bleibt erster Verfolger des Spitzenreiters.

von red · Heute, 09:30 Uhr · 0 Leser
– Foto: Lennart Blömer

Der SV Atlas Delmenhorst hat seine Aufstiegsambitionen untermauert und das Tabellenende deutlich auf Distanz gehalten. Gegen den Tabellen-15. Lupo Martini Wolfsburg setzte sich der Tabellenzweite souverän mit 4:0 durch – begünstigt durch Effizienz vor dem Tor und defensive Stabilität.

Der SV Atlas Delmenhorst hat am 20. Spieltag der Oberliga Niedersachsen einen ungefährdeten 4:0-Heimsieg gegen Lupo Martini Wolfsburg eingefahren. Vor 850 Zuschauern baute der Tabellenzweite (34 Punkte) seine Position als erster Verfolger von Spitzenreiter 1. FC Germania Egestorf-Langreder (38 Punkte) aus. Wolfsburg bleibt mit 6 Punkten auf Rang 15.

Doppelschlag von Stefandl bringt die Entscheidung

In der Schlussphase der ersten Hälfte schlug Atlas effektiv zu. Marco Stefandl brachte die Gastgeber in der 37. Minute per Foulelfmeter in Führung. Nur drei Minuten später erhöhte er auf 2:0 und stellte die Weichen früh auf Sieg.

Nach der Pause sorgte Rohwedder (49.) mit dem dritten Treffer für die Vorentscheidung. Den Schlusspunkt setzte Bauer in der 86. Minute zum 4:0-Endstand.

Wolfsburg sieht Knackpunkte in Schlüsselszenen

Wolfsburgs Teammanager Tahar Gritli analysierte die Partie nüchtern und verwies auf mehrere spielentscheidende Momente: „In den ersten 30 Minuten war das Spiel noch ausgeglichen. Auf beiden Seiten gleiche Anzahl an Ecken, Torschüsse und Halbchancen.“

Besonders der Elfmeter zum 0:1 sei aus seiner Sicht vermeidbar gewesen: „Ein langer Ball vom Delmenhorster Torwart – wir stellen uns unglücklich im Drei-gegen-eins an und klären den Ball mit einem Foul.“ Auch beim zweiten Treffer habe seine Mannschaft nicht konsequent genug verteidigt.

Als Wendepunkt bezeichnete Gritli den dritten Gegentreffer unmittelbar nach Wiederanpfiff: „Das 0:3 direkt nach der Halbzeit hat uns das Genick gebrochen.“ Spätestens mit dem vierten Tor sei die Mannschaft mental geschlagen gewesen.

Defizite in der Defensive und fehlende Durchschlagskraft

Trotz ordentlicher Laufleistung habe Wolfsburg im Offensivspiel zu ungenau agiert. „Läuferisch war das von uns schon gut, aber wir haben nach vorne etwas unglücklich gespielt“, erklärte Gritli. Zudem hätten lange Bälle der Delmenhorster immer wieder Probleme bereitet, da die Abstände zwischen den Mannschaftsteilen zu groß gewesen seien.

Immerhin bewahrte Torhüter Flynn Schönmottel sein Team mit einem gehaltenen Elfmeter vor einem noch höheren Rückstand.

Verdienter Sieg im Aufstiegsrennen

Am Ende blieb eine klare Einschätzung des Wolfsburger Teammanagers: „Der Sieg geht verdient an Atlas.“
Für den SV Atlas Delmenhorst bedeutet der Erfolg die Festigung von Rang zwei und die Bestätigung der eigenen Ambitionen im Aufstiegskampf. Wolfsburg hingegen steht weiterhin vor einer schwierigen Aufgabe im Tabellenkeller.