2026-05-15T09:36:57.455Z

Ligabericht

Darcan schnappt sich die Torjägerkanone

Kreuznacher Stürmer trifft auch beim FC Basara Mainz wieder doppelt

von Torben Schröder · Heute, 18:04 Uhr · 0 Leser
Deniz Darcan ist in diesem Frühjahr nicht zu stoppen.
Deniz Darcan ist in diesem Frühjahr nicht zu stoppen. – Foto: Mario Luge

Während sich der FC Basara Mainz gerade nach einer starken, aber ungekrönten Verbandsliga-Saison von seinen Zuschauern verabschiedet, werfen die Gäste von Eintracht Bad Kreuznach ihren Kapitän in die Luft. Deniz Darcan hat sich die Torjägerkanone gesichert. Beim 3:3 (2:0) in Mainz gewann der Eintracht-Kapitän das direkte Duell mit Ex-Kollege Gianni Auletta mit 2:0. Da änderte auch der Doppelpack von Kandel-Spielertrainer Yasin Öczelik in Morlautern (3:3) nichts mehr – Darcans 28 Saisontore sind Ligaspitze.

„Es war mir doch wichtiger, als ich erst dachte“, erzählt der 32-Jährige, „aber nicht für mich, sondern für die Mannschaft. Ich bin sehr stolz, wie die Jungs mir heute und in den Spielen zuvor geholfen haben.“ Ein weiter Ball und eine Flanke ermöglichten Darcans Doppelpack. Erst deutete der Kreuznacher Mittelstürmer kurz einen Lauf in die Tiefe an, um sich dann vor die Mainzer Viererkette fallen zu lassen. So waren zwei Mann aus dem Spiel, der Flachschuss aus 18 Metern flog flach ins Eck (5.). Dann stieg Darcan zwischen zwei Gegenspielern hoch und nickte mit perfektem Timing ein (43.).

Es war ein lebhaftes Spiel mit sehr unterschiedlichen Halbzeiten. Erst marschierten die Gäste, dann schüttelten die Mainzer Japaner die Trauer der verpassten Aufstiegsspiele ab und zauberten drei Tore heraus. Nur, dass Auletta dabei keine Rolle mehr spielte. Daisuke Fukuhara (67., 72.) und Taisei Okamoto (81.) glichen, mustergültig frei kombiniert, aus. Mit ihrer einzigen Chance in Halbzeit zwei hatte die Eintracht durch David Molnar noch auf 3:0 gestellt (55.), dann ging es dahin.

Darcan und Auletta lassen nichts unversucht

Das Wettschießen um die Torjägerkanone war zunächst durchaus spannend. Darcan legte nach einer halben Minute uneigennützig Molnars ersten Hochkaräter auf, und seine Kollegen revanchierten sich im Kollektiv. Hoher Ballgewinn im Verbund mit Yannik Wex, Flachschuss neben das Tor (15.). Abstauber – Abseits (29.). Darcan war, so lange bei hochsommerlichem Wetter die Kreuznacher Kräfte reichten, auffälliger Zielspieler.

Auletta, der nach der Partie erst einmal frustriert auf dem Boden saß, mühte sich, dagegenzuhalten. Schüsse aus spitzem Winkel (16., 45.), ein Freistoß in die Mauer und nach der folgenden Ecke ein Drehschuss drüber (33.), ein Stürmerfoul einen Meter vor dem Tor (41.), ein Versuch aus drei Metern, bei dem Felix Basting stark reagierte (54.), ein Torerfolg, der wegen Stürmerfouls zurückgepfiffen wurde (90.), und eine letzte Ecke, die Auletta quasi mit dem Schlusspfiff daneben köpfte (90.+4) – so wie bei seiner ganzen Mannschaft an den letzten vier Spieltagen, fehlte die Krönung. Seit dem starken 4:0 gegen Zeiskam gewannen die „Diamanten“ nicht mehr, traf Auletta nicht mehr.

Kreuznacher Schlussspurt macht Vorfreude auf mehr

Vier Siege und 27 Treffer in sieben Spielen – Darcan spurtete zum Torjäger-Titel, schoss die Hälfte seiner 28 Tore seit Mitte April. Woher dieser zwischenzeitliche Lauf zum Klassenverbleib, nach und trotz all der internen Turbulenzen, kam? „Ich kann es mir auch nicht erklären“, sagt Darcan, „und freue mich umso mehr.“ Die Vorfreude auf die neue Saison ist groß. Was dann wohl geht, individuell und kollektiv? „Lassen wir uns überraschen!“

Eintracht Bad Kreuznach: Basting – Langer, Blenske, Brunswig, Flühr (79. Kreuznacht) – Molnar, Schäfer – Wex (56. Wolf), Sinanovic (79. Strunk), Cinar – Darcan (87. Kurpejovic).